#aktivinsh : Mit Drumsticks und Gymnastikball: „Drums Alive“ als Ganzkörperworkout

<p>Auspowern und Spaß haben: Martina Baumann (3. v. rechts) gibt die Kommandos.</p>

Auspowern und Spaß haben: Martina Baumann (3. v. rechts) gibt die Kommandos.

Es muss nicht immer Zumba oder oder Pilates sein: Bei „Drums Alive“-Fitness kann man sich bei fetziger Musik und mit Trommeleinlagen auspowern. Unsere Redakteurin hat den Trommelsport ausprobiert.

shz.de von
18. August 2018, 03:57 Uhr

Die Vorstellung, mit zwei Trommelstöcken auf einen Gymnastikball zu schlagen, klingt zunächst kaum nach einem Sport, bei dem man richtig ins Schwitzen kommt. Doch ich wurde eines Besseren belehrt: In der Gruppe und zu Powermusik, kombiniert mit einfachen Aerobic-Elementen und peppiger Choreographie wird „Drums Alive“ zum schweißtreibenden Spaßevent. Was von einer amerikansichen Fitnesstrainerin nach einer Hüftoperation als persönliches Aufbautraining entwickelt wurde, gehört inzwischen zum festen Angebot in Sportvereinen und nimmt Einzug in Kindergärten und Schulen.

<p>Der Sport fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern stärkt gleichzeitig auch das Rhythmusgefühl. </p>
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Der Sport fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern stärkt gleichzeitig auch das Rhythmusgefühl.

 

Es ist die Koordination von Auge, Ohr und Bewegung, die „Drums Alive“ so einzigartig macht. Das Ganzkörper-Workout soll Körper und Geist gleichermaßen fördern, durch die ständige Bewegung maximal Fett verbrennen, Muskeln aufbauen, Herz und Kreislauf trainieren, Koordination und Konzentration fördern und noch dazu Spaß bringen. „,Drums Alive' ist purer Stressabbau“, verspricht Martina Baumann, „denn beim Trommeln denkt man an nichts.“ Sie selbst stieß vor Jahren während einer Rehamaßnahme eher zufällig auf den neuen Trommelsport und war begeistert. Als zertifizierte Kursleiterin drummt sie inzwischen nicht nur mit Erwachsenen, sondern auch mit Kindern.

Draufhauen und Spaß haben

Als Sport für jeden und für jedes Alter soll der Einstieg ohne Vorkenntnisse gelingen. Zwischen Eltern und Kindern wage also auch ich mich an die Sticks. Die Kommandos sind einfach und erklären sich von selbst. Doch in der Abfolge ist Konzentration angesagt. Bei ausgewiesener Rechts-Links-Schwäche machen mir die Trommelschläge über Kreuz mächtig zu schaffen. Mit der Musik erhöht sich das Tempo. Ich gerate aus dem Takt und finde erstaunlich schnell wieder zurück. Ganz plötzlich ist es dann da - das Gefühl für die Bewegung und den Rhythmus. Ich denke nicht mehr. Ich trommle und der Rhythmus trommelt mich.

„Drums Alive“ lebt vom Mitmachen, vom Loslassen und von der Dynamik der Gruppe. Der einzelne Drummer ist immer auch Teil der Gruppe, in der jeder seinen Rhythmus findet, der die Gruppe in Bewegung und im Takt hält. Am Ende bin ich ausgepowert und fröhlich, wie Waltraud aus der Erwachsenengruppe es prophezeit hat. Mir sind die Sticks nicht aus den Händen gefallen. Mein Ball ist nicht aus der Ballschale gesprungen und durch die Halle gehüpft. Meinen Muskelkater werde ich erst am nächsten Tag spüren und mein Stresspegel liegt bei Null. Zum Abschluss drummen wir ‚We will rock you’ und ich fühle mich wie ein Champion.

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