Anzeige: Itzehoer Aktien Club : Aktienexperte Wiechmann über Corona-Ökonomie: „Aus den Schulden gibt es einen Mittelweg!“

Der Aktienexperte Jörg Wiechmann kennt die Aussichten der Aktienanlage im Jahr 2019.
Jörg Wiechmann, Geschäftsführer vom Itzehoer Aktien Club, weiß: So, wie Konjunktureinbrüche in der Vergangenheit gehandhabt wurden, muss es nicht laufen.

Rigide Sparmaßnahmen und Notenpresse führten einst zu totalen Konjunktureinbrüchen. Der Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs Jörg Wiechmann über einen alternativen Weg aus den Corona-Schulden.

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08. Juli 2020, 00:01 Uhr

Itzehoe | Als Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC) schreibt Jörg Wiechmann in seinem aktuellen Newsletter über den drastischen Einfluss der Corona-Krise auf die Wirtschaft und damit auch die Börse. Dabei zeigt er auf, wie die Reaktionen auf ähnliche wirtschaftliche Situationen in der Vergangenheit zu noch mehr Chaos führten, analysiert die aktuelle Ökonomie während der Corona-Pandemie und plädiert dabei für einen alternativen Rettungsweg für Deutschland, den andere Länder bereits erfolgreich beschreiten.

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Das schreibt Jörg Wiechmann über die Corona-Ökonomie:

Virologen geben Entwarnung: Die Seuche ist zunehmend unter Kontrolle. Ökonomen hingegen sehen schwarz: Die Weltwirtschaft befindet sich als Folge der Corona-Maßnahmen im freien Fall, weit stärker als in der Finanzkrise 2009. Nicht nur der Konjunktureinbruch, auch der aus der Rettung der Wirtschaft folgende Anstieg der Staatsschulden ist historisch – vergleichbar nur mit dem in der Weltwirtschaftskrise 1930 oder im Zweiten Weltkrieg.

Doch wer wird die Rettungs-Schulden in Billionenhöhe zurückzahlen? Und was bedeutet das langfristig für Kapitalanleger? Da wir es mit einer historischen Krise zu tun haben, kann bei der Abschätzung der Folgen ein Blick in eben diese Historie helfen: Schon 1918 stand Deutschland als Verlierer des Ersten Weltkriegs vor hohen Schuldenbergen. Zusätzlich drückten Reparationszahlungen an die Siegermächte. Auch damals stellte sich die Frage: Wie soll dieses Geld jemals zurückgezahlt werden?

Hyperinflation durch Notenpresse

Die Politik beantwortete das mit dem Griff zur Notenpresse. Mit fatalen Folgen: Da die Geldmenge viel schneller stieg als das ihr gegenüberstehende Angebot an Waren und Dienstleistungen, verlor das Geld zunehmend an Wert. 1920 bis 1923 kam es dann zur Hyperinflation. Anlegern in Sachwerten wie Gold, Immobilien und Aktien konnte der Wertverlust des Geldes nichts anhaben. Schließlich ließ die Inflation auch die Preise der Sachwerte entsprechend steigen. Die Aktienkurse stiegen zum Höhepunkt der Inflation allein im November 1923 um über 10.000 Prozent.

Geldwerte wie Bargeld, Bank- und Versicherungsguthaben wurden hingegen wertlos. Da schon damals die meisten Deutschen ihr Erspartes genau in diesen Anlagen hielten, verarmten große Teile der Bevölkerung. Jörg Wiechmann, Aktienexperte und Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs
 

Aufgrund dieser traumatischen Erfahrung war die Krisenbewältigung mit der Notenpresse zu D-Mark-Zeiten jahrzehntelang ein Tabu. Seit der Euro- und Finanzkrise 2009 greift die Politik im Euro-Raum jedoch wieder ungeniert zur Notenpresse. Und zur Bewältigung der Corona-Krise tut sie das jüngst umso beherzter. Viele Experten fürchten daher, es könnte erneut eine Inflation aufziehen.

Sparpolitik in den USA führt in Abwärtsstrudel

Doch was ist die Alternative? Auch das beantwortet ein Blick in die Vergangenheit: Die Krisenbewältigung mit der Notenpresse war auch bei der in den USA ausgebrochenen Weltwirtschaftskrise 1930 ein Tabu. Schließlich hatten auch die Amerikaner das katastrophale Ergebnis des deutschen Experiments nur wenige Jahre zuvor beobachtet und wollten auf keinen Fall den gleichen Fehler machen.

Anstatt sich dem Wirtschaftseinbruch mit frisch gedrucktem Rettungs-Geld entgegenzustemmen, trat man den angehäuften Schuldenbergen durch eine rigide Sparpolitik entgegen. Leider mit ebenfalls verheerenden Folgen: Weil Geld zur Stabilisierung der Konjunktur fehlte, geriet die Wirtschaft immer tiefer in den Abwärtsstrudel. Immer mehr Unternehmen konnten ihre Schulden nicht mehr bezahlen und gingen insolvent. Die Arbeitslosigkeit stieg auf ein Rekordhoch von fast 30 Prozent.

Der Dow Jones erlebte zwischen 1929 und 1932 mit einem Verlust von fast 90 Prozent den stärksten Einbruch seiner Geschichte. Ein wahres Armageddon. Und eine Krise, die in Deutschland aufgrund der aus ihr erwachsenen hohen Unzufriedenheit der Bevölkerung zum Aufstieg der Nationalsozialisten und damit zum Zweiten Weltkrieg beitrug.

Alternativer Weg aus dem Crash

Doch gibt es zur Bewältigung der sich anhäufenden Corona-Schulden denn keinen Mittelweg zwischen ungehemmter Rettungspolitik mit der Notenpresse samt Hyperinflation und totaler Wirtschaftskrise aufgrund rigider Sparmaßnahmen? Doch, den gibt es! Wie er aussieht, welche Länder ihn in der Geschichte bereits erfolgreich beschritten haben und warum er Kapitalanleger in den kommenden Jahren noch stärker als in der letzten Dekade knallhart in Gewinner und Verlierer aufteilen wird, erfahren Sie kostenlos in unserer ausführlichen Analyse zur Corona-Ökonomie auf der Seite des Itzehoer Aktien Clubs.

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