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#aktivinsh : Mit dem Teleskop zur Sternschnuppennacht

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Karl Engeldinger machte seine Leidenschaft für die Astronomie nach der Pensionierung zu seiner neuen Aufgabe. Am 12. August ab 19 Uhr lädt er auf den Flugplatz Tornesch zum Sternschnuppen-Beobachten.

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Quickborn | Sein im Quickborner Tageblatt veröffentlichtes Foto vom leuchtenden Abendhimmel mit Regenbogen hat ein beachtliches Echo gefunden und ist auf Facebook fleißig geteilt worden. Doch nicht nur der Himmel am Tage oder Abend ist Karl Engeldinger vertraut, sein großes Interesse gilt dem nächtlichen Sternenhimmel. Mit seinem Spiegel-Teleskop unternimmt er bei guter Sicht oft spannende Ausflüge ins Weltall.

Diese Leidenschaft begann bereits im 13. Lebensjahr, als er ein Fernrohr von „Kosmos“ als Bausatz bekam. „Mein erster Blick zum Mond faszinierte mich so sehr, dass die Astronomie mich nicht mehr losließ. Die Neugier für alles, was in der Natur passiert und warum, bestimmte meinen Werdegang“, erinnert sich Karl Engeldinger. So war es später dann eine andere Naturwissenschaft, die Chemie, die er nach dem Studium der Chemietechnik zu seinem Beruf machte. Aus der Freude an chemischen Experimenten entstand die ernsthafte systematische Forschung in verschiedenen Industriezweigen, so bei der Entwicklung von Waschmitteln oder der Erfindung neuartiger Klebstoffe.

Zahlreiche Veröffentlichungen und Patente waren das Resultat. Kein Wunder, dass Schulleiter Michael Bülck vom Elsensee-Gymnasium sofort Interesse für den Experten zeigte, als dieser nach seiner Verabschiedung ins Rentnerdasein nach ehrenamtlichen Herausforderungen suchte. Im März 2013 wurde nach Rücksprache mit den Fachlehrern eine Astronomie-AG für Schüler aus den 5. und 6. Klassen gegründet, die bis heute besteht. Außer einer Einführung in die Sternkunde vermittelt der ehrenamtliche Dozent auch praktisches Kenntnisse. „Wir bauen uns ein Fernrohr, wie es Galileo einst benutzte, befassen uns mit der Raumfahrt oder besuchen die Tornescher Sternwarte, in der ich als Vorstandsmitglied im Trägerverein mitwirke“, sagt Engeldinger.

Es sei Zufall gewesen, dass er nach seiner aktiven Berufstätigkeit von der Eröffnung dieser Sternwarte auf dem Dach der Klaus-Groth-Gesamtschule in Tornesch erfuhr, übrigens der einzigen im Kreis Pinneberg. „Dort engagierte ich mich frühzeitig bei der Himmelsbeobachtung und mit öffentlichen Vorträgen.“ In seiner Bescheidenheit erzählt er nicht, dass er gemeinsam mit zwei Vorstandskollegen des Tornescher Vereins inzwischen mit dem Miethke-Förderpreis der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft für eine Wettbewerbsarbeit ausgezeichnet wurde. Wie berichtet, trägt sie den Titel „Die Mondfinsternis vor 315 Jahren, beobachtet in Kiel und Hamburg“.

Astronomie, so Engeldinger, sei „kein Buch mit sieben Siegeln“. Im Gegenteil: „Unser Astro-Verein legt großen Wert darauf, das Interesse für die wissenschaftliche Sternenkunde zu fördern. Eine besonders attraktive Veranstaltung ist unsere jährliche Sternschnuppen-Beobachtung auf dem Flugplatz in Tornesch, Schäferweg 35. Der Eigentümer hat uns gestattet am Sonnabend, 12. August, ab 19 Uhr, den Platz zu nutzen. Wir werden Teleskope für Beobachtungen aufbauen, wer ein eigenes Teleskop besitzt, sollte es gerne mitbringen.“ Zum Beginn des Abends, ab 19 Uhr, wird der Grill angeworfen, Getränke stehen auch zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind erwünscht.

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