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Totensonntag : Tanne statt Rosen: Grabschmuck sollte winterfest sein

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Aus der Onlineredaktion

Am Sonntag ist Totensonntag. An diesem Tag steht für viele Menschen die Trauer im Vordergrund. Wer ein Grab zu pflegen hat, sollte dieses spätestens jetzt für den Winter rüsten.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 14:30 Uhr

Neumünster | Bevor Ende November der 1. Advent die Weihnachtszeit einläutet, steht der übrige Monat ganz im Zeichen der Trauer und der Besinnung. Auch in Schleswig-Holsteiner nutzen spätestens zum Totensonntag (22. November) viele Menschen den Monat, um die Gräber ihrer Angehörigen oder Bekannten zu schmücken.

Der Totensonntag ist ein evangelischer Feiertag und fällt immer auf den Sonntag vor dem 1. Advent, da er am letzten Sonntag des Kirchenjahres begangen wird.

In Schleswig-Holstein gilt am Totensonntag von 4 bis 24 Uhr ein Tanzverbot, da er zu wie auch der Karfreitag zu den stillen Feiertagen in Deutschland gehört.

Neben dem Tanzverbot sind tagsüber vielerorts auch gewerbliche, sportliche oder musikalische Veranstaltungen untersagt. Museen und Kunstausstellungen sind von dem Verbot in der Regel nicht betroffen.

Die Gelegenheit sollten sie nutzen, um das Grab winterfest zu machen. „Die Bodendecker sollten eigentlich bis Mitte Oktober geschnitten worden sein, jetzt steht die Laubernte an“, sagt Dirk Eberlein, Vorsitzender der Fachgruppe Friedhofsgärtner im Gartenbauverband Nord. „Wer mag, kann das Laub auch für Igel und Vögel liegen lassen, schädlich für die Gräber ist das Liegenlassen nicht.“

Von der verbreiteten Annahme, Grabpflanzen während der kalten Jahreszeit mit Tannenzweigen abzudecken, hält der Geschäftsführer einer Neumünsteraner Gärtnerei wenig. „Das ist nicht nötig, es schadet ihnen umgekehrt aber auch nicht.“

Unabhängig davon könnten Tannenzweige derzeit hervorragend als Grabschmuck verwendet werden. „Dafür ist jetzt die richtige Jahreszeit.“ Sehr beliebt sind nach Angaben des Bundes deutscher Friedhofsgärtner im Zentralverband Gartenbau auch Rosen, Chrysanthemen oder die jeweilige Lieblingsblume des Verstorbenen.

Wichtig sei jedoch, die Rosen rechtzeitig vor dem Frost abzudecken, da sie sonst erfrieren können, sagt Eberlein. „Alle anderen Pflanzen sollten den Winter auch so überstehen.“

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