Gefährliche Spinnentiere : Zecken-Rekord: 584 FSME-Fälle in Deutschland

<p>Zecken sind dafür bekannt, Krankheiten zu übertragen. Vielen ist jedoch nicht bewusst, wie man sich ausreichend vor Zeckenstichen schützen kann.</p>

Zecken sind dafür bekannt, Krankheiten zu übertragen. Vielen ist jedoch nicht bewusst, wie man sich ausreichend vor Zeckenstichen schützen kann.

Zecken übertragen über 50 verschiedene Krankheiten. Die beiden bekanntesten Infektionen sind Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose.

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01. März 2019, 06:38 Uhr

Wenn die Temperaturen wieder steigen und der Frühling naht, erwachen die Zecken aus ihrer Winterstarre. Bereits ab einer konstanten Temperatur von 7 Grad Celcius werden die kleinen spinnenartigen Parasiten bei uns zulande aktiv und beginnen mit der Nahrungssuche.

Zecken findet man nicht nur in Deutschland. Über die Grenzen hinaus existieren weltweit mehr als 900 Zeckenarten. Gerade feuchtes und warmes Wetter zieht die Zecken besonders an und lässt sie aktiv werden. Die kleinen Spinnentiere können sich dabei optimal an ihre Umgebung anpassen, was dazu führt, dass einige Zeckenarten sogar in den Wüstensteppen Afrikas leben. Auch kalte Temperaturen machen den Tieren nichts aus, sie fallen dann einfach in eine Winterstarre und erwachen, wenn es wieder wärmer wird.

Sieben Fakten über Zecken
  1. Zecken gibt es schon 125 mal so lange wie den Menschen
  2. Hat sich eine Zecke erst einmal vollgesaugt, kann sie bis zu 200-mal so viel wiegen wie eine hungrige Zecke.
  3. Zecken können bis zu drei Wochen unter Wasser überleben. Daher sollten die Parasiten niemals in der Toilette oder im Waschbecken hinuntergespült werden
  4. Bis zur nächsten Nahrungsaufnahme können Zecken zwei Jahre auf Nahrung verzichten. Ein Krokodil kann im Vergleich nur 1 Jahr ohne Nahrung überleben.
  5. Zecken hängen im Extremfall bis zu 15 Tage an ihrem Wirt, um ihr Blut zu trinken.
  6. Die Lebensdauer der Zecken beträgt 3-5 Jahre. Die Männchen leben bis zur Begattung und Weibchen sterben nach der Eiablage.
  7. Zecken fallen nicht von Bäumen. Eine erwachsene Zecke kann lediglich bis zu 1,5 Meter hoch klettern. Häufig halten sie sich in feuchten und warmen Gebüschen, Uferrändern und hohen Gräsern auf und leben in Wäldern.

Der FSME-Virus

Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sind die ersten Anzeichen des von Zecken übertragenen Virus Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im zweiten Stadium können Entzündungen der Hinhaut, des Gehirns und des Rückenmarks auftreten. Der sogenannte FSME-Virus ist eine weit verbreitete Krankheit, welche Langzeitschäden wie Lähmungen und Sprachstörungen nach sich ziehen oder sogar tödlich enden kann.

FSME in Deutschland

Im Jahr 2018 gab es in Deutschland so viele FSME-Fälle wie noch nie. 584 Infizierungen wurden gemeldet und die Anzahl der betroffenen Landkreise stieg von 156 auf 165 FSME-Risikogebiete - Tendenz steigend. Die meisten Risikogebiete befinden sich im Süden Deutschlands - jedoch ist im letzten Jahr Emden, ein Landkreis in Niedersachsen, ebenfalls zum Risikogebiet erklärt worden.

Die richtige Vorsorge ist entscheidend

Eine richtige Vorsorge ist somit unumgänglich. Auch außerhalb der Risikogebiete und über die Grenzen Deutschlands hinaus können Zecken den FMSE-Virus verbreiten. Damit der Ausflug in den Wald, ein Spaziergang oder der Kurzurlaub trotzdem genossen werden kann, sollten folgende Tipps beachtet werden:

(Mit Material von Pfizer.)

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