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#AKTIVINSH : Teil zwei der E-Bike-Serie: am Nord-Ostsee-Kanal entlang

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Die zweite E-Bike-Tour für Einsteiger umfasst 52 Kilometer direkt am Wasser.

Manchmal braucht es einen kleinen (elektrischen) Anstoß, um „aktiv in SH“ zu sein. Dass das E-Bike dabei hilft, längere und anstrengendere Strecken zu bewältigen, hat einen entscheidenden Vorteil: Wer weiter fährt, sieht mehr vom schönen Bundesland zwischen den Meeren. Dabei muss es nicht gleich die gesamte Länge des Nord-Ostsee-Kanals sein. Gerade für Anfänger, die das E-Bike erst einmal ausprobieren möchten, eignen sich kürzere Strecken. In Teil zwei unserer Serie geht es auf 52 Kilometern entlang des Nord-Ostsee-Kanals.

Auf dieser Tour steht neben dem E-Bike auch ein anderes Transportmittel im Mittelpunkt, denn auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist vor allem eines angesagt: „Pötte gucken“! Um die Funktionsweisen eines E-Bikes kennenzulernen, geht diese Tour erst einmal nur an einem kleinen Stück des Kanals entlang. Sie verläuft von Brunsbüttel über Hochdonn und Burg in Dithmarschen zurück nach Brunsbüttel.

 

„Schiffe gucken!"

Nach dem Start in der Schleusenstadt Brunsbüttel, der westlichen Seite des Kanals, schweifen die Augen immer wieder ab - kein Wunder bei den über 100 Schiffen, die im Schnitt täglich den Kanal von Nordsee bis Ostsee durchlaufen. Von Tankern bis luxuriösen Kreuzfahrtschiffen gibt es hier ordentlich was zu sehen - und dank E-Bike kann die ganze Energie auf das Wasserspektakel gelenkt werden. Die E-Bikes werden von der ansässigen Tourist-Info (Tel.: 04852 / 39 11 86) zusammen mit dem Fachgeschäft Küstenrad Koogstraße (Tel.: 04852 / 53 73 555) in Brunsbüttel verliehen.

Aus der Schleusenstadt heraus geht es zunächst in das kleine Dörfchen Kudensee. Hier ist Schleswig-Holstein noch so, wie es einmal war. Ein kleiner flacher See zeugt von den ersten Siedlern, die das Ufer des idyllischen Örtchens in Besitz nahmen. Eine kleine Kanalfähre verbindet die Gemeinde mit der Nachbarsgemeinde Averlak. Wer mag, kreuzt bereits hier den Nord-Ostsee-Kanal und beobachtet während der Überfahrt weiter das rege Treiben auf der beliebten Wasserstraße.

Kleine Kanalfähren verbinden das Leben auf der südlichen Kanalseite mit dem Leben auf der nördlichen Seite. Eine solche Fährfahrt sollte bei einem Besuch des Nord-Ostsee-Kanals unbedingt mit eingeplant werden.
Kleine Kanalfähren verbinden das Leben auf der südlichen Kanalseite mit dem Leben auf der nördlichen Seite. Eine solche Fährfahrt sollte bei einem Besuch des Nord-Ostsee-Kanals unbedingt mit eingeplant werden. Foto: Höfer

Nun geht es weiter im Süden des Kanals über Ecklack und Aebtissinwisch bis nach Vaale. Der Namen Aebtissinwisch wurde 1541 erstmalig urkundlich erwähnt und wurde wohl der Wiese („Wisch“) der Äbtissin des Klosters Itzehoe entlehnt. Mit diesem Wissen gepackt, geht es weiter nach Ecklack. Dieser Ort ist vor allem für eine Besonderheit bekannt: Mit dem Auto kann man das 350-Seelen-Dörfchen in nur 50 Sekunden durchfahren. Wie lange es mit dem E-Bike dauert, gilt es noch festzuhalten. Der bekannteste Einwohner des Dorfes soll TV-Star Jan Fedder sein.

Einen Abstecher nach Wacken machen

Dank E-Bike lohnt sich ein Abstecher von Vaale nach Wacken, um sich die Wiesen des weltberühmten Festivals einmal aus der Nähe anzusehen - und wer weiß, vielleicht haben die Dorfbewohner ja die ein oder andere Anekdote zu berichten. Von hier aus wird der Kanal über die Hauptstraße bis nach Hochdonn überquert. Nun sind bereits rund 30 Kilometer geschafft. Steigungen gibt es auf dieser Tour nicht, dennoch hilft das E-Bike dabei, gerade bei langen Wegen durch die Felder die Lust zu behalten. In der Regel muss der E-Bike-Akku bei dieser Strecke auch bei viel Betrieb nicht aufgeladen werden.

<p>Am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel kommen neben den „großen Pötten“ auch viele Luxusliner vorbei.</p>

Am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel kommen neben den „großen Pötten“ auch viele Luxusliner vorbei.

Foto: hpgruesen, Pixabay
 

Von Hochdonn aus geht es direkt nach Burg (Dithmarschen) und weiter über Buchholz nach Kuden. Die Route führt nun im Norden des Kanals entlang, schlängelt sich aber eher durch Wieser und Wälder als direkt an den Pötten vorbei. Da die reine Natur aber auch mal gut tut, geht der Weg an den typischen Schleswig-Holsteinischen Knicks weiter bis nach Eddelak und schließlich zurück nach Brunsbüttel, wo am Ende der Tour die Schleusen auf ein letztes Mal „Pötte kiecken“ warten.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, auf den wartet ja vielleicht schon am folgenden Tag eine nächste Tour von Brunsbüttel nach Kiel. Nach der kleinen „Probetour“ lohnt es sich nämlich umso mehr, die mehrtägige NOK-Route in Angriff zu nehmen. Schleusenanlagen, Tunnel und insgesamt zehn Brücken sowie 14 kostenlose Fähren machen den Radweg zu einem wohl in Deutschland einmaligen Erlebnis. Entlang der Route finden sich dazu neben vielzähligen Gütern und Herrenhäusern vor allem praktische E-Bike-Aufladestationen und eine Reihe fahrradfreundlicher Quartiere.

 

Hier finden Sie Teil eins und drei der E-Bike-Serie:

 
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erstellt am 03.Jul.2017 | 00:00 Uhr

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