Anzeige: Itzehoer Aktien Club : „Es werde Geld!“ Warum der Dollar und der Euro im Gegensatz zu Gold an Wert verlieren

Ein begrenztes Gut und darum laut dem Itzehoer Aktien Club wertstabiler als die meisten Währungen: Gold

Ein begrenztes Gut und darum laut dem Itzehoer Aktien Club wertstabiler als die meisten Währungen: Gold

Jeden Monat schreibt Jörg Wiechmann in der Börsenkolumne über aktuelle Entwicklungen auf dem Aktienmarkt und der Welt.

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04. September 2021, 00:01 Uhr

Itzehoe | Der Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC) Jörg Wiechmann über den Nixon-Schock und warum das Sparen in Form von Bargeld, Zinskonten und Lebensversicherungen ein Kampf gegen Windmühlen ist im Gegensatz zur Investition in Sachwerte wie Gold, Immobilien und Aktien.

Jörg Wiechmann über den schleichenden Wertverfall des „Fiat-Geldes“:

An einem Sonntagabend vor 50 Jahren, dem 15. August 1971, saßen Millionen Amerikaner vor ihren TV-Geräten und schauten die populäre Westernserie „Bonanza“. Plötzlich unterbrach das Programm für eine Rede des US-Präsidenten Richard Nixon. Was darin angekündigt wurde, ging als „Nixon-Schock“ in die Geschichte ein: Ab sofort würde die US-Regierung den US-Dollar nicht mehr in Gold eintauschen. Das Versprechen, dies zu tun, hatten die USA 1944 als Siegermacht des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des sogenannten „Bretton-Woods“-Abkommens abgegeben. Zeitgleich wurden die meisten anderen Währungen der Welt an den US-Dollar gekoppelt. So hatte die Welt bis zum fragwürdigen Abend im August 1971 einen indirekten Goldstandard.

Mit der Nixon-Rede beendeten die USA diese Ära und legten den Startschuss für ein neues Weltwährungssystem: das Fiat-Geld, abgeleitet aus dem lateinischen „fiat“ = „es werde“. Seither ist Geld nur noch bedrucktes Papier, welches von den jeweiligen Notenbanken frei nach dem biblischen Motto „Es werde Geld!“ beliebig geschaffen und in Umlauf gebracht wird – ohne jegliches Umtausch- oder Wertversprechen. Seinen Wert hat das Geld seither lediglich, weil Regierungen es als „gesetzliches Zahlungsmittel“ festsetzen und ihre Bürger so verpflichten, es untereinander als Tauschmittel zu akzeptieren. Außerdem verlangen Staaten von ihren Bürgern die Begleichung von Steuerschulden in der jeweiligen Landeswährung. Und da nun einmal fast alle Steuern zahlen müssen, benötigt jeder das Geld seines Landes. Allein daraus resultiert heutzutage sein Wert.

Weltweit erhöhen Notenbanken seit 1971 die Geldmenge schneller als angebracht. Jörg Wiechmann, Geschäftsführer Itzehoer Aktien Club
 

Kritiker bezeichnen das Fiat-Geld-System als größtes Währungsexperiment der Geschichte, doch es funktioniert seit nunmehr 50 Jahren. Allerdings hat es seine Tücken: Da der Mensch, ob als Individuum oder als Staatsvolk, dazu neigt, über seine Verhältnisse zu leben, benötigen Regierungen ständig mehr Geld, als diesem an echten Werten gegenübersteht. Hier noch eine soziale Wohltat und dort noch etwas Konjunkturhilfe – man will ja schließlich wiedergewählt werden. Die Folge: Weltweit erhöhen Notenbanken seit 1971 die Geldmenge schneller als angebracht. Als Folge verlieren Fiat-Währungen anders als Goldwährungen, deren Menge per se begrenzt ist, langsam aber sicher an Wert. Stichwort: Inflation.

Der Aktienexperte Jörg Wiechmann kennt die Aussichten der Aktienanlage im Jahr 2019.
Itzehoer Aktien Club
Jörg Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs.
Auch der noch verhältnismäßig junge Euro hat seit seiner Einführung im Jahr 2002 bereits ein Viertel an Wert verloren. Jörg Wiechmann, Geschäftsführer Itzehoer Aktien Club
 

Seit Entkopplung des US-Dollars vom Gold im August 1971 hat der Dollar – und damit die Ersparnisse von Millionen Amerikanern – mittlerweile rund 85% an Wert verloren. 100 Dollar von damals haben heute nur noch eine Kaufkraft von 15 US-Dollar. Auch in Deutschland und Europa halbierte sich der Wert des Geldes je nach Land in den zehn bis 20 Jahren nach dem Nixon-Schock. Und auch der noch verhältnismäßig junge Euro hat seit seiner Einführung im Jahr 2002 bereits ein Viertel an Wert verloren.

Fiat-Geld hat damit neben seiner nach wie vor gegebenen Funktion als Tauschmittel seine zweitwichtigste Funktion als Währung verloren: die Wertaufbewahrungsfunktion. Wer heutzutage noch langfristiges Sparen in Geldwerten wie Bargeld, Zinskonten oder Lebensversicherungen betreibt, kämpft damit einen aussichtslosen Kampf gegen Windmühlen alias die von Regierungen und Notenbanken verursachte Inflation.

Schutz vor diesem schleichenden Wertverfall des Fiat-Geldes bieten Sachwerte wie Gold, Immobilien und Aktien. Nicht umsonst werden Sparer, die auf letztere Anlagen setzen seit Jahrzehnten reicher, während Zinssparen laut Super-Investor Warren Buffett zum Bekenntnis andauernder Armut geworden ist. Nur wenigen Menschen dürfte diese Tragweite der Nixon-Rede vor 50 Jahren klar gewesen sein. Viele haben es bis heute nicht verstanden.

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