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Gesundheitswandern : Zu Fuß zum Wohlbefinden

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In Gesellschaft fit werden lautet das Versprechen des Gesundheitswanderns. Es steigert Kreislauf und Koordination und eignet sich für Ältere.

"Das Wandern ist des Müllers Lust" heißt es in einem bekanntes Volkslied. Und nicht nur der Müller wandert gern. Sich körperlich betätigen und dabei in der Gruppe die Natur kennenlernen - das alles bietet das Gesundheitswandern. Diese etwas andere "Sportart" kombiniert Wandern mit ausgewählten Übungen, die fit machen und nebenbei auch noch viel Spaß bringen. Für Bewegungsmuffel ist es der ideale Einstieg, um etwas für Körper und Seele zu tun.
Einige Zahlen belegen, dass der Mangel von körperlicher Fitness in der Gesellschaft weit verbreitet ist. 45 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer legen nur ein bis zwei Kilometer pro Tag zurück. Über 50 Prozent der Bevölkerung klagt über Stress. Gerade Bewegungsmangel und Stress haben gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und verursachen hohe Kosten für das Gesundheitssystem. Sportärzte fordern Sportorganisationen und Vereine dazu auf, älteren Menschen gesundheitsorientierte Sportangebote anzubieten. Das hat der Deutsche Wanderverband herausgefunden.

Ideal im Alter

Um gegen dieses Problem anzugehen, hat der Fachbereich Physiotherapie der Fachhochschule Osnabrück das Konzept des Gesundheitswanderns entwickelt. Mit Erfolg. Gesundheitswandern bedeutet unter anderem, die Ausdauer zu trainieren, einzelne Muskelpartien zu kräftigen und den eigenen Körper kennen zu lernen. Dies funktioniert am besten in der Gruppe. Der Deutsche Wanderverband hat dafür bundesweit sogenannte Gesundheitswanderführer ausgebildet - auch in Schleswig-Holstein und Hamburg. Diese haben an einer fünftägigen Fortbildung teilgenommen und eine Prüfung abgelegt.
Die Zielgruppe dieser "Sportart" sind Menschen ab 55 Jahren, die sich wenig bewegen. Schließlich fällt es vor allem älteren Leuten schwer, sich körperlich zu betätigen. Diese Erfahrung haben zumindest die Mitglieder des Deutschen Wanderverbands gemacht. Aus diesem Grund ist eine spezielle Motivation nötig. Experten der Ärztezeitung schreiben, dass dafür Freude, Gruppendynamik und niederschwellige Angebote wichtig seien. Und genau diese Voraussetzungen würde das Gesundheitswandern erfüllen. Schon zwei Wanderungen pro Woche würden ausreichen, um die körperliche Fitness zu steigern. Mit diesem relativ geringen Aufwand verbesserten sich Ausdauer und Koordination der Patienten, die gefühlte Anstrengung nahm dagegen ab.

Experten empfehlen die Sportart

Das bestätigt auch die Betriebskrankenkasse (BKK). Ein Sprecher erklärt, dass gesundheitsorientiertes Laufen positive Wirkungen auf den Körper und das Gesundheitsempfinden hat. Hinzu käme, dass Wanderer oder Läufer sich psychisch ausgeglichener, leistungsfähiger und im Großen und Ganzen gesünder fühlen. Die positiven Wirkungen des Laufens stellen sich nicht nur in der Prävention ein. Auch Menschen, die bereits gesundheitliche Einschränkungen haben - wegen Fettleibigkeit (Adipositas), Asthma oder Depressionen - erfahren durch gesundheitsorientiertes Laufen eine Verbesserung ihres gesundheitlichen Zustands und Empfindens.

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erstellt am 14.Jun.2013 | 04:05 Uhr

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