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Interview mit Gerhard Delling : „Über Schleswig-Holsteins schöne Seiten kann man einen ganzen Spielfilm drehen“

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Der Sportmoderator Gerhard Delling stammt aus Schleswig-Holstein und ist bis heute Fan des Bundeslands.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2017 | 08:54 Uhr

Wenn der geborene Rendsburger Gerhard Delling nicht gerade die ARD Sportschau oder den NDR Sportclub moderiert, hält er sich am liebsten draußen auf und überquert dabei fast täglich im Laufschritt die Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg. Als er über Schleswig-Holstein spricht, gerät er geradezu ins Schwärmen - und erzählt uns im Interview, warum er mehr als eine Seite braucht, um die schönsten Orte des Landes aufzuschreiben.

Als Sportmoderator sind Sie viel unterwegs. Was bedeutet Heimat für Sie?

„Meinen Lebensmittelpunkt habe ich seit 26 Jahren in Hamburg, eigentlich ist aber der Norden insgesamt meine Heimat. Ich war ja auch ein paar Jahre in Baden-Baden beim Südwestfunk, dort habe ich mich auch sehr heimisch gefühlt. Ich glaube, Heimat ist dort, wo man sich auch durch persönliche Kontakte verwurzelt fühlt.“

Sie stammen ursprünglich aus Büdelsdorf bei Rendsburg. Haben Sie dort auch den Grundstein für Ihre Karriere als Sportmoderator gelegt?

„Ich bin in Büdelsdorf aufgewachsen und in Rendsburg geboren, wo auch die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung beheimatet ist. Mein ehemaliger Fußballtrainer schrieb für die Zeitung und stellte den Kontakt her. So war ich schon mit 16 Jahren für die Berichterstattung des regionalen Fußballs zuständig. Nach dem Abitur bin ich an die Christian-Albrechts-Universität nach Kiel gegangen, um Volkswirtschaftslehre zu studieren. Parallel war ich freier Mitarbeiter beim NDR.“

Wie haben Sie die schöne Landeshauptstadt sportlich genutzt? Hat es Sie aufs Wasser gezogen?

„Ich war tatsächlich relativ häufig surfen, obwohl ich das nicht ganz so gut kann. Ich mache schon mein ganzes Leben lang Sport und habe in Kiel natürlich, wie überall, Fußball gespielt. Eine große Rolle spielte zu dieser Zeit auch der Handball in unserer Berichterstattung. Um auch diesen Sport richtig zu verstehen und beurteilen zu können, habe ich parallel in einem Kieler Handballverein mit trainiert.“

Schaffen Sie es neben Ihrer beruflichen Tätigkeit noch ab und zu Ihr Heimat-Bundesland Schleswig-Holstein zu besuchen?

„Da ich nur wenige hundert Meter von der Schleswig-Holsteinischen Grenze entfernt wohne, bin ich fast jeden Tag in Schleswig-Holstein. Meine Joggingstrecke verläuft durch das Naturschutzgebiet Wittmoor, das zu Schleswig-Holstein gehört. Gerade heute bin ich auch am Ostseestrand gejoggt. Man kann also definitiv sagen, dass ich die schönen Seiten Schleswig-Holsteins aktiv nutze. Fahrradtouren gehören natürlich dazu, zum Beispiel mit meinen Töchtern. Dann fahren wir auch mal von Hamburg nach Kaltenkirchen. Außerdem spiele ich gerne Golf, immer da, wo es gerade passt.“

Was würden Sie antworten, wenn ein Tourist Sie fragt, welche Orte er in Schleswig-Holstein unbedingt besuchen sollte?

„Da brauche ich erst einmal ganz viel Platz, um das alles aufzuschreiben, eine Seite reicht da nicht. Schleswig-Holstein hat so viel zu bieten, sowohl am Wasser, als auch im Inland, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Im Sommer ist es an beiden Küsten herrlich, die Regionen an Ostsee und Nordsee sind einfach unfassbar und unvergleichlich. Dazu kommt der tiefste Punkt Europas, in der Wilstermarsch, und natürlich die Holsteinische Schweiz, die Ihresgleichen sucht. Die Gegend um die Flensburger Förde ist auch wunderschön ebenso wie Pellworm, Föhr, Sylt, Langeness….. Vor einigen Jahren bin ich von der Ostsee über das Wattenmeer nach Sylt geflogen, das war unglaublich schön. Auch die Rendsburger Hochbrücke ist für mich ein Highlight. Als ich bei einer Moderation unter der beeindruckenden Harbour Bridge in Sydney stand, habe ich erzählt, dass so etwas natürlich schon seit langer Zeit bei uns in Rendsburg steht. Über die Schönheit Schleswig-Holsteins kann man einen ganzen Spielfilm drehen.“

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