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#aktivinsh : Auffangstation in Eckernförde hilft Eichhörnchen in Not

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Sie sind wieselflink, haben ein weiches Fell und sind einfach nur kuschelig: Eichhörnchen genießen in Eckernförde eine starke Lobby.

Eckernförde | Während in anderen Stadtwappen stolze Löwen oder majestätische Adler zu finden sind, begnügt sich die Stadt an der Ostsee mit einem der kleinen Nager. Deshalb, und weil Eichhörnchen in und um Eckernförde besonders häufig vorkommen, wurde hier im Jahr 2006 die Eichhörnchen-Schutz-Station auf dem Gelände des Umwelt-Info-Zentrums errichtet. In ihr werden verwaiste, kranke und verletzte Eichhörnchen aufgepäppelt und wieder in die Natur entlassen. Tiere, die durch ein Handicap nicht mehr ausgewildert werden können, werden in einem großen, naturnah gestalteten Gehege dauerhaft untergebracht – und können von Besuchern beim Klettern, Springen und Nüsseknacken beobachtet werden.

Moni Rademacher füttert eines der Eichhörnchen in der Schutzstation im Umwelt-Info-Zentrum (UIZ) mit Haselnüssen.
Moni Rademacher füttert eines der Eichhörnchen in der Schutzstation im Umwelt-Info-Zentrum (UIZ) mit Haselnüssen. Foto: Walther
 

Leiterin der größten Station ihrer Art in Deutschland ist Moni Rademacher. Sie hat mit ihrem Team im Jahr 2015 insgesamt 163 verwaiste Jungtiere aufgenommen, die aus dem Nest gefallen oder bei Baumfällarbeiten heimatlos geworden sind. Sie brauchen rund um die Uhr Pflege. Für Moni Rademacher beginnt mit dem Frühling eine stressige Zeit, die meisten der Jungtiere zieht sie selbst groß: "Im vergangenen Jahr waren das bis zu 30 Tiere verschiedenen Alters gleichzeitig", sagt sie. Sie müssen alle zwei bis vier Stunden mit einer speziellen Milch gefüttert werden – auch nachts. Die Kleinsten von ihnen werden in einem Beutel um den Hals getragen, damit sie die Wärme und den Herzschlag ihrer "Mutter" erleben können.

Die kleine Lisa muss alle vier Stunden mit der Spritze gefüttert werden.
Die Eichhörnchenbabys müssen mit der Spritze gefüttert werden. Foto: Walther

 

Im Alter von acht Wochen kommen sie in das 50 Quadratmeter große Auswilderungsgehege, in dem sie vom Menschen entwöhnt werden. "Aber nicht alle Eichhörnchen werden in Eckernförde ausgewildert", erklärt Moni Rademacher. "Einige werden auch über Stationen bei Kiel oder Hamburg ausgewildert. Schließlich werden hier auch Eichhörnchen aus anderen Teilen Deutschlands angeliefert."

 

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erstellt am 21.Jun.2016 | 06:30 Uhr

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