zur Navigation springen
Tipps & Trends

12. Dezember 2017 | 00:29 Uhr

Kindersitz-Test: Kein Modell mangelhaft

vom

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Berlin | Bei aktuellen Kindersitzen liegen Eltern nie völlig daneben. Das hat der jüngste Test von ADAC und Stiftung Warentest ergeben. Kein Modell ist durchgefallen. "Allerdings nützt der beste Kindersitz nichts, wenn sich die Eltern für den Einbau ins Auto nicht genügend Zeit nehmen oder ihre Kinder zu locker anschnallen", betont Andreas Ratzek vom ADAC.

Von den insgesamt 27 getesteten Kindersitzen aus allen Gewichts- und Preisklassen (99 bis 448 Euro) konnte gut die Hälfte die Tester überzeugen: Zwei bekamen die Note "Sehr gut", 12 ein "Gut" - wobei ein hoher Preis kein Garant für Qualität ist. Von den schlechter bewerteten Sitzen schnitten neun mit "Befriedigend" ab. "Ausreichend" gab es für 4 Modelle: Bei einigen Sitzen trüben die komplizierte Handhabung oder die nur "ausreichende" Unfallsicherheit das Gesamtergebnis.

Eine Schwachstelle aller Kindersitze bleibt der Mensch: "Ein guter Sitz, der falsch eingebaut wird, bringt nicht viel", warnt Ratzek. "Da darf nichts wackeln." Schon bei der Anschaffung sei darauf zu achten, dass das Modell zu Kind und Auto passt. Er rät , Kindersitze vor dem Kauf im eigenen Wagen testweise einzubauen und das Kind Probe sitzen zu lassen.

"Beim Anschnallen wollen es Eltern oft gut mit ihrem Nachwuchs meinen, lassen den Sicherheitsgurt locker - und machen einen schwerwiegenden Fehler", warnt der ADAC-Mann. "Der Gurt muss so stramm sein, dass gerade noch eine flache Hand dazwischen passt. Je nachdem, wie dick das Kind angezogen ist, kann die Einstellung von der letzten Fahrt schon nicht mehr passen und der Gurt muss nachjustiert werden." Sitzt der Sicherheitsgurt zu locker, gibt er dem Kind bei einem Unfall nicht genügend Halt: Es wird durch die Wucht des Aufpralls in den Gurt katapultiert und kann sich dabei zum Beispiel an Bauch oder Hals lebensgefährlich verletzen.

Laut ADAC verunglücken in Deutschland jährlich mehr als 10 000 Kinder als Pkw-Mitfahrer. Auch 20 Jahre nach der Einführung der Kindersicherungspflicht im Auto seien viele Kinder nicht richtig angeschnallt. Das hätten Stichproben vor Kindergärten und Schulen gezeigt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen