Tulpen im Garten : Aus dem Orient statt aus Holland: Wissenswertes über Tulpen

Tulpen sind im 16. Jahrhundert aus dem Orient nach Europa gelangt. /dpa-tmn
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Tulpen sind im 16. Jahrhundert aus dem Orient nach Europa gelangt. /dpa-tmn

Tulpen sind die absoluten Klassiker im Garten. Gerade im Frühjahr sind die bunten Kelche beliebt. Woher Tulpen stammen, wann die Zwiebeln am besten eingepflanzt werden sollten, damit sie zum Osterfest blühen und weitere Fakten in sechs Fragen und Antworten.

shz.de von
21. Februar 2018, 04:16 Uhr

Woher stammen Tulpen?

Tulpen stammen nicht aus Amsterdam, auch wenn Roy Black, die Fischerchöre, Heintje und natürlich Rudi Carrell diesen Mythos in ihren Liedern besungen haben. Die Zwiebelblumen haben ihren stattdessen Ursprung im Orient, von wo sie im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht wurden.

Wann muss ich Tulpen pflanzen, um mich zu Ostern an ihnen zu erfreuen?

Wer Ostereier zwischen Tulpen suchen möchte, der hätte leider schon im Herbst aktiv werden müssen. Wie viele Gartenpflanzen müssen auch Zwiebelpflanzen schon weit vor ihrer Saison in die Erde, im Fall der Tulpen idealerweise zwischen Mitte November und dem Nikolaustag.

Leider schon zu spät für dieses Osterfest: Die Tulpenzwiebeln kommen immer schon im Herbst in die Erde. /dpa-tmn
Foto: Florian Schuh
Leider schon zu spät für dieses Osterfest: Die Tulpenzwiebeln kommen immer schon im Herbst in die Erde. /dpa-tmn
 

Kann man sich jetzt trotzdem noch um Tulpen bemühen, selbst wenn man diesen Zeitraum verpasst hat?

Ja, vorgetriebene Pflanzen gibt es im Handel zu kaufen. Diese kann man zum Beispiel in Töpfen auf Balkon, Terrasse und Fensterbrett sowie im Garten verteilen. Für Tulpen im Beet und im Rasen hingegen ist es leider zu spät.

Welche Tulpen sind empfehlenswert?

Die meisten Zwiebeln entwickeln sich schon im zweiten Jahr nicht mehr so prachtvoll wie im ersten. Häufig lautet der Rat der Gärtnereien sogar: Die Tulpen direkt nach der Blüte komplett entfernen und im Herbst wieder neue pflanzen. Wer sich diese Mühe und natürlich das Geld sparen will, dem empfehlen Experten zum Beispiel die Darwin-Hybrid-Tulpen, die zu den klassischen Garten- und Beettulpen zählen. Sie können im Idealfall Jahrzehnte leben. Auch die Gruppe der Lilienblütigen und Viridiflora-Tulpen, die ihre Blütenblätter mit grünen Mustern schmücken, gehört zu den langlebigeren.

Viridiflora-Tulpen, die ihre Blütenblätter mit grünen Mustern schmücken, gehören zu den langlebigeren Varianten der Frühlingsblüher. /dpa-tmn
Foto: Marion Nickig
Viridiflora-Tulpen, die ihre Blütenblätter mit grünen Mustern schmücken, gehören zu den langlebigeren Varianten der Frühlingsblüher. /dpa-tmn
 

Kann ich auch das Leben der anderen Tulpen-Variationen verlängern?

Im Sommer brauchen Tulpen einen trockenen Standort. Setzt man sie zwischen Prachtstauden, die im Sommer häufig gegossen werden, drohen die Zwiebeln wegen zu viel Wasservorkommen zu verfaulen. Alternativ können Hobbygärtner Zwiebeln dann, wenn das Laub braun ist, ausgraben, trocken und bis zum Herbst einlagern. Noch ein Tipp: Eine Nährstoffzugabe während des Austriebs der Tulpen, am besten mit einem Präparat, das Phosphor und Kalium enthält, also zum Beispiel einen Tomatendünger.

Gerade zur Osterzeit sind die farbenfrohen Kelche beliebt. /dpa-tmn
Foto: Andrea Warnecke
Gerade zur Osterzeit sind die farbenfrohen Kelche beliebt. /dpa-tmn
 

Wie passen Tulpen am besten zu Haus und Garten?

Wer Tulpen pflanzt, sollte auf die Umgebung des Beetes achten. Was nützen schon die schönsten Tulpen, wenn sie nicht zum Farbkonzept der Hausfassade passen? Ein optisch schönes Paar bilden zum Beispiel ein weißblühender Fliederstrauch mit weißgrünen Viridiflora-Tulpen. Gut passen auch Farben zueinander, die im Farbkreis nahe beieinanderliegen. Solche feinen Abstufungen finden sich zum Beispiel bei den Triumph-Tulpen.

(mit dpa)

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