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Ernährung & Gesundheit

19. November 2017 | 15:11 Uhr

Föhr : Wie Insulaner entspannen

vom

Von Musik für die Seele bis hin zu milden Inselklima: Föhr bietet seinen Gästen viel - und die Gesundheit profitiert immer.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2010 | 05:11 Uhr

Lautes Vogelrufen, Wellen, die sacht an den Strand plätschern - man muss nur die Augen schließen, schon kann man sich ans Meer träumen, sich einen einsamen Strandspaziergang vorstellen. Dann erklingt Musik: "Morgenglanz-Streicher", "Sommergitarre" oder "Himmelsharfe". Und wer dies hört, muss nicht an der Küste unterwegs sein. Er kann auch gerade auf einem Zahnarztstuhl liegen oder im Kreißsaal. Die Klänge, die der Föhrer Hauke Nissen in seinem Tonstudio in Oldsum, im Westen der nordfriesischen Insel, den Naturgeräuschen seiner Heimat hinzufügt, sind inzwischen in vielen Ländern zu hören.
Hauke Nissens CDs mit Entspannungsmusik sind nicht nur bei Inselfans ein beliebtes Urlaubsandenken. Sie laufen auch in Arztpraxen, um ängstliche Patienten zu beruhigen. In Wellnesszentren, Rehakliniken, Schulen und Kindergärten werden sie gespielt. Die Inspiration für seine Werke holt sich der gebürtige Föhrer direkt vor der Haustür - in der Inselnatur. In deren Frieden und Schönheit lässt er den Hörer auch in seiner neueste CD "Sonnentraum" eintauchen.
Gästeansturm auf Föhr
Die Föhrer Natur hat nicht nur auf die Seele eine wohltuenden Einfluss, sondern auch auf den Körper. "Seeluft ist gesund" - diese Binsenweisheit kann der Föhr-Urlauber gerade in den Wintermonaten bestätigt finden. Durch ihre Lage im Schutz der beiden "Schwestern" Amrum und Sylt und begünstigt durch den Golfstrom, hat die Insel Föhr ein Klima, das längst nicht so rau ist, wie das anderer Nordseeinseln. Föhrs heilende Wirkung erkannte man schon vor 190 Jahren. Im Juli 1819 wurde das Seebad Wyk gegründet, Bäder im Meer und warme Wannenbäder lockten in der ersten Saison 61 Gäste an. Inzwischen erholen sich jährlich 184000 Gäste im milden Föhrer Inselklima, das fast das ganze Jahr über Aktivitäten im Freien erlaubt.
Gerade in den Wintermonaten, wenn die Insel nach dem sommerlichen Gästeansturm zur Ruhe gekommen ist, alles viel beschaulicher zugeht, als zur "rummeligen" Hauptsaison, kann man dem grauen Schmuddelwetter der Städte entfliehen und auf Föhr ein paar Sonnentage genießen. Denn Regenwolken halten sich meist nicht lange auf der Insel, sie werden vom Wind zum Festland gepustet. So kann man sich bei ausgedehnten Radtouren und langen Strandspaziergängen herrlich entspannen, sich vom Wind durchpusten lassen und die salzige Seeluft ganz tief einatmen. Und hin und wieder auch frostklirrende Wintertage erleben, an denen die reetgedeckten Häuser in den alten Friesendörfern weiße Schnee- oder Raureifmützen haben und beim Strandspaziergang gefrorene Gischt unter den Füßen knirscht.
Mildes Klima mobilisiert
Egal, ob der Winter eher frühlingshaft oder eisig kalt ist - in jedem Fall wirkt das milde Föhrer Reizklima, trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei und mobilisiert die Abwehrkräfte.
Sollte doch mal "Schietwetter" sein, lädt das "Aqua Föhr", das längst zum modernen Wellness-Tempel umgebaute ehemalige Kurmittelhaus der Inselhauptstadt Wyk, zum Relaxen ein. Bei warmen Schlick packungen, Meerwasserbädern oder ayurvedischen Massagen kann man Körper, Geist und Seele wieder ins Lot bringen. Und wenn dann im Hintergrund leise Hauke Nissens Musik zu hören ist, muss man sich nicht mehr ans Meer träumen - man ist schon da.

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