Auf die Schliche gekommen : Im Betrugsfall: So lässt sich eine Lastschrift rückgängig machen

Seit November 2009 ist die SEPA-Lastschrift innerhalb des Euro-Zahlungsverkehrsraums möglich. Im Zuge der SEPA-Einführung wurden Kontonummer und Bankleitzahl auf IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code) umgestellt.

Seit November 2009 ist die SEPA-Lastschrift innerhalb des Euro-Zahlungsverkehrsraums möglich. Im Zuge der SEPA-Einführung wurden Kontonummer und Bankleitzahl auf IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code) umgestellt.

Egal ob die Monatsmiete oder der Beitrag für das Fitnessstudio: Das Zahlungsverfahren per Lastschrift ist üblich. Befindet sich auf dem Kontoauszug jedoch eine unbekannte Abbuchung, sollte schnell gehandelt werden.

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24. Februar 2019, 07:54 Uhr

Die Zahlung per Lastschriftverfahren ist nach wie vor bei den Deutschen sehr beliebt: Im Online-Handel gilt diese Bezahlung als unkomplizierte und bequeme Zahlungsabwicklung und steht nach dem Bezahlen per PayPal oder auf Rechnung auf Platz drei der beliebtesten Zahlungsmöglichkeiten im Internet.

Beim Bezahlen per Lastschriftverfahren geben die Kunden in einem Formularfeld ihre Kontodaten ein, womit dem Online-Shop eine Einzugsermächtigung erteilt wird. Gerade bei Onlinehändlern wie Amazon, zu denen viele feste, wiederkehrende Kunden zählen, ist die Lastschrift sehr beliebt, weil die Kontodaten gespeichert werden und die gewünschte Ware mit nur wenigen Klicks bestellt werden kann.
Doch nicht nur beim Online-Shopping wird die Lastschrift als Zahlungsmittel gern genutzt, auch bei regelmäßigen Zahlungen wie zum Beispiel der monatlich fälligen Miete oder dem Beitrag für die Mitgliedschaft im Sportverein kommt die Zahlungsmethode zum Einsatz.

Betrug durch Datendiebstahl

Doch auch wenn es lästig erscheint, ist es ratsam, regelmäßig die Kontoauszüge zu überprüfen. Sobald beim Blick auf die Abbuchungen der letzten Tage etwas Unbekanntes auftaucht, sollte gehandelt werden, denn es könnte sein, dass hier Betrüger am Werk waren, die unerlaubt Geld vom Konto abgebucht haben. Generell gilt bei ungeklärten Abbuchungen, denen man nicht zugestimmt hat, folgendes: Es sollte umgehend die eigene Bank kontaktiert werden, um den Sachverhalt zu klären. Liegt tatsächlich eine „nicht autorisierte“ Zahlung vor, wird die Bank dem Kunden den Zahlungsbetrag erstatten.

Jede zweite Zahlung ohne Bargeld wird durch ein Lastschriftverfahren durchgefürht. Pro Sekunde sind das mehr als 300 Lastschriften.
Adobe Stock/svort

Jede zweite Zahlung ohne Bargeld wird durch ein Lastschriftverfahren durchgefürht. Pro Sekunde sind das mehr als 300 Lastschriften.

 

Dem Bankkunden steht ein Widerruf zu

Die rechtlichen Regelungen machen es den Kunden in so einem Fall leicht: Generell kann jeder Kunde innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen die Erstattung einer SEPA-Basis-Lastschrift verlangen. Bei Belastungen, die vom Kunden nicht genehmigt wurden, ist dies sogar innerhalb von 13 Monaten möglich. Dennoch ist es ratsam, nicht zu lange zu warten, sondern sich bei Auffälligkeiten umgehend an seine Bank zu wenden.

Eine Vielzahl der Deutschen legt einen fest gelegten Teil ihres Einkommens zum Sparen beiseite. Und damit das Ersparte keinen Betrügern in die Hände fällt, sollten die Vorgänge auf dem eigenen Konto stets gründlich überprüft werden.
Adobe Stock/magdal3na

Eine Vielzahl der Deutschen legt einen fest gelegten Teil ihres Einkommens zum Sparen beiseite. Und damit das Ersparte keinen Betrügern in die Hände fällt, sollten die Vorgänge auf dem eigenen Konto stets gründlich überprüft werden.

 

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bei ungeklärten Konto-Abbuchungen sollte schnell die Bank kontaktiert werden.
  • Eine Lastschriftrückgabe ist innerhalb von acht Wochen auch ohne Angabe von Gründen möglich.
  • Kontoauszüge sollten regelmäßig überprüft werden.

(Mit Material vom Bundesverband Deutscher Banken)

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