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#AKTIVINSH : Fünf Tipps: So finden Sie den passenden Wanderschuh

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Wer sich zu Fuß zum großen Abenteuer aufmacht, sollte gut besohlt sein.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2017 | 08:15 Uhr

Berge erklimmen, Wälder durchlaufen, bis zum Horizont blicken und den Alltagsstress hinter sich lassen - Wandern liegt im Trend. „Rund 69 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung reizt es, selbst einmal den Rucksack zu packen und sich abseits von Auto, Bus und Bahn ins Abenteuer zu stürzen“, weiß Jens Kuhr, Pressesprecher des Deutschen Wanderverbands. Genauso wichtig wie Karte und Kompass sind dabei die richtigen Wanderschuhe. Folgende Tipps helfen, das passende Schuhwerk für die Tour zu finden.

Die wichtigste Frage zuerst: Wohin geht die Reise?

Zunächst gilt es, sich über die Route zu informieren. Wie ist der Untergrund beschaffen? Geht es zum größten Teil über Wiesen, Wälder, Erde oder kleine Steinchen, vielleicht sogar in die Stadt? Das Gelände entscheidet über das Schuhwerk. Wer eine leichte Wanderstrecke auswählt, dem genügen oft schon sportlich-niedrige Schuhe. Für Touren mit kleinen Bergen eignen sich Wanderschuhe, die mittelfest sind und bis zum Knöchel reichen. Das Hochgebirge wiederum stellt besondere Anforderungen. Hier braucht es hohe und steife Schuhe, an denen sich auch Steigeisen befestigen lassen.

Tipp zwei: Mit Socken nachmittags die richtige Größe ermitteln

Wer Wanderschuhe kaufen will, sollte schon bei der Anprobe die Wandersocken anziehen, die später auch bei der Tour getragen werden. Zudem empfiehlt es sich, nicht gleich morgens nach dem Frühstück zum Outdoor-Laden aufzubrechen, sondern nachmittags, nachdem man schon einige Zeit auf den Beinen war. Der Fuß wird im Laufe des Tages nämlich etwas dicker. Auch beim Wandern schwellt der Fuß leicht an.

<p>Das richtige Schuhwerk ist beim Wandern das A und O.</p>

Das richtige Schuhwerk ist beim Wandern das A und O.

Foto: Marc Müller

Die richtige Passform finden

Ein Schuh muss vor allem eines sein: bequem. Egal wie hochwertig das Material ist, wie widerstandsfähig die Sohle - ein Wanderschuh muss auch Tragekomfort bieten. Die Fersen sollten fest im Schuh sitzen und die Zehen Spielraum haben, sich zu bewegen. Auch die Schnürung ist für den Sitz entscheidend. Ein paar Runden zu drehen, hilft festzustellen, ob es irgendwo drückt.

Tipp vier: Beratung im Fachgeschäft

Auch wenn man sich bereits im Vorfeld gut über Wanderschuhe informiert hat, sollte die persönliche Beratung im Fachgeschäft nicht fehlen. Hierfült gilt es, ausreichend Zeit einzuplanen. Wenn möglich, sollten die Schuhe im Geschäft einige Zeit lang getragen werden, zum Beispiel eine halbe Stunde, anstatt nur einige Minuten. Viele Ausrüster haben kleine Rampen oder spezielle Analysegeräte, um die Kunden bei der Kaufentscheidung zu untersützen.

Schleswig-Holsteins Küsten sind ein beliebtes Ziel vieler Wanderer. Foto: fotografiedk/ fotolia
Schleswig-Holsteins Küsten sind ein beliebtes Ziel vieler Wanderer. Foto: fotografiedk/ fotolia
 

Zu guter letzt: Den Schuh richtig pflegen

Um möglichst lange etwas von den Wanderschuhen oder -stiefeln zu haben, ist die Pflege der Treter unerlässlich. Nach jeder Etappe heißt es: Dreck abklopfen und abbürsten sowie mit klarem Wasser oder einem feuchten Schwamm putzen. Wenn das Obermaterial aus Leder besteht, empfiehlt es sich, das Material mit einem Spray zu imprägnieren und je nach Bedarf zusätzlich Lederwachs zu verwenden. Manche Wanderer nehmen nach jeder Etappe die Sohle heraus, damit die Feuchtigkeit im Schuh entweicht und unangenehme Gerüche keine Chance haben. Falls es dennoch ein bisschen müffelt, hilft oft schon lauwarmes Seifenwasser.

 
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