Youtube-Kanal „Die Fahrrad-Fanatiker“ : Parkende Autos und Sicherheitsabstand: Warum Schutzstreifen so gefährlich sind

Eine Autotür wird geöffnet, ohne auf den Radfahrer zu achten. Schnell entsteht eine gefährliche Situation auf dem Schutzstreifen.

Eine Autotür wird geöffnet, ohne auf den Radfahrer zu achten. Schnell entsteht eine gefährliche Situation auf dem Schutzstreifen.

Auf ihrem Youtube-Kanal erzählen Götz und Gerrit, warum auf Schutzstreifen immer ein mulmiges Gefühl mitfährt.

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08. April 2019, 11:00 Uhr

Flensburg | Entlang vieler Straßen finden sich sogenannte Schutzstreifen für Radfahrer. Das sind durch gestrichelte Linien von der Fahrbahn abgetrennte Bereiche, auf denen Radfahrer sicherer auf Straßen fahren sollen. Die Fahrrad-Fanatiker und Youtuber Götz und Gerrit haben allerdings eines von vielen Beispielen ausgegraben, wo der vermeintliche Sicherheitsbereich ganz schnell zur Gefahr werden kann. Das Problem: sich öffnende Autotüren und der Überholabstand von Autos.

Schutzstreifen oder Radfahrstreifen – was ist was?

Wie im Video zu sehen, ist ein Schutzstreifen ein durch eine gestrichelte Linie abgetrennter Bereich der Fahrbahn, der durch Fahrrad-Piktogramme gekennzeichnet ist. Er ist Teil der Fahrbahn. Autos dürfen auf Schutzstreifen nicht parken und nur ausnahmsweise fahren, wenn sich beispielsweise zwei Busse oder Lkw begegnen. Die Breite ist in der Regel so gewählt, dass zwei Autos aneinander vorbeifahren können, ohne die gestrichelte Linie zu überfahren.

Ein wesentlicher Vorteil des Schutzstreifens ist unter anderem die bessere Sichtbarkeit der Radfahrer für den motorisierten Verkehr. Nachteile sind oftmals parkende Autos auf den Schutzstreifen sowie die im Video angesprochenen Probleme mit dem Überholabstand und rechts vom Schutzstreifen in Längsrichtung parkende Autos. Der Überholabstand (Paragraf 5, Abs. 4 S.2 der StVO) sollte 1,5 bis zwei Meter betragen.

Der Radfahrstreifen ist durch eine durchgezogene Linie und Fahrradpiktogramme von der Fahrbahn getrennt. Auch vom Fahrbahnrand können sie durch Linien abgetrennt werden. Autos dürfen auf Radfahrstreifen weder fahren, halten oder parken.

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Über uns

Götz ist 39 Jahre alt und hat ein Faible für Lastenräder. Nach unserem ersten Test hat er sich eines in selektierten Einzelteilen bestellt und über Wochen zusammengeschraubt. Er ist Land-Stadt-Pendler und legt täglich 2x15 Kilometer zur Arbeit nach Flensburg zurück. Damit kommt er auf eine stattliche Jahreskilometerzahl. Götz lebt seit dem Jahr 2000 autofrei.

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Gerrit ist mit seinen 33 Jahren noch einige Kilometer hinter Götz unterwegs, pendelt aber ebenfalls fast ausschließlich mit dem Rad. Das sind zwar nur zwölf Kilometer am Tag, dafür geht es in der Freizeit auf etliche Extrarunden auf dem Rennrad. Das Auto würde er gerne abschaffen, aber ab und an ist er noch darauf angewiesen.

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Für uns ist Fahrradfahren mehr Leidenschaft als Mittel zum Zweck. Im besten Fall soll der Youtube-Kanal „Die Fahrrad-Fanatiker“ natürlich Spaß machen und Leute dazu animieren, öfter mal auf das Rad umzusteigen. Natürlich werden wir auch aufzeigen, woran es in Sachen Infrastruktur für Radfahrer im Norden noch hapert – das aber selbstverständlich mit unserer ganz eigenen Herangehensweise.

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