Kräuter blühen bei Stress und Lebensgefahr

 Wenn Thymian stark blüht, dann glaubt er, in Lebensgefahr zu sein und will sich möglichst schnell vermehren. Foto: Jan Woitas
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Wenn Thymian stark blüht, dann glaubt er, in Lebensgefahr zu sein und will sich möglichst schnell vermehren. Foto: Jan Woitas

Berlin (dpa/tmn) - Ihre Blüten sehen zwar oft hübsch aus, aber leider lassen sich Kräuter dann oft nicht mehr zum Kochen verwenden. Denn fängt ein Kraut an zu blühen, fühlt es sich unwohl.

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25. Mai 2013, 05:33 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Ihre Blüten sehen zwar oft hübsch aus, aber leider lassen sich Kräuter dann oft nicht mehr zum Kochen verwenden. Denn fängt ein Kraut an zu blühen, fühlt es sich unwohl.

Blühende Kräuter eignen sich häufig nicht mehr zum Würzen. Sie schmecken nicht mehr so gut wie noch nicht erblühte Würzpflanzen. Die Blüte unterdrückt man, indem man die Pflanzen in Töpfe mit ausreichend Platz setzt, erläutert Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. Außerdem fühlen sich die Kräuter wohl, wenn der Boden um sie stets feucht, aber nicht zu nass gehalten wird.

Ausgelöst wird die Blüte, wenn die Pflanze Stress und Lebensgefahr empfindet. Das passiert etwa dann, wenn sie sich zu beengt und unterversorgt fühlt: In kleinen Töpfen kann sie nicht weiterwachsen. Bekommt sie zu wenig Gießwasser, trocknet sie aus. In beiden Fällen will die Pflanze durch die Blüte eilig Samen und damit Nachwuchs produzieren - ein Überlebenstrieb.

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