Herzrhythmusstörungen : Im Alter sind Unterzuckerungen für Diabetiker gefährlich

Diabetiker müssen im höhren Alter darauf achten, dass es nicht zu Unterzuckerungen kommt. Ansonsten drohen Gehirnschäden und Herzrhythmusstörungen.
Diabetiker müssen im höhren Alter darauf achten, dass es nicht zu Unterzuckerungen kommt. Ansonsten drohen Gehirnschäden und Herzrhythmusstörungen.

Diabetiker müssen normalerweise den Blutzucker weit senken. Für Erkrankte im höheren Alter gilt das nur noch bedingt. Allerdings sollte es nicht zu Unterzuckerungen kommen. Sonst drohen Herzrhythmusstörungen und andere Gefahren.

shz.de von
29. Mai 2018, 11:25 Uhr

Bei älteren Diabetikern stehen Lebensqualität und Erhalt der Selbstständigkeit in der Behandlung an erster Stelle. Der Blutzucker muss im Zweifelsfall nicht mehr ganz so weit gesenkt werden wie bei jüngeren Patienten, erklärt die Deutsche Diabetes Gesellschaft.

Wichtiger sei, dass es nicht zu Unterzuckerungen kommt. Denn sie können das Gehirn schädigen, Herzrhythmusstörungen auslösen und eine Demenz fördern. Normalerweise versuchen Diabetologen, bei ihren Patienten einen HbA1c-Wert von 6,5 bis 7,5 Prozent zu erreichen. Bei älteren Diabetikern sei das aber nur erstrebenswert, wenn sie ansonsten gesund und fit sind, sagt Rahel Eckardt-Felmberg, Chefärztin der Klinik für Geriatrie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin.

Anders sieht es aus, wenn sie auch mit anderen Erkrankungen zu kämpfen und ein erhöhtes Risiko für Unterzuckerungen (Hypoglykämien) haben. Dann genüge es, einen Langzeitblutzuckerwert von 7,0 bis 8,0 Prozent zu erreichen.

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