Anzeige: Itzehoer Aktien Club : Wiechmanns Börsenkolumne: Das Geschäft mit der Nachhaltigkeit – Jetzt Frage stellen

Nicht alles ist nachhaltig, obwohl es so scheint, sagt Jörg Wiechmann. Hier muss genau geschaut werden.

Nicht alles ist nachhaltig, obwohl es so scheint, sagt Jörg Wiechmann. Hier muss genau geschaut werden.

Das Aktiengeschäft ist nicht über Nacht erklärt. Aus diesem Grund beantworten die Experten des Itzehoer Aktien Clubs Ihre Fragen!

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06. März 2021, 00:01 Uhr

Itzehoe | Als Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC) schreibt Jörg Wiechmann monatlich über aktuelle Entwicklungen und Trends an der Börse. In seiner neuen sh:z Börsenkolumne spricht er über den Trend, in nachhaltige Fonds zu investieren und nennt das kritisch „das Geschäft mit dem guten Gewissen“.

Regelmäßig beantworten die Aktienexperten außerdem unverbindlich Fragen. Stellen Sie diese per Mail an ratgeber@shz.de oder per Formular unten im Artikel.

Jörg Wiechmann ist Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs und veröffentlicht monatlich eine Börsenkolumne.
IAC

Jörg Wiechmann ist Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs und veröffentlicht monatlich eine Börsenkolumne.

 

Jörg Wiechmann über das Geschäft mit der Nachhaltigkeit:

Nachhaltige Geldanlage liegt im Trend. Umfragen belegen, dass rund jeder zweite Anleger daran interessiert ist, die Welt mit seiner Geldanlage etwas besser zu machen. Sei es nun im Hinblick auf Umwelt, soziale Aspekte oder gute Unternehmensführung.

Da die Nachfrage bekanntlich das Angebot bestimmt, boomt das Geschäft mit dem guten Gewissen bei der Geldanlage. Zudem schlagen Banken und Fondsgesellschaften mit dem Angebot grüner bzw. nachhaltiger Investments gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens lässt sich damit das eigene Image aufpolieren, das bei vielen Banken seit der Finanzkrise noch immer arg ramponiert ist. Und zweitens sind die Milliarden an Mittelzuflüssen, die sich mit nachhaltigen Geldanlagen einsammeln lassen, ein einträgliches Geschäft.

Der Haken: Ein Öko- oder Nachhaltigkeitsfonds ist zwar schnell aus der Taufe gehoben, um ihn der Kundschaft feil zu bieten. Vielmehr, als ein zu Unrecht beruhigtes Gewissen und die Kassen der Anbieter zum Klingeln zu bringen, erreichen Anleger mit nachhaltigen Anlagen jedoch nicht. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie im Auftrag der obersten Verbraucherschützer im Land, des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen.

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Im Grunde kann das kaum verwundern. Schließlich ist das Thema Weltverbesserung durch Geldanlage höchst komplex. So müsste vor dem massenhaften Angebot nachhaltiger Geldanlagen erstmal definiert sein, was denn überhaupt unter „nachhaltig“ zu verstehen ist. Genau das aber stellt bereits die zuständigen EU-Gremien vor Herausforderungen. Während bspw. einige osteuropäische Länder sowie Frankreich die Atomenergie angesichts ihrer Eigenschaft der CO2-neutralen Energieproduktion als nachhaltig einstufen, ist die deutsche Sichtweise bekanntlich eine andere.

Selbst wenn man sich irgendwann mal auf eine klare Definition von „Nachhaltigkeit“ verständigt hätte: Wie will man für einen Konzern mit hunderttausenden Mitarbeitern in dutzenden Ländern, hunderten Zulieferern und seinen zahlreichen Geschäftsfeldern die Nachhaltigkeit messen? Zu nachhaltiger Unternehmensführung gehört es beispielsweise gleichermaßen, die lokalen Gesetze einzuhalten – aber eben auch die Menschenrechte zu achten.

Was aber, wenn ein Konzern Produktionsstätten in einem Land hat, wo die Einhaltung der Menschenrechte nicht gewährleistet ist? Konkret: Ist Volkswagen trotz seiner derzeit sehr dynamischen Wandlung vom Diesel-Saulus zum Elektro-Paulus allein deswegen nicht nachhaltig, weil eine seiner Fabriken in der chinesischen Region liegt, in der die Uiguren verfolgt werden? Und gilt dann das Gleiche auch für Tesla, das ebenfalls in China produziert?

Diese und zahlreiche weitere Fragen zum Thema Nachhaltigkeit mögen Anlegern auf der Suche nach einem guten Gewissen komplex und unbequem erscheinen. Wer sich aber in den gedanklichen Energiesparmodus begibt und allein auf dem Öko- oder Nachhaltigkeitslabel seines Fonds ausruht, verbessert damit nicht die Welt, sondern ist schlicht dem Nachhaltigkeits-Marketing der Finanzbranche auf den Leim gegangen.

Deutschlands oberste Verbraucherschützer wollen dieser Anlegertäuschung nun einen Riegel vorschieben und haben Klage eingereicht gegen die Deka, das Wertpapierhaus der Sparkassen. Wie genau die Anlegertäuschung abläuft, warum nachhaltige Geldanlagen gar kontraproduktiv sein können und weshalb Geld, welches man als Anleger an der Börse in eine nachhaltige Anlage investiert, genau genommen nie im ausgewählten Unternehmen ankommt, erfahren Sie im ganzen Kommentar hier.

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Stellen Sie Ihre Fragen zum aktuellen Thema oder allemein zum Gebiet „Aktien“. Jeden ersten Samstag im Monat steht ein Aktien-Experte in der Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr unter der Nummer 04821/679380 für alle Fragen bereit. Die kostenlose Telefon-Hotline ist ein spezieller Service des IAC und von sh:z das Medienhaus.

Unverbindlich können Sie Ihre Frage auch per Mail an ratgeber@shz.de schicken oder in das leere Feld im Formular eingeben. Die Aktienexperten des Itzehoer Aktien Clubs kontaktieren Sie dann persönlich und beantworten Ihre Fragen individuell in einem persönlichen Gespräch.

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