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rad & tour durch St. Micheaelisdonn : Mit dem Fahrrad Dithmarschen erkunden

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Wo in Dithmarschen die Marsch zur Geest ansteigt, lässt sich hervorragend Rad fahren und die Natur genießen. Die Strecke rund um St. Michaelisdonn bietet landschaftlich viel Abwechslung und wunderschöne Ausblicke.

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erstellt am 14.Mai.2017 | 07:00 Uhr

Unsere Tour durch die Dithmarscher Geestgemeinde St. Michaelisdonn beginnt am Bahnhof des beschaulichen Ortes. Durch die Bahnhofstraße, den Schwarzen Weg und die Poststraße steuern wir auf die Hoper Mühle zu. Edda wurde 1842 erbaut, trägt ihren heutigen Namen aber erst seit 1959. Der Donner Heimat- und Mühlenverein kümmert sich um das malerisch gelegene Wahrzeichen der Gemeinde, an dem es jedes Jahr zu Pfingsten am Deutschen Mühlentag ein buntes Programm gibt.

Nachdem wir den Ausblick genossen haben, führt unsere Route durch die Klaus-Groth-Straße über die Hoper Straße nach Hopen. Dieser Straße folgen wir, bis wir einen Wanderweg erreichen, auf den wir nach links abbiegen. Jetzt geht es bergan. Doch die Mühe wird belohnt.  Wer mag, kann am Bismarckstein eine kleine Pause einlegen. Tisch und Bänke laden dazu ein. Es öffnet sich von hier aus ein schöner Blick vom Geestrand in die tiefer gelegene Marsch. Der Findling, gewidmet dem „Eisernen Kanzler“ Fürst Otto von Bismarck, wurde beim Bau des Nord-Ostsee-Kanals gefunden und über Hochdonn auf den Klev, den Geesthang, geschafft. Im Jahr der Errichtung 1915 ein Kraftakt – der Koloss wiegt 25 Tonnen. Ein weiterer Aussichtspunkt findet sich nur ein Stückchen weiter. Auch hier lädt eine Sitzbank zum Verweilen ein. Aber wir sind ja noch am Anfang unserer Tour und daher treten wir wieder in die Pedale. Der Wanderweg, dem wir immer noch folgen, führt uns zum Hoper Flugplatz. Zunächst müssen wir aber dem Zaun folgen. Wir passieren den Campingplatz Hohenkamp und die Gaststätte Fliegerklause. Je nach Jahreszeit bietet sich hier die Gelegenheit, Segelfliegern beim Start mit der Seilwinde zuzuschauen oder den Betrieb beim Dithmarscher Luftsportverein zu beobachten. Sportlich geht es auch in der Nachbarschaft zu. Denn dort findet sich eine landschaftlich attraktive Golfanlage. Aber wir wollen radeln und schlagen den Weg nach Kuden ein, dem beschaulichen Dörfchen zwischen St. Michaelisdonn und Buchholz.

<p>Fliegende Oldtimer wie die russische Maschine Antonow-2 konnten Besucher schon beim Flugtag auf dem Flugplatz Hopen bewundern.</p>

Fliegende Oldtimer wie die russische Maschine Antonow-2 konnten Besucher schon beim Flugtag auf dem Flugplatz Hopen bewundern.

Foto: Michael Ruff
Während wir entspannt entlang der beschaulichen Burger Au rollen, haben wir schon fast die Hälfte unserer Tour geschafft und folgen dem Fluss bis in die Nähe der Ortschaft Buchholz. Von dort führt uns der Weg weiter durch den Forst Christianslust und damit bereits auf die Schlussetappe unserer Rundfahrt. Das größte Waldgebiet Dithmarschens ist ein privatisierter ehemaliger Staatsforst. Wir fahren hier zwischen den Schatten spendenden Bäumen bis zur sogenannten Sechs-Wege-Kreuzung. Dort halten wir uns halb links Richtung St. Michaelisdonn und Hopen.

 

<p>Die Tour führt 26,7 km lang von St. Michaelisdonn über Friedrichsdorf, Kuden, das Buchholzer Moor und Buchholz weiter nach Christianslust und Hopen zurück an den Startpunkt.</p>

Die Tour führt 26,7 km lang von St. Michaelisdonn über Friedrichsdorf, Kuden, das Buchholzer Moor und Buchholz weiter nach Christianslust und Hopen zurück an den Startpunkt.

Foto: Magazin rad & tour, Ausgabe 2016/2017

Nachdem wir erneut eine Schranke passiert haben, verlassen wir die Waldwege und gelangen wieder auf eine Teerstraße. Nach einigen Kilometern über die Alte Landstraße und den Feldrain erreichen wir wieder die Wohngebiete von „St. Michel“, wie viele Einheimische den Ort liebevoll nennen. Beinahe schon ist unsere Tour vorbei, der Bahnhof nicht weit. Doch zuvor lohnt es sich noch, ganz kurz in die Meldorfer Straße abzubiegen. Denn dort findet sich ein museales Kleinod: Europas drittgrößtes Freimaurermuseum. Es empfiehlt sich, schon vor dem Start der Radtour nach den Öffnungszeiten zu fragen. Geöffnet ist an jedem ersten Sonnabend im Monat, andere Besichtigungstermine sind auf Wunsch möglich. Zu verfehlen ist die Sammlung, die sich mit dem oft geheimnisumwitterten Freimaurertum befasst, nicht. Das Museum ist in dem markanten roten Gebäude der ehemaligen Schule Westorf untergebracht. Zehn Brüder der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland erwarben das Haus 1979 und bauten dort die Sammlung aus, die heute rund 5 500 Exponate umfasst.

Anschließend ist es nicht mehr weit zu unserem Ziel, dem St. Michaelisdonner Bahnhof: Wir fahren das kurze Stück zurück zur Burger Straße, biegen dort rechts ein und hinter dem Bahnübergang nach links in die Bahnhofstraße.

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