Gesetzlicher und privater Unfallschutz : Unfallversicherung: Das gilt bei der Kinderbetreuung

Kind_unfall_versicherung

Wenn beide Elternteile arbeiten, verbringen Kinder neben Tageseinrichtung und Schule auch viel Zeit bei Tagespflegepersonen oder den Großeltern. So ist der Nachwuchs bei Vertretern der elterlichen Sorge versichert.

shz.de von
11. September 2018, 04:13 Uhr

In Krippen, Kindergärten oder Horten sind Kinder gesetzlich unfallversichert – ganz gleich, ob die Einrichtung staatlich oder in freier Trägerschaft ist. Der Versicherungsschutz umfasst alle Tätigkeiten und Aktivitäten, die in der Verantwortung und Aufsicht des pädagogischen Personals stehen und organisiert werden. Ebenso sind die Wege im Schutz miteingeschlossen.

Sind Kinder ordnungsgemäß bei einer Tagespflegeperson untergebracht, sind die zu betreuenden Kinder in den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz miteinbezogen. Die Anforderungen an die Qualifizierung zur Tagesmutter oder zum Tagesvater variieren je Bundesland.

Einen Großteil der Kindheit und Jugend werden in der Schule verbracht. Auch hier ist ein Schutz während des Unterrichts, der Sportstunde oder einer Freistunde gegeben. Voraussetzung ist dabei der Aufenthalt auf dem Schulgelände. Den Versicherungsschutz garantiert die Schüler-Unfallversicherung, die ebenfalls bei gesundheitlichen Schäden unter Mitschülern und Lehrkräften wirkt. Auch auf dem Pausenhof greift der Schutz, der jedoch durch private Stadtbummel oder private Erledigungen eingegrenzt wird.

Übernimmt eine nette Nachbarin oder die Großeltern die Kinderbetreuung – egal, ob es sich dabei um eine kurz- oder längerfristige Lösung handelt – gilt die gesetzliche Unfallversicherung jedoch nicht. Die Arag Experten empfehlen hierfür eine private Unfallversicherung, die dieses Risiko auffängt und Kinder beim Spielen und in der ihrer Freizeit gegen Unfällen und Verletzungen versichert.

(mit Material von Arag SE)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen