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Aktion #aktivinsh : SH sportlich: Per Rad von Glücksburg nach Kappeln

vom

Radtour-Vorschläge aus der Redaktion von shz.de. Heute geht es durch die Landschaft Angeln mit herrlichen Ausblicken.

von
erstellt am 09.Mai.2016 | 17:18 Uhr

#aktivinsh: Unter diesem Hashtag läuft eine Aktion des sh:z auf Instagram. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise, unter anderem ein Mountainbike. Als Anregung veröffentlicht die Redaktion von shz.de im Frühjahr in loser Folge Vorschläge für Radtouren. Heute: eine sportliche Tour durch Angeln.

Von Glücksburg nach Kappeln durch Landesinnere und dann entlang der Schlei bis Maasholm, von dort aus küstennah zurück nach Glücksburg. Eine fantastisch schöne Strecke mit wunderbaren Ausblicken über Flensburger Förde, Geltinger Bucht und Schlei.

Basisdaten der Strecke:

Rund 112 Kilometer, rund 500 Höhenmeter

Charakteristik:

Sportliche Radfahrstrecke, rennradgeeignet, nahezu ausschließlich auf asphaltiertem Untergrund (ein kurzes Stück unbefestigt zwischen Kappeln und Maasholm), auf überwiegend verkehrsarmen Nebenstraßen.

Streckenprofil:

Durchweg hügelig, fast nie längere flache Streckenabschnitte. Teilweise kurze, aber knackige Anstiege mit mehr als fünf Prozent Steigung. Windanfällig. Bei starkem Westwind empfehlen wir die umgekehrte Reihenfolge, weil sonst der küstennahe Abschnitt sehr anstrengend werden kann.

Fahrzeit:

Reine Fahrzeit für geübte Rennradfahrer rund vier Stunden. Sportrad- oder E-Bike-Fahrer sollten mit sechs Stunden kalkulieren. Die Strecke lässt sich auch gut in zwei Tagesabschnitte unterteilen mit Übernachtung etwa in Kappeln oder Maasholm.

Empfohlene Pausenplätze:

Kappeln in der Fußgängerzone oder am Schleiufer, Maasholm, Pommerby („Möwe Jonathan“), Westerholz („Strandgut“), Langballigau

Streckenbeschreibung:

Start ist in Glücksburg am Schloss. Richtung Norden geht es zur einzigen Ampelkreuzung Glücksburgs. Dort rechts in die Bahnhofstraße. Durch Rüdeheck und Rüde, dort halblinks Richtung Ringsberg.

Unser Startort: das Glücksburger Schloss.

Unser Startort: das Glücksburger Schloss.

Foto: Joachim Dreykluft

Hinter Ringsberg geradeaus über die Nordstraße (B 199) hinweg. Die B199 ist die bestimmende Straße in Nordangeln. Auf unserer Tour werden wir sie selbst nur auf einem ganz kurzen Abschnitt befahren. Überwiegend dient sie uns dazu, den Autoverkehr von den kleinen Straßen fernzuhalten, die wir benutzen.

Nun durch die kleine Ortschaft Ranmark, bis wir kurz vor Süderholz durch ein Wäldchen fahren. In Süderholz endet die Straße. Dann links Richtung Husby.

Wäldchen bei Süderholz.

Wäldchen bei Süderholz.

Foto: Joachim Dreykluft
 

Nun geradeaus bis Husby und durch Husby hindurch, vorbei an Bahnhof und Kirche Richtung Sörup. Der Straße folgen bis zur Ortschaft Ausacker, dort Richtung Winderatt. Der dortige Winderatter See liegt abseits der Straße links. Dort lassen wir ihn heute auch liegen. An einem anderen Tag ist er ideal für einen Spaziergang.

Wir passieren die Bahnlinie und biegen kurz darauf in die Hardesbyer Straße links ab. Kurze Zeit später in die Kappelner Straße rechts. Bald sehen wir auf der linken Seite die Schwensbyer Mühle von 1883, wo tatsächlich noch gemahlen wird.

In Sterup am Kreisverkehr geradeaus, hier ist Kappeln schon ausgeschildert. Es folgt einer der anstrengenderen Abschnitte der Tour durch Esgrus und Oersberg. Nach Wittkiel windet sich die Straße hinauf.

Die Straße nach Wittkiel ist nicht das Stilfser Joch. Aber wer dieses Schild sieht, spürt die Beine.

Die Straße nach Wittkiel ist nicht das Stilfser Joch. Aber wer dieses Schild sieht, spürt die Beine.

Foto: Joachim Dreykluft
 

Bald ist mit Kappeln nach rund 45 Kilometern das erste Zwischenziel erreicht. Die Fußgängerzone oder die Gastronomie am Schleiufer bieten sich an für einen Zwischenstopp. Anschließend an der Schlei links halten und Richtung Norden fahren. Die Straße wird zu einem Fuß- und Radweg, der zwar nicht asphaltiert, aber gut zu befahren ist.

Kappeln an der Schlei. Hier speiste einst der TV-Landarzt.

Kappeln an der Schlei. Hier speiste einst der TV-Landarzt.

Foto: Joachim Dreykluft
 
Wahrzeichen von Kappeln: die Aal-Räucheröfen.

Wahrzeichen von Kappeln: die Aal-Räucheröfen.

Foto: Joachim Dreykluft

 

Anschließend mündet der Weg auf die Nordstraße, auf deren Radweg wir ein kurzes Stück rechts bis Rabel fahren müssen. Dann rechts abbiegen bis zu einem Bauernhof mit Wassergraben. Dort links dem ausgeschilderten Radweg folgen, der kurz darauf in einem unbefestigten Feldweg mündet. Rennradfahrer müssen hier etwas Geschick beweisen. Aber es sind nur zwei Kilometer bis Wulfsholz. Dort rechts über Wormshöft und Exhöft nach Maasholm.

Maasholm war einst eine Insel in der Schleimündung, ist heute aber trockenen Reifens zu erreichen. Die Ausblicke über das Wasser sind wunderbar, ebenso die Gäßchen.

Die Schlei in Maasholm.

Die Schlei in Maasholm.

Foto: Joachim Dreykluft

Zurück geht es nun ein kleines Stück des gleichen Weges bis Wormshöft. Dort rechts Richtung Norden bis Kronsgaard und Pommerby. Hier nähern wir uns dem Naturschutzgebiert Geltinger Birk mit den berühmten Wildpferden

Wildpferde in der Geltinger Birk.

Wildpferde in der Geltinger Birk.

Foto: Imago/epd

In Pommerby am Ortsausgang rechterhand befindet sich ein außergewöhnlicher Dorfgasthof. In der Möwe Jonathan wird authentisch schwäbisch gekocht. Empfehlung: Mit dem Auto wiederkommen, vorher reservieren. Die Versuchung, so viel zu essen, dass der Rückweg per Rad wegen Magenschwere gefährdet wäre, ist zu groß.

Der Gasthof „Möwe Jonathan“ in Pommerby.

Der Gasthof „Möwe Jonathan“ in Pommerby.

Foto: Joachim Dreykluft

Ab Gelting geht es noch einmal für einige Kilometer rechts auf den Radweg der Nordstraße. An der zweiten Möglichkeit rechts biegen wir ab Richtung Küste. Am Strandbad Norgaardholz ist im Sommer ein Sprung ins Meer möglich. Ansonsten ganzjährig ein herrlicher Ausblick über die Geltinger Bucht.

Vom Strandbad zurückkehrend rechts in die Straße Sternhöh, dann die erste rechts (Mittweg) Richtung Habernis und Neukirchen. Dort des Ausblicks wegen die Straße ganz geradeaus Richtung Meer.

Blick von Neukirchen Richtung Sonderburg in Dänemark.

Blick von Neukirchen Richtung Sonderburg in Dänemark.

Foto: Joachim Dreykluft

Nun 50 Meter zurück zur Straße, dort rechts. Sechs Kilometer lang geht es nun die Nordangelner Küste entlang. Wenn die Straße endet, rechts Richtung Westerholz. Dort die steile Straße bergab zum Strand. Das Schild zum Imbiss „Strandgut“ weist den Weg. Unten links weiter zwischen Strand und Campingplatz bis Langballigau. Wer glaubt, dass dänische Hotdogs etwas Köstliches sind, kommt hier auf seine Kosten. Das kleine Hafenörtchen ist ein beliebter Treffpunkt am Meer - vermutlich wegen des großen Parkplatzes.  

Nun zurück zur Hauptstraße, dann halbrechts durch Langballigholz, noch einmal einige Meter die Hauptstraße hoch, dann rechts zum Gut Freienwillen. Es geht nun durch eine herrliche Hügellandschaft.

ACHTUNG: Die Straßen hier sind sehr eng. Entgegenkommende Autofahrer sind nicht immer sehr aufmerksam. Auf den folgenden Kilometern bis zum Glücksburger Golfplatz bitte äußerst rechts und vorsichtig fahren.

Blick von Bockholmwik die Halbinsel Holnis entlang.

Blick von Bockholmwik die Halbinsel Holnis entlang.

Foto: Joachim Dreykluft
 

Wir befinden uns hier teilweise auf der Strecke des „Ostseeman“, eines Langdistanztriathlons alljährlich Anfang August. Wer die Steigung zum Wahrberg hochfährt (mit Anfeuerungen auf dem Asphalt) und sich vor Augen führt, dass nach 180 Kilometern Rad noch ein Marathon absolviert wird, weiß, was die Athleten leisten.

Ab Wahrberg sind wir auch wieder auf Glücksburger Gebiet. Nach einer weiteren kleinen Steigung endet die Straße. Hier rechts abbiegen Richtung Bockholm. Dort an der Kreuzung geradeaus, den Berg herunter und an der Straße Kobbellück links. Der Leuchtturm kommt in Sicht. Hier biegen wir links in die Straße Schausende.

Der Weg führt auf Betonplatten durch den Wald Friedeholz. Im anschließenden Wohngebiet lohnt sich ein Mini-Abstecher ans Meer bei „Elektro Erichsen“. Hier gibt es einen Blick auf die Innenförde mit Bademöglichkeit. Schausender Weg und Schwennaustraße folgen, dann rechts in die Paulinenalle. Linkerhand der Parkplatz zum Glücksburger Wildschweingehege mit Frischlingen.

Anschließend der Straße an der abknickenden Vorfahrt folgen, und schon ist mit dem Glücksburger Rathaus das Ziel erreicht. Herzlichen Glückwunsch!

Die GPS-Daten der Tour zum Download finden Sie hier.

 

 

 

 

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