Alternative Methoden : Mit Gas oder heißem Wasser: Unkraut in Fugen vernichten

Unkraut an Wegesrändern darf nicht mit Chemie vernichtet werden. Es kann aber abgeflammt werden.
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Unkraut an Wegesrändern darf nicht mit Chemie vernichtet werden. Es kann aber abgeflammt werden.

Wo im Frühling saftiges Grün im Garten auftaucht, ist auch Unkraut nicht weit. Aber das Entfernen der unbeliebten Pflanzen mit Chemie ist an Gartenwegen, Einfahrten und Terrassen verboten. Doch es gibt Alternativen.

shz.de von
12. April 2018, 11:22 Uhr

Wer Unkraut in Pflasterfugen von Gartenwegen, Einfahrten und Terrassen mit einem Gasbrenner entfernen will, muss vorher aufräumen. Denn getrocknete Pflanzenreste wie Blätter, Gräser und Zweige würde das Gerät entzünden, erläutert der Deutsche Verband Flüssiggas in Berlin.

Außerdem raten die Experten zur Unkrautbeseitigung an einem windstillen Tag. So lässt sich die offene Flamme sicherer und gezielter einsetzen. Wichtig: dabei nicht rauchen.

Unkrautbrenner, auch Abflammgeräte genannt, sind eine Alternative zum Entfernen unerwünschter Pflanzen auf gepflasterten oder geteerten Bereichen. Damit werden die Pflanzen nicht direkt verbrannt. Es wird nur auf eine recht hohe Temperatur erhitzt, was das Eiweiß gerinnen lässt und die Zellwände zerstört.

Der Arbeitskreis Wasser- und Pflanzenschutz rät sogar dazu, die Pflanzen nicht zu stark mit den Brenngeräten zu bearbeiten. Für den Erfolg ist das richtige Entzünden und Abbrennen nicht nötig, es erhöht lediglich die allgemeine Brandgefahr.

Mit Chemie darf Unkraut am Rande von Bürgersteigen und sonstigen Gehwegen, privaten Hofflächen und Zufahrten zum Grundstück aus Gründen des Umweltschutzes nicht entfernt werden. Das kann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50 000 Euro zur Folge haben.

Eine weitere zulässige und kostengünstige Alternative ist die Handarbeit mit dem Fugenkratzer, der gezielt die Pflanze samt Wurzeln aus dem Boden holt. Stahlbürsten zerstören das Grün, zugleich reißen sie die Pflanze aus dem Boden. Nicht anwenden sollte man die Bürste auf kratzempfindlichen Untergründen, erklärt der Arbeitskreis.

Er rät außerdem zu heißem Wasser: Es schädigt die Pflanzen, die dann mit Hilfe eines festen Besens entfernt werden. Der Vorteil: Auch Wurzelstücke, die im Boden bleiben, und verstreute Samen erleiden durch das Kochwasser Schaden, was weniger neue Unkraut sprießen lässt. Hochdruckreiniger haben einen ähnlichen Effekt. Doch die Geräte sind so kraftvoll, dass sie loses Fugenmaterial auf Gehwegen, Terrassen und Garageneinfahrten wegspülen können.

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