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SH sorgt vor : Wohltat oder Qual? Welcher Sport für Rheumapatienten geeignet ist

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Bewegung ist gesund und gut fürs Gemüt. Aber was ist mit Menschen, die Einschränkungen wie entzündete Gelenke haben? Wie viel Sport ist mit Rheuma erlaubt? Und welcher darf es sein?

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 04:30 Uhr

Früher hieß es für Rheumatiker: Gelenke schonen! Dabei müssen sich Patienten mit entzündlichem Rheuma eigentlich noch mehr bewegen als Gesunde. Das betont Prof. Erika Gromnica-Ihle von der Deutschen Rheuma-Liga.

Sport tut gut und ist gut für die Gesundheit

Auf den ersten Blick mag es paradox klingen. Aber: Wer sich viel bewegt, hat häufig weniger Schmerzen - und braucht idealerweise auch weniger Medikamente. Bewegung wirkt sich außerdem günstig auf Begleiterkrankungen wie eine Depression oder Fatigue aus, erläutert Gromnica-Ihle. Diese bleierne Müdigkeit, die Rheumapatienten häufig verspüren, lässt sich medikamentös bisher gar nicht behandeln.

Bei Rheuma Überlastung vermeiden

Aber wie viel Sport ist für Menschen mit entzündlichem Rheuma gut? Die Expertin empfiehlt, sich an die WHO-Empfehlungen zu halten: mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. „Moderat bedeutet: Man sollte sich dabei noch unterhalten, aber nicht mehr singen können“, konkretisiert Gromnica-Ihle. Wer intensiveren Sport treibt, dem reichen eventuell auch 75 Minuten. Aufteilen kann man die Einheiten, wie man möchte. Pro Einheit müssen es aber mindestens zehn Minuten sein.

Sanfter Sport ohne sich zu überanstrengen tut vielen Rheumapatienten gut.
Sanfter Sport ohne sich zu überanstrengen tut vielen Rheumapatienten gut.
 

Welche Sportarten geeignet sind, besprechen Rheumatiker am besten mit dem behandelnden Arzt. Ideal ist, zwei Mal pro Woche Krafttraining zu integrieren, sagt Gromnica-Ihle: „Gerade ein krankes Gelenk braucht einen kräftigen Muskel, der es führt.“ Zudem beugt Krafttraining Knochenschwund vor.

Wer bisher noch gar keinen Sport macht, dem rät die Expertin, langsam einzusteigen. „Jeder Gang um den Block ist besser als gar keine Bewegung“, betont sie.

 
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