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aktivinsh : Dampf Rundum: Dicke Dampfer auf Kurs Flensburg

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Festival der alten Technik vom 7. bis 9. Juli: Dampf Rundum im Hafen zeigt Museumsschiffe aus Nordeuropa.

shz.de von
erstellt am 05.Jul.2017 | 00:00 Uhr

Flensburg | Sie kommen! Kurs Flensburg liegt an, die Kohlebunker sind prall gefüllt, Schmieröl ist reichlich geordert – bis Freitag hat die Flotte nordeuropäischer Museumsschiffe Flensburg erreicht. Dann bestimmt das Dampf Rundum bis Sonntag das Geschehen im Hafen. Ein Technikfestval, das seinesgleichen sucht.

Zwischen den dicken Dampfern flitzen „Wasserflöhe“ hin und her, die Dampfboote, in die ihre Besitzer kleine Dampfmaschinen eingebaut haben. An Land geht’s weiter im Takt der Dampfmaschinen: Dampfwalzen und Lokomobile haben Auslauf für ihre stählernen Räder auf der Schiffbrücke. Dazwischen wimmelt ein Volksfest von der Hafenspitze bis zum Nordertorkai. Nur ein Veteran kommt nicht mehr zum Fest: die Dampflok, früher gern gesehener Gast beim Dampf Rundum. Die Hafengleise sind vom Bahnnetz abgeschnitten, der Bahndamm zum Wasser soll Radweg werden. Ein Dampf-Sonderzug bringt Fans stilecht immerhin zum Bahnhof. Von dort können sie zu Fuß oder per Bus den Weg fortsetzen, um Flensburg unter Dampf zu erleben.

Die „Alexandra“ ist wieder fit

Für Technikliebhaber gibt es allen Grund zum Feiern. Flensburgs schwimmendes Wahrzeichen, die Alexandra, gewissermaßen Gastgeberin der Dampferfete, hat rechtzeitig vor dem Ereignis ihren nagelneuen Kessel bekommen und präsentiert sich wieder richtig fit. Die anderen Schiffe stehen ihr in Schönheit nicht nach: Etwa Eisbrecher Stettin, der Kraftprotz, der Hamburger Bereisungsdampfer Schaarhörn, mit seinem weißen Anstrich und seinen herrlichen Linien schön wie ein Schwan, oder der knuffige Eisbrecher Wal. Schlichtweg niedlich ist die Skjelskør, ein Zwerg auf dem Wasser. Völlig aus dem Rahmen fällt die Sandnes, einst ein Renner auf der norwegischen Nachtroute von Stavanger nach Bergen. Der grüne Anstrich ist ebenso ungewöhnlich wie die luxuriöse Inneneinrichtung. Zum ersten Mal wird der Hafen zum Treffpunkt von drei musealen Feuerschiffen.

Die „Stettin“ und die „Skjelskør“ bei der Dampf Rundum.
Die „Stettin“ und die „Skjelskør“ bei der Dampf Rundum. Foto: Imago/nordpool/Tittel
 

Ausfahrt und Feuerwerk

Es gibt einen Programmpunkt, den sich die Schiffsliebhaber unbedingt vormerken sollten: Freitag, 7. Juli, 19 Uhr: Ausfahrt der Schiffe in Paradeformation. In der Innenförde drehen die Dampfer wieder in Richtung Flensburg. Liegen sie in einer Linie, kommt der Start zum Dampferrennen. Nach der Rückkehr wird gefeiert, um 23 Uhr das große Feuerwerk über dem Hafen gezündet.

Und sonst? Wird die Schiffbrücke zur Erlebnismeile. Auf mehreren Bühnen hat der Nachwuchs die Chance, seine musikalischen Fähigkeiten vor Publikum zu präsentieren. Zum ersten Mal auf dem Dampf Rundum bieten ein Bio-Markt und seine Akteure Waren und Informationen.

Abschiedsparade am Montag

Einen schönen Ausstieg aus der Dampferseligkeit bietet dann der Montag, 10. Juli, um 10 Uhr: Dann legen die Dampfer ab, formieren sich und laufen – Parade zum Abschied – an den Zuschauern auf den Kais vorbei in Richtung Heimat. Es wäre nicht das erste Mal, dass danach noch ein Museumsschiff an der Schiffbrücke liegen bleibt: Weil der Mannschaft der Hafen und die Stadt so gut gefallen.

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