7,8 Millionen : Zahl der schwerbehinderten Menschen in Deutschland gestiegen

Wer einen Schwerbehindertenausweis hat, bekommt Nachteilsausgleiche.
Wer einen Schwerbehindertenausweis hat, bekommt Nachteilsausgleiche.

Die deutsche Gesellschaft wird älter. Dies ist einer der Gründe, warum die Zahl der schwerbehinderten Menschen steigt. Aktuelle Zahlen dazu veröffentlichte das Statistische Bundesamt.

shz.de von
25. Juni 2018, 10:02 Uhr

Die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Deutschland ist seit Ende 2015 um zwei Prozent gestiegen. Insgesamt lebten Ende 2017 rund 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 9,4 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Der Anteil dürfte angesichts der demografischen Entwicklung weiter zunehmen, denn Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So waren 34 Prozent der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre oder älter, während 44 Prozent im Alter zwischen 55 bis 74 Jahren waren.

In 88 Prozent der Fälle verursachte eine Krankheit die Behinderung. Insgesamt 59 Prozent der schwerbehinderten Menschen in Deutschland hatten körperliche Behinderungen. Geistige oder seelische Behinderungen machten 13 Prozent der Schwerbehinderungen aus, in 9 Prozent der Fälle handelte es sich um zerebrale Störungen.

Das Versorgungsamt stellte bei knapp einem Viertel der Schwerbehinderten - insgesamt 23 Prozent - den höchsten Grad der Behinderung fest. Ein Drittel wies einen Behindertengrad von 50 Prozent auf, hieß es.

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