Gefahr für heimische Flora : Pflanzen als Reiseandenken können Schädlinge einschleppen

Der Citrusbockkäfer gelangt über Pflanzenimporte aus China in heimische Gärten und schädigt Bäume.
Der Citrusbockkäfer gelangt über Pflanzenimporte aus China in heimische Gärten und schädigt Bäume.

Mal eben eine schöne Blüte als Mitbringsel aus dem Karibik-Urlaub in den Koffer gepackt? Das sollte man besser lassen, denn Pflanzen können als Träger zahlreicher Schädlinge gefährlich für die heimische Flora werden.

shz.de von
04. Juli 2018, 13:55 Uhr

Reiseandenken gehören zum Urlaub dazu. Doch wer Pflanzen als Souvenirs in den Koffer packt, kann damit unbemerkt auch Schädlinge einschleppen, warnt der Bund deutscher Baumschulen.

Möglicherweise sind die Pflanzen von Insekten, Pilzen und Bakterien befallen, die sich dann in Deutschland ausbreiten und Schäden im eigenen Garten und darüber hinaus anrichten können.

Zu solchen Schadorganismen gehören das Feuerbakterium, der Citrusbockkäfer und der Asiatische Moschusbockkäfer. Sie gelangen unter anderem durch Holzverpackungen von Lieferungen nach Deutschland. Das aus Amerika stammende Feuerbakterium etwa befällt Pflanzen und Sträucher wie Pflaume, Kirsche, Oleander und Berg-Ahorn oder Kräuter wie Lavendel und Rosmarin.

Für manche Pflanzen gelten außerdem besondere Einfuhr-Vorschriften. Einige dürfen gar nicht eingeführt werden, für andere sind entsprechende Papiere nötig. Werden sie unerlaubt mitgenommen, beschlagnahmt sie der Zoll. Wer auf pflanzliche Souvenirs nicht verzichten will, sollte sich daher vor der Reise unter www.zoll.de informieren, was erlaubt ist und was nicht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert