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#aktivinsh : Das machen Schleswig-Holsteins bekannte Gesichter in ihrer Freizeit

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Promis aus dem Norden erleben ihr Land mit allen Sinnen.

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erstellt am 13.Mai.2016 | 05:30 Uhr

Schleswig-Holstein ist der echte Norden. So echt wie die herbe Natur und die frische Seeluft sind auch unsere Schleswig-Holsteinischen Promis, die ihr Land mit allen Sinnen erleben. Joggen, Radfahren, Nordic Walking, Tennis oder Golf? Wir zeigen Ihnen, welchen Aktivitäten Schleswig-Holsteins bekannte Gesichter nachgehen und wie diese ihnen dabei helfen, vom manchmal stressigen Alltag eine Auszeit zu nehmen.  

Niclas Jawinsky (Gitarrist bei Jeden Tag Silvester)

Früh übt sich, wer erfolgreicher Gitarrist werden möchte. Schon mit 11 Jahren legt Niclas Jawinsky den Grundstein für seine Musikkarriere. Mittlerweile gibt es die Bad Oldesloer Band Jeden Tag Silvester um Frontmann Bertram Ulrich schon seit ganzen acht Jahren, und die Jungs haben bereits als Vorgruppe von Johannes Oerding und Silbermond gespielt. Nach einem Konzert mit Silbermond entsteht auch der bekannte Ohrwurm Dein Glück. „Wir haben die Glücksmomente an diesem Abend einfach in einen Song gepackt“, sagt Niclas Jawinsky.

Und das hat sich gelohnt: Bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest belegten sie 2015 Platz 10, Tourneen und Open Airs sind heutzutage ihre Art von Urlaub. Aktuell nimmt die norddeutsche Gruppe ihr zweites Album auf, das im Frühjahr 2017 erscheinen soll. „Das zweite Album wird etwas flotter und energetischer als das letzte“, verrät der Gitarrist jetzt schon.

Stressig? Ja, aber vor allem schön.

„Es ist toll, dass wir es schaffen, Vollzeit-Jobs und die Band unter einen Hut zu bekommen“, erklärt der Musik-Pädagoge aus Bad Oldesloe, der sein Hobby lebt.

Einfach drauf los laufen

Trotzdem braucht er ab und an einen Ausgleich nebst Job und Bandproben. Dreimal die Woche geht Niclas Jawinsky daher joggen, jeweils circa eine dreiviertel Stunde, im Sommer eher länger. „Ich laufe einfach drauf los, ohne Plan, in den Kurpark Bad Oldesloe oder entlang der Bahnschienen in Richtung Rümpel“. Beim Laufen hört er allerdings nicht Jeden Tag Silvester. „Ich brauche etwas aggressivere Musik beim Laufen, damit ich mich richtig quälen kann.“

Auch die anderen Bandmitglieder sind sportlich: Schlagzeuger Tom Rieken spielt leidenschaftlich gerne Fußball, Bassist Till Krohn läuft ebenfalls und Sänger Bertram Ulrich ist eher der Spaziergänger. „Während der Tour ist das Auf- und Abbauen der Instrumente unser Sport. Das müssen wir alles selbst machen“.

Niclas an seiner Lieblingslaufstrecke in Bad Oldesloe.

Niclas an seiner Lieblingslaufstrecke in Bad Oldesloe.

Foto: Hofmann

 

Sharon Heyn (Moderatorin bei R.SH)

Schon als Kind träumt sie davon, ihre eigene Radiosendung zu haben. 2013 wird dieser Traum wahr: Sharon Heyn wird Moderatorin bei Radio NORA. Der Traum geht weiter: Direkt nach der Ausbildung wechselt sie zu R.SH und moderiert dort seit rund einem Jahr den R.SH VorMittag. „Es gibt Tage, da bin ich im Studio und kann noch gar nicht richtig glauben, dass ich wirklich hinter dem Mikrofon stehe“, sagt sie. Der Name Radio Schleswig-Holstein ist bei ihr Programm: Sie liebt das Bundesland zwischen den Meeren. Eine Folge ihres Herzenssports Volleyball macht ihr deswegen auch überhaupt nichts aus: An den Wochenenden für Spiele von Stadt zu Stadt oder von Dorf zu Dorf zu fahren.

Jeder braucht ab und zu mal eine Auszeit. „Der Tag im Studio ist schon manchmal lang. Auch wenn meine Sendung nur vier Stunden geht, bin ich morgens schon um halb acht da, um aktuelle Themen wie das Wetter vorzubereiten. Nach der Show bereite ich die Sendung für den nächsten Tag vor, bis ungefähr halb fünf.“ Die abendliche Bewegung tue da gut. Einmal die Woche fährt sie daher zum Volleyballspielen nach Eckernförde. Sie stammt aus einer echten Volleyballerfamilie: Mutter, Vater und Schwester betreiben ebenfalls die schweißtreibende Ballsportart im Eckernförder MTV. „Ich liebe das Mannschaftsgefühl“, sagt sie, „beim Moderieren sende ich ja meistens alleine“. Ihrer Mannschaft ist sie nun schon seit 20 Jahren treu. „Da ich nicht so groß bin, spiele ich auf der Zuspiel-Position. Ich bin eher der kleine Flitzer, als der große Blocker“, verrät sie. Und das Beste an der Sportart? „Man merkt nicht, dass man Sport macht!“

Beim Volleyball zählt für Sharon Heyn vor allem der Mannschaftsgedanke.

Beim Volleyball zählt für Sharon Heyn vor allem der Mannschaftsgedanke.

Foto: Hofmann

 

Richard Wester (Saxophonist)

Saxophonist Richard Wester, der schon mit Größen wie Joe Cocker, der Ulla Meinecke Band und Reinhard Mey zusammen auf der Bühne stand und 1991 zusammen mit Manfred Maurenbrecher den deutschen Kleinkunstpreis gewonnen hat, lebt im Grünen. Hier in seinem Lebensmittelpunkt im schönen Angeln steht in einem großen Garten ein ehemaliges Gewächshaus, in dem er seine mittlerweile kultigen „Glashaus-Konzerte“ veranstaltet. Sogar eine eigene Ausstellung ist dem leidenschaftlichen Musiker gewidmet: Im Holländerhof Flensburg sind noch bis zum 17. Mai Fotografien, Plakate, Filmausschnitte und vieles mehr über „Ein Musikerleben“ zu bestaunen. Noch dazu erscheint seine neue CD mit dem vielsagenden Titel Something Special (zusammen mit George Nussbaumer und Peter Pichl) im Sommer.

So viele Projekte für nur einen Mann. Wie schafft er das?

„Ich gehe schwimmen und in die Sauna, um den Kopf freizubekommen“, erzählt Richard Wester. Und dann verrät er, was das Schöne an diesen Aktivitäten ist: „Ich kann sie auch auf Tournee ausüben, wenn das Hotel denn einen Swimmingpool hat“. Egal, wo er ist, mache er außerdem Gymnastik: „Jeden Morgen, Seilspringen, Kniebeugen und auch mal den Yoga-Sonnengruß“.

Den kann er bei schleswig-holsteinischem Sonnenschein sogar in seinem eigenen Garten machen. Dort wartet aber zunächst einmal Hund Barney, mit dem er täglich in der grünen Natur seiner Umgebung spazieren geht. An die Ostsee gehen die beiden aber nicht so gerne: „Da sind so viele Touristen“, sagt Wester. In Dorf und Wald genießen Hund und Herrchen aber die Bewegung und die Vorzüge der schönen Region Angelns. Warum es ihn aus Berlin so weit in den Norden gezogen hat? „Wir haben hier Freunde, die wir damals besucht haben. Irgendwann sind wir dann einfach geblieben.“

Richard Wester in seinem großen Garten in Quern.

Richard Wester in seinem großen Garten in Quern.

Foto: Hofmann
 

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