zur Navigation springen

Die Ostsee im Blick : Schleswig-Holstein von oben: Spaziergänge mit Aussicht

vom

Schleswig-Holstein ist nicht gerade für seine Berglandschaft bekannt. Dabei haben unsere Hügel einen ganz besonderen Charme: Hier blickt man direkt vom Berg aufs Meer. Vier erhöhte Orte, zu denen sich der Aufstieg lohnt.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2017 | 04:00 Uhr

Spazieren unter Bismarcks wachsamen Augen im Naturpark Hüttener Berge

Die Hüttener Berge halten, was sie versprechen: Der Aufstieg ist steil, die Aussicht aber ist Lohn für alle Mühen. Hier im Städtedreieck Eckernförde, Rendsburg und Schleswig bietet die in der Eiszeit geformte einzigartige Endmoränenlandschaft tolle Ausblicke und ordentlich Balsam für die Seele. Wer reine Erholung sucht, ist hier an der richtigen Adresse und spaziert unter dem wachsamen Blick der Bismarck-Statue, die mit rund sieben Metern über der bewaldeten Landschaft thront.

Auf der fünf Kilometer langen Spazierstrecke kommen Freunde des Weitblicks voll auf ihre Kosten. Entlang des Aschbergs führt sie die Route durch den Wald und das Schoothorster Tal. Start ist ganz oben auf dem Aschberg, direkt am Parkplatz. Hier heißt es erst einmal durchatmen: Der Blick reicht bis zum Wittensee und sogar bis zur Ostsee. Die beste Aussicht haben Sie vom Turm der Globetrotter Lodge, den Sie kostenlos besteigen können. Hier gibt es sogar einen Fahrstuhl. Wenn Sie genügend Energie gesammelt haben, lassen Sie die Globetrotter Lodge links liegen und gehen am Bismarck-Denkmal, das übrigens im Jahr 1930 hier seinen Platz gefunden hat, vorbei. Folgen Sie dem Waldweg hinunter nach Silberbergen, Schilder weisen Ihnen den Weg. Auch informiert Sie ein Waldlehrpfad über die heimische Flora und Fauna. Unten an der Gabelung der Teerstraßen angekommen, biegen Sie nach links ab und gehen wieder in Richtung Aussichtsturm, den Sie schon von Weitem aus sehen können.

<p>Vom Aschberg aus blickt man weit über die Felder und Täler Schleswig-Holsteins.</p>

Vom Aschberg aus blickt man weit über die Felder und Täler Schleswig-Holsteins.

Foto: ETMG

Der Bungsberg: Hoch oben am höchsten Punkt Schleswig-Holsteins ist die Luft gut und die Aussicht weit

Hier, am Fuße des höchsten Berges Schleswig-Holsteins, entspringt gleichzeitig einer der längsten Flüsse des Landes: die Schwentine. Inmitten der Holsteinischen Schweiz ist es so bergig wie sonst nirgends in Schleswig-Holstein - daher auch der Name. Die Erhebungen sind zwar nicht mit den Schweizer Alpen zu vergleichen, bestechen dafür aber mit einer ganz besondere Sicht: auf die Ostsee, die mit ihren Wogen und Wellen in der Ferne blau glitzert.

Der kurze Spaziergang auf der eiszeitlichen Endmoräne beginnt am Parkplatz Gläserland. Vorbei am Fernmeldeturm kommen Sie zunächst in einen Wald. Die Route ist ganz schnell beschrieben: Folgen Sie einfach dem kleinen Felsen mit der Aufschrift „Bungsberg, 168m über NN“, dieser weist Ihnen mit einem Pfeil den Weg. Oben angekommen, lädt der kantige Gipfelstein auf der Kuppe des Bungsbergs zu Erinnerungsfotos ein. Wieder zurück am Fernmeldeturm belohnt ein nur über Treppen erreichbares Aussichtsplateau die Besucher. Hier befinden Sie sich nun ganze 179 Meter über dem Meeresspiegel mit Sicht über die Hügellandschaft der Holsteinischen Schweiz bis hin zur Ostsee. Blicken Sie zur Seite: Hier steht der rund 150 Jahre alte Elisabethturm. Auf die Kinder wartet außerdem ein Spielplatz. Tipp: Schneien Sie doch mal im Winter vorbei! Der Schlepplift macht den Berg zu Deutschlands nördlichstem Wintersportgebiet.

<p>Der Elisabethturm am Bungsberg ist rund 150 Jahre alt.</p><p> </p>

Der Elisabethturm am Bungsberg ist rund 150 Jahre alt.

Foto: Anika Nierhaus

Aufstieg auf Stormanns höchsten Hügel - den kleinen „Großen Hahnheider Berg“

Für die Route rund um die Hahnheide ganz in der Nähe von Trittau eignet sich ein Spaziergang auf den Großen Hahnheider Berg hervorragend, da hier gleichzeitig ein Aussichtsturm steht. Es könnte so schön Sinn machen, wäre da nicht der eine Meter, der den 99 Meter hohen „Großen Hahnheider Berg“ von seinem vermeintlich kleineren Bruder, den „Kleinen Hahnheider Berg“ (100 Meter hoch), unterscheidet. Wieso nun aber der „Große Hahnheider Berg“ so heißt, wenn er doch eigentlich kleiner ist als sein Bruder, weiß niemand so richtig. Und so geben wir uns gerne damit zufrieden, den kleinen „Großen Hahnheider Berg“ hinaufzusteigen und die wunderschöne Aussicht zu genießen.

Beim Spaziergang rund um den Großen Hahnheider Berg kommt ein weiterer Name hinzu: Der Turm „Langer Otto“ von 1974 wurde nach dem ehemaligen Trittauer Bürgermeister Otto Hergenhan benannt. Mittlerweile wurde er allerdings schon wieder abgerissen und durch einen neuen, 27 Meter hohen Turm ersetzt. 125 Stufen führen zur Aussichtsplattform, die über sanfte Hügel und Täler der Stormaner Schweiz und - bei bester Sicht - sogar auf Hamburger Kirchentürme blickt. Start unseres Spaziergangs ist der Waldparkplatz Waldeslust in Hamfelde. Folgen Sie zwischen der Einfahrt zum Parkplatz und der Bushaltestelle dem Weg in den Wald. Marschieren Sie los bis zum Hohenfelder Damm. Hier entdecken Sie die mittelalterliche Straße, die zum Teil noch mit uralten Steinen gepflastert ist. Nach einigen Kilometern gelangen Sie zu einem malerischen Fischteich. Machen Sie eine kurze Pause und genießen Sie die Stille des Waldes und die besondere Tier- und Pflanzenwelt des naturbelassenen Teiches. Eine weitere Wasserstelle wartet einige Minuten später auf Sie: der Mühlenbach, der Sie auf Ihrem Weg zum wahrlichen Höhepunkt der Tour begleitet. Nach einigen weiteren Metern durch den dichten Wald sind Sie auf dem Großen Hahnheider Berg mit seinem imposanten Turm angekommen. Sein Plateau ist gleichzeitig die höchstgelegenste Aussichtsplattform in ganz Schleswig-Holstein.

Eine detaillierte Wegbeschreibung finden Sie Hier.

<p>Der Lange Otto bietet einen faszinierenden über die Baumwipfel in die Stormarnsche Schweiz.</p>

Der Lange Otto bietet einen faszinierenden über die Baumwipfel in die Stormarnsche Schweiz.

Foto: Holger Schulz
 

Vom Pilsberg aus Gut Panker und die Ostsee im Blick

<p>111 Stufen müssen in dem achteckigen Turm überwunden werden, um ganz nach oben zu gelangen.</p>

111 Stufen müssen in dem achteckigen Turm überwunden werden, um ganz nach oben zu gelangen.

Foto: Hohwachter Bucht Touristik

Das 500 Jahre alte Gut Panker ist auch ohne Erhebung schon ein wunderbares Ausflugsziel. Die malerische Anlage lockt  Unternehmungslustige in die schöne Gemeinde und sorgt für staunende Blicke. Vor grünen Wiesen verzaubert das weiße Herrenhaus gemeinsam mit der Kapelle, dem alten Torhaus und den Stallungen immer wieder aufs Neue. Aber das ist noch längst nicht alles: Die berühmte Trakehnerzucht ist ebenso ein Ausflugsmagnet wie die Läden und Galerien auf dem bewohnten Hof. Ein weiteres Highlight der Region ist der 128 Meter in die Höhe ragende Pilsberg. Weitere 17 Meter in die Höhe geht es über den Aussichtsturm mit dem Namen Hessenstein, der bei bestem Wetter einen einmaligen Ausblick über Kiel und Fehmarn bis hin zu den dänischen Inseln bietet. Nicht nur Urlaubsgäste der Hohwachter Bucht genießen diesen Weitblick.

Der Spaziergang beginnt gleich mit dem Höhepunkt der Tour: dem Turm Hessenstein. Ob Sie gleich zu Beginn den Ausblick genießen oder ob Sie sich nach dem Spaziergang damit belohnen, bleibt ganz Ihnen selbst überlassen. 111 Stufen müssen Sie in dem achteckigen Turm erklimmen, um zu Ihrem Ziel zu gelangen. Von Kiel bis Fehmarn und sogar über die Ostsee bis hin zu den dänischen Inseln reicht die Sicht bei bestem Wetter. Und auch der höchste Berg Schleswig-Holsteins, der Bungsberg, ist von hier aus zu sehen. Ein besonderes Schauspiel bieten die farbigen Fenster des Turms, durch die die Landschaft besonders bei Sonnenuntergang in den schimmernsten Farben erstrahlt. Gegen einen Aufstieg, der übrigens einen Euro kostet, zu späterer Stunde spricht also nichts. Für Ihren Spaziergang gehen Sie schließlich um den Turm herum und folgen dem gekennzeichneten Wanderweg am Waldrand entlang. Der Weg führt Sie durch den dichten Wald, vorbei an wunderbaren Fotospots mit Blick über die Ostsee und plätschernden Bächen mit waldeigener Flora und Fauna.

 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen