Laub, Stauden und Gräser : Kaffeefilter, Unkraut und Co.: Was darf auf den Kompost? Eine Übersicht

Auch wenn der Kompost für Grünabfälle gedacht ist, sollte nicht jede Pflanze darin landen. /dpa-tmn
Auch wenn der Kompost für Grünabfälle gedacht ist, sollte nicht jede Pflanze darin landen. /dpa-tmn

Der Kompost ist eine Nährstoffquelle für das nächste Jahr. Im Herbst verwenden Hobby-Gärtner dafür den Grünabfall. Verzichten sollten sie jedoch auf Pflanzen, die sich mit Samen vermehren.

shz.de von
24. November 2017, 04:12 Uhr

Gerade im Übergang zum Winter fällt viel Grünabfall im Garten an. Die Bäume verlieren ihr Laub, Stauden und Gräser werden braun und heruntergeschnitten, das Gemüsebeet wird abgeräumt - und dazu noch der Rasen ein letztes Mal gemäht. Viele Hobbygärtner legen einen Kompost an, um aus den Resten der vergangenen Saison die Nährstoffquelle des nächsten Jahres zu machen. Doch nicht alle Pflanzenteile sollten auf dem Kompost landen. Eine Übersicht:

  • Pflanzen, die von Schädlingen befallen sind

    Manche Viren, Pilze oder Schädlinge können in den kleineren Haufen überleben, da die Verrottung hier nicht ausreichend hohe Temperaturen schafft. Sie verbreiten sich dann im kommenden Jahr über den ausgebrachten Kompost weiter. Daher sollte befallenes Grün nicht auf diese Weise entsorgt werden.

     
  • Laub

    Laub darf auf den Kompost, wobei darauf zu achten ist, dass ein gesunder Komposthaufen den dort wohnenden Klein- und Kleinstlebewesen ausreichend Feuchtigkeit, Durchlüftung und Nährstoffe zur Verfügung stehen sollte. Manches Laub verrottet nur schwer, wie etwa Eichen- und Nusslaub. Hier hilft es, das Material zuvor zu zerkleinern, etwa mithilfe des Rasenmähers. Dann lässt es sich in Schichten zu den anderen Kompostmaterialien hinzufügen, erklärt die Bayerische Gartenakademie.
Laub und Schnittgut landen in der Regel auf dem Kompost. Pflanzenteile die von Fäule oder Welkerkrankungen befallen sind, gehören jedoch nicht auf den Kompost. /dpa
Uwe Zucchi
Laub und Schnittgut landen in der Regel auf dem Kompost. Pflanzenteile die von Fäule oder Welkerkrankungen befallen sind, gehören jedoch nicht auf den Kompost. /dpa
  • Unkraut, Quecke und Giersch

    Auch Unkraut hat nichts auf dem Kompost zu suchen. Pflanzen, die sich mit Samen vermehren, oder Wurzelunkräuter wie Quecke und Giersch, gibt der Hobbygärtner besser in die Restmülltonne. Das gilt laut Umweltbundesamt besonders für Neophyten wie Beifuß-Ambrosia, Herkulesstaude und Riesen-Bärenklau, die sich stark ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen. Eine Ausnahme besteht dann, wenn die Samenunkräuter früh gejätet werden und somit noch keine Blütenknospe tragen, erklärt die Gartenakademie.

     
  • Kaffee- und Teefilter, Kleintierstreu, Eierschalen

    Nicht nur Pflanzenreste dürfen auf dem Kompost landen. Laut Umweltbundesamt sind zum Beispiel auch Kaffee- und Teefilter, Kleintierstreu auf pflanzlicher Basis von Pflanzenfressern (Kaninchen, Hamster, Vögel) sowie Eierschalen erlaubt.

     
  • Küchen- und Zeitungspapier

    Kleine Mengen an Küchen- oder Zeitungspapier, etwa zum Auskleiden der Sammeleimer für den Küchenabfall, können auch auf dem Kompost landen. Größere Papiermengen entsorgt man aber besser über das Altpapier, da manche Inhalts- und Zusatzstoffe für die Verwertung im Garten nicht geeignet sind.

     
  • Südfrüchte

    Obst- und Gemüsereste aus der Küche dürfen nur eingeschränkt im Garten-Mülleimer landen. Denn Südfrüchte werden oft mit pilztötenden Substanzen behandelt. Man sollte daher nur kleinere Mengen davon kompostieren - dann sind sie kein Problem.
zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert