#aktivinsh : Trendsport Parkour: Hindernisse im Sprung überwinden

<p>Mit beherzten Sprüngen bahnen sich die Parkour-Sportler so schnell wie möglich einen Weg durch komplexe Gebäudestrukturen. </p>
Foto:

Mit beherzten Sprüngen bahnen sich die Parkour-Sportler so schnell wie möglich einen Weg durch komplexe Gebäudestrukturen.

Über Geländer springen und Mauern hochklettern: Beim Parkour geht es so schnell wie möglich über Hindernisse in der Stadt.

shz.de von
06. Juni 2016, 09:59 Uhr

Ein junger Mann steht an der Treppe an der Stadthalle Neumünster. Er will sie nicht wie jeder andere einfach hinunterlaufen. Nein, er setzt zum Sprung an, überwindet die Stufen mit nur einem Satz, um danach gleich auf die meterhohe Mauer dahinter zu klettern. Geschafft, kurz durchatmen. Dann aus dem Stand aufs nächste Hindernis springen. Parkour nennt sich diese Trendsportart, bei der etliche Hindernisse in der Stadt ganz ohne Hilfsmittel überwunden werden müssen.

Die Sportart Parkour stammt aus Frankreich und wurde vom militärischen Hindernislauf inspiriert. Ziel ist es, ohne Hilfsmittel und so schnell und effizient wie möglich von A nach B zu gelangen. Dabei achten die Sportler nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch darauf, Kraftaufwand und Belastung des Körpers zu minimieren. Dazu ist ein hohes Maß an Körperbeherrschung und Selbsteinschätzung nötig.

"Wer das erste Mal vor einem Hindernis steht, das scheinbar nicht ohne Hilfsmittel zu überwinden ist, und es dann doch irgendwann schafft: Der wird diesen Moment nie mehr vergessen. Ein unbeschreibliches Gefühl", sagt Timo Zarpe, der den Sport schon vor ein paar Jahren für sich entdeckt hat. Mit Jugendlichen trainiert Zarpe regelmäßig mitten in der Neumünsteraner Innenstadt. Es ist eine der wenigen Parkour-Gruppen im Land.

<p><span class=Neumünster | Die Parkour-Sportler hangeln sich am Geländer entlang. Ein Schauspiel für Passanten, ein Kraftakt für die Sportler.

" data-src="https://img.shz.de/img/incoming/crop13869166/5247758122-cv16_9-w600-h337/Parkour.jpg" class=" img" />
Foto: Steinhausen

Die Parkour-Sportler hangeln sich am Geländer entlang. Ein Schauspiel für Passanten, ein Kraftakt für die Sportler.

 

Gutes Wetter ist beim Training Voraussetzung, zumindest darf es nicht regnen. "Sonst ist es zu gefährlich. Wir könnten wegrutschen", so Zarpe. Seinen Schützlingen bringt er die Grundschritte bei, der Schwierigkeitsgrad steigt stetig. Die Bewegungen gehen mit der Zeit flüssig ineinander über, erzählt er. Passanten bleiben nicht selten stehen und schauen den Sportlern beim Springen und Klettern zu.

<p>Beim Parkour müssen die Sportler hoch konzentriert sein. Die Verletzungsgefahr darf nicht unterschätzt werden. </p>
Foto: Steinhausen

Beim Parkour müssen die Sportler hoch konzentriert sein. Die Verletzungsgefahr darf nicht unterschätzt werden.

Beim Zusehen wird einem sofort klar: Das ist anstrengender Kraftsport. "Im Prinzip kann jeder Parkour machen. Es kommt auf die Risikobereitschaft an, die im Alter in der Regel wieder nachlässt, weil die Verletzungsgefahr nicht zu unterschätzen ist", meint der Fachmann. Infos zu dem Training in Neumünster gibt es hier.

Auch in Kiel treffen sich regelmäßig Parkour-Begeisterte. Welche Hindernisse sie in der Landeshauptstadt überwinden, zeigen sie auf ihrer Homepage in zahlreichen Videos.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen