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Aktion #Aktivinsh : Mit dem Rad von Flensburg nach Sonderburg – Ein Landschaftstraum

vom
Aus der Onlineredaktion

Radtour-Vorschläge aus der Redaktion von shz.de: Heute geht es von Flensburg nach Sonderburg. Eine Route zum Verlieben.

Flensburg | #aktivinsh: Unter diesem Hashtag läuft eine Aktion des sh:z auf Instagram. Als Anregung veröffentlicht die Redaktion von shz.de im Frühjahr in loser Folge Vorschläge für Radtouren. Heute: eine „aussichtsreiche“ Tour nach Sonderburg in Dänemark.

 

Basisdaten der Strecke:

Rund 90 Kilometer (hin- und zurück) und 630 Höhenmeter.

Charakteristik:

Sportliche Radfahrstrecke, die sich aber auch gemütlich bewältigen lässt und Raum für Abstecher bietet. Die gesamte Route führt auf befestigten, asphaltierten Wegen teils entlang der Hauptrouten, teils auf Nebenstrecken nach Sonderburg.

Streckenprofil:

Durchweg hügelig mit leichten und mittleren Steigungen, aber auch längere flache Abschnitte. Die Strecke ist in beide Richtungen windanfällig (West- und Ostwind) und daher an Tagen mit leichtem oder keinem Wind empfehlenswert, da die Steigungen sonst sehr anstrengend werden können.

Fahrzeit:

Mit dem Tourenrad sollten geübte Radler eine reine Fahrzeit von etwa 4,5 Stunden einplanen. Mit Pausen, Zwischenstopps und kleineren Abstechern links und rechts der Straße sollten mindestens sechs Stunden eingeplant werden. Mit dem Rennrad verkürzt sich die Fahrzeit entsprechend. Die Strecke lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen. Eine Übernachtung in Sonderburg oder Umgebung ist möglich.

Empfohlene Pausenplätze/Sehenswürdigkeiten an und nahe der Strecke:

  • Internierungslager Frøslev (Die Gedenkstätte erinnert an das Lager für politisch Gefangene während der NS-Zeit)
  • Kollund Mole (Hier gibt es einen schönen Ausblick auf die Flensburger Förde)
  • „Annies Kiosk“ in Süderhaff (Sønderhav) (Hier gibt es den besten Hotdog in der Region)
  • Rinkenæs Kreuzkirche (Malerisch gelegen mit Blick auf die Förde)
  • Klappbrücke in Egernsund (Hier verkehren vor allem in den Sommermonaten Segler)
  • Schloss Gravenstein (Das in Gråsten gelegene Schloss ist die Sommerresidenz des dänischen Königshauses)
  • Kirche in Broager (Der Doppelturm ist Wahrzeichen und weithin sichtbar)
  • Ziegelei Cathrinesminde (Das Museum Cathrinesminde zeigt die Geschichte der ehemaligen Ziegelei)
  • Vemmingbund Strand (Der weite Sandstrand lädt zum Entspannen ein)
  • Düppeler Schanzen und Geschichtszentrum (Hier kann man auf den Spuren der Geschichte des deutsch-dänischen Krieges wandeln)
  • Sonderburg Hafen/Sonderburg Schloss
  • Kupfermühle bei Flensburg (Die kleine Siedlung hat sich um das Hammerwerk entwickelt, wo bis 1962 Kupfer und Messing verarbeitet wurde)

Streckenbeschreibung:

Start ist in Flensburg an der Exe. Der zentrale Platz eignet sich als Ausgangspunkt für alle, die mit dem Auto bis nach Flensburg reisen. Der Wagen kann dort kostenfrei abgestellt werden. An der B199 entlang geht es zunächst bis zum Citti-Park und weiter auf den Ochsenweg in Richtung Pattburg (Padborg). In Pattburg führt die Route durch ein typisch dänisches Industrie- und Gewerbegebiet nahe der Autobahn. Rechts auf dem Tondernweg (Tøndervej) geht es in Richtung Krusau (Kruså) und danach auf den Fjordvej nach Kollund.

Die szenische Route entlang der Nebenstrecke nach Sonderburg begeistert mit malerischen Landschaftsbildern. Felder, Wiesen, Förde, Bauernhöfe, Reetdachkaten: Auf der hügeligen Strecke bis nach Rinkenis (Rinkenæs) lohnt sich die eine oder andere Pause. Die Radwege sind gut ausgebaut und vor allem auf dänischer Seite in tadellosem Zustand. Wer eine Stärkung braucht, der kann bei Annies Kiosk halten und einen Hot Dog oder ein Softeis essen.

Viele Einheimische und Touristen schwören auf Annie's Kiosk.
Viele Einheimische und Touristen schwören auf Annie's Kiosk. Foto: Hencke

Mit Blick auf die Ochseninseln ist Süderhaff eine Pause wert.

Blick von Süderhaff auf die Ochseninseln.
Blick von Süderhaff auf die Ochseninseln. Foto: Hencke

Beliebtes Fotomotiv ist die Kirche in Rinkenis, die mitten im Grünen – im Hintergrund die Förde – leuchtend weiß emporragt. Das Schloss in Gravenstein und die Brücke über den Egernsund in Richtung Broacker (Broager) sind prädestiniert für Zwischenstopps.

Bei gutem Wetter sind die Aussichten umso schöner. Hier ein Blick auf die Ochseninseln.
Bei gutem Wetter sind die Aussichten umso schöner. Hier ein Blick auf die Ochseninseln. Foto: Hencke

Entlang der Route ist die romanische Kirche in Broacker immer wieder sichtbar. Sie markiert die Schlussetappe nach Sonderburg. Ihr gotischer Doppelturm ist eines der markantesten Bauwerke an der Förde. Von hier aus ist auch ein Abstecher in das alte Ziegeleimuseum in Cathrinesminde südlich von Broacker möglich. Hier wurden von 1732 bis 1968 Ziegel hergestellt. Seit 2007 ist die Ziegelei als nationales Industriedenkmal gelistet und als Industriemuseum erhalten geblieben.

Die Kirche in Broacker ist weithin sichtbar.
Die Kirche in Broacker ist weithin sichtbar. Foto: Hencke
 

Von Broacker aus lässt sich auch einer der schönsten Strände an der Flensburger Förde besuchen. In Vemmingbund erstreckt sich ein weißer Sandstrand, es gibt ein Café und einen Imbiss.

Von den Düppeler Schanzen aus ist die Sicht bei gutem Wetter sensationell.
Von den Düppeler Schanzen aus ist die Sicht bei gutem Wetter sensationell. Foto: Hencke
 

Wer sich die Abstecher spart, fährt von Broacker direkt weiter nach Sonderburg. Am Kreisverkehr geht es rechts in Richtung Düppeler Anhöhe (Dybbøl Banke) weiter. Nach einem letzten Anstieg liegen auf dem Berg die Düppeler Schanzen sowie das Geschichtszentrum. Hier kann man die dramatischen Tage während des Krieges 1864 und alles Wichtige über die Schlacht zwischen Dänemark und Deutschland erfahren.

Bergab und das Ziel vor Augen.
Bergab und das Ziel vor Augen. Foto: Hencke
 

Von Düppel geht es dann schnell bergab nach Sonderburg. Über eine Nebenstrecke bekommt man einen wunderschönen Blick auf Sonderburg und den Alsensund. Die Stadt liegt sowohl auf der Insel Als, als auch auf dem Festland. Über die 331 Meter lange König-Christian-X.-Brücke erreicht man den auf der Insel gelegenen Teil der Stadt. Die Klappbrücke ist im Sommer regelmäßig in Betrieb, und ermöglicht den Schiffsverkehr durch den Alsensund. Wahrzeichen der Stadt sind die historische Sankt-Marie-Kirche, die auf einer Anhöhe hinter der Brücke liegt, sowie das Sonderburger Schloss.

Am Ziel in Sonderburg: Links die König-Christian-X.-Brücke, rechts die Hafenpromenade.
Am Ziel in Sonderburg: Links die König-Christian-X.-Brücke, rechts die Hafenpromenade. Foto: Hencke
 

Die Stadt ist ebenfalls Standort der Syddansk Universitet (Alsion). Entlang der Hafenpromenade rechts der Klappbrücke zeigt sich das historische Sonderburg. Auf der anderen Hafenseite gegenüber dem Alsion hält moderne Architektur Einzug. In den kommenden Jahren entstehen hier ein Kongresshotel, welches den Namen „Alsik“ bekommen soll sowie ein Multikulturhaus.

Baustelle für die nächsten Jahre: Der alte Speicher wird saniert und ein Erweiterungsbau kommt hinzu. Ebenfalls an der Hafenpromenade entsteht ein Hotel mit sonderbarer Architektur.
Baustelle für die nächsten Jahre: Der alte Speicher wird saniert und ein Erweiterungsbau kommt hinzu. Ebenfalls an der Hafenpromenade entsteht ein Hotel mit sonderbarer Architektur. Foto: Hencke

Die Pläne für das „halbe U“ wurden bereits 2015 veröffentlicht.

Das Hotel nebst Wellnessbereich wird als „halbes U“ gebaut.
Das Hotel nebst Wellnessbereich wird als „halbes U“ gebaut. Foto: Henning Larsen Architects
 

Mitten im alten Stadtkern erhebt sich „Borgen“, ein Shoppingcenter. Dort finden sich viele Geschäfte und Wohnungen. Die kurze Fußgängerzone lädt zum Flanieren ein.

Bevor es auf die Rückreise geht, kann man sich direkt an der Hafenpromenade mit Eis, Hotdogs oder Hamburgern stärken. Auf der Rücktour lässt sich ab Rinkenis immer wieder die Werft der Flensburger-Schiffbau-Gesellschaft an der Hafeneinfahrt nach Flensburg erkennen. Das Ziel vor Augen, radeln sich die letzten 15 Kilometer dann ganz von allein. Über Kupfermühle, Wassersleben und die Flensburger Hafenspitze geht es dann zurück zur Exe.

Die GPS-Daten der Tour zum Download finden Sie hier.

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erstellt am 15.Jun.2016 | 08:12 Uhr

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