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#aktivinsh : Pinneberger Künstlerinnen stellen in Kiel aus

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Die Werke von Karin Daum, Anna Goldmund, Rosa Hipp und Susanne Klena sind derzeit in der Landeshauptstadt zu sehen.

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erstellt am 10.Jul.2017 | 04:00 Uhr

Die Ausstellung unter dem Motto „Vier aus dem Kreis Pinneberg“ ist derzeit in Kiel zu sehen. Die Künstler Karin Daum, Anna Goldmund, Rosa Hipp und Susanne Klena präsentieren dort ihre Werke im Brunswiker Pavillon. Knapp 30 Kunstobjekte sind es, die die vier Frauen aus dem Kreis Pinneberg, im Zuge einer Ausstellung des Bundesverbands Bildender Künstler (BBK) zeigen.

Die Ausstellung „Vier aus dem Kreis Pinneberg“, die vom Landesverband des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler organisiert wurde, ist noch bis Sonntag, 16. Juli, in Kiel zu sehen. Ausstellungsort ist der Brunswiker Pavillon, Brunswiker Straße 13, in Kiel. Die Ausstellung ist dienstags bis donnerstags von 10 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 16 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei.

„Wir haben uns sehr gefreut, die Präsentation gemeinsam mit Drostei-Chefin Stefanie Fricke, Kreispräsident Burkhard Tiemann und dem BBK-Chef Anders Petersen zu eröffnen“, sagt Anna Goldmund. Die Wedelerin selbst ist mit zwei Objekten, einer Installation und mehreren Bildern vertreten. „Das Versteckte oder Unsichtbare zu offenbaren und ihm trotzdem seine Intimität zu lassen, ist für mich essentiell und mit meiner speziellen Technik möglich“, erläutert Goldmund. Es geht ihr darum, den Kunstinteressierte nicht in eine andere Wirklichkeit, sondern in die Realität der emotional erfahrbaren Wirklichkeit zu versetzen. Bei allen ihren Werken beschäftigt sich das Vorstandsmitglied des Fördervereins Reepschlägerhaus mit Themen wie Tod, Umwelt und Spiritualität. Das Spannungsfeld zwischen Kräften der Zerstörung und der Selbstheilung spielt dabei eine besondere Rolle.

Die mit drei Werken vertretene Karin Daum setzt sich ebenfalls mit dem menschlichen Sein auseinander. Die Schenefelderin zeigt derzeit in Kiel eine Installation, eine Audio-Installation und ein Ölbild. Die Installation ist eine in einem schwarzen Tuch verhüllte Stele, die mit dicken Tauen fest verschnürt ist. Lediglich ein kleiner Bereich des verhüllten Monolithen ist sichtbar. Der freie Teil der Stele zeigt in einer an eine Geheimsprache erinnernden Schrift, der Mathematik und Chemie das heutige Verständnis unseres Seins. Warum sind wir hier? Mit diesem von Daum aufgenommenen Ansatz beschäftigt sich der Mensch seitdem er denken kann. Bei Daums Audio-Installation geht es um die zunehmende Unfähigkeit des Menschen zu kommunizieren, die letztendlich in schreiender Sprachlosigkeit endet. Gegenstand des thematisch an Edward Hopper anlehnenden bildnerischen Werks ist der isolierte Mensch in der heutigen Zeit.

Dies ist eines der Werke, die in Kiel zu sehen sind.
Dies ist eines der Werke, die in Kiel zu sehen sind. Foto: Frauke Heiderhoff
 

Susanne Klena trägt zu Ausstellung acht Bilder und eine Objektgruppe bei. „Wichtig für mich ist das Sehen, Beobachten und Festhalten eines bestimmten Moments“, sagt die Uetersenserin. Mit ihren Werken verleiht sie ihren Erlebnissen Ausdruck und zwar auf Leinwand, Papier und speziell in dieser Ausstellung auf Holz. Der Künstlerin gehe es dabei nicht um ein möglichst realistisches Abbild. Sie ziele vielmehr darauf ab, die gesehene und gefühlte Stimmung einzufangen. Landschaft und Menschen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.

Die Uetersenerin Rosa Hipp ist mit neun abstrakten Collagen vertreten. Sie bestehen aus mehreren miteinander verklebten Bildteilen aus Papier auf textilem Untergrund. Sie verwendet mitunter auch selbst geschöpfte Papiere. Die Stadt Venedig ist eine ihrer Inspirationsquellen. Die Werke zeigen mosaikartige leuchtende, sich zu Landschaften und Stadtansichten mit maritimen Elementen zusammensetzende Farbfelder. Kalligrafische Zeichen sind zudem sichtbar, die mit der Bildkomposition verschmelzen.

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