Kochbuch zu gewinnen : Wie ein Buddha: Weihnachten als Anlass für Entschleunigung und Achtsamkeit

In ihrem Buch „Kochen wie ein Buddha“ beschreibt die Zen-Köchin Susanne Seethaler, wie sich mehr Zeit nehmen und achtsamer sein funktioniert - und das längst nicht nur beim Kochen.

Julia Gohde klein.JPG von
21. Dezember 2017, 02:12 Uhr

Gerade die Vorweihnachtszeit bedeutet mit Blick auf den Kalender für viele nicht die Zeit für Besinnlichkeit, sondern ist eng verbunden mit Hektik, Vorbereitungen, Autofahren oder dem gehetzten Laufen durch die Innenstadt. Erst wenn an Heiligabend der Baum geschmückt, das Essen auf dem Tisch und die Familie komplett ist, kehrt langsam Ruhe ein.

Passend zur Stille verlosen wir drei Exemplare des Buches „Kochen wie ein Buddha“ von Susanne Seethaler. Sie hat das Achtsamkeits-Kochbuch mit Übungen, Geschichten und 35 vegetarischen und veganen Rezepten geschrieben. Das Buch ist jedoch nicht als reines Kochbuch zu verstehen, sondern mehr wie eine kleine Anleitung für den bewussteren Umgang mit Lebensmitteln und dem eigenen Körper - oder weniger beispielhaft gesprochen: Ein Buch, das sich dem Thema Achtsamkeit als Lebenseinstellung widmet.

Achtsamkeit heißt wie, nicht was

Susanne Seethaler lebt, schreibt und kocht in München. Zuhause ist sie aber auf der ganzen Welt und hat in den Küchen bekannter Zen-Köche ihr Handwerk gelernt und sich mit Meditation beschäftigt. Die Rezepte in ihrem Buch stammen von ihr, ein paar hat Susanne Seethaler von Freunden auf zahlreichen Reisen wie etwa in Amerika, Indien, Nepal, Frankreich und Österreich gelernt. Ihr geht es darum, mit „Kochen wie ein Buddha“ vor allem eines zu vermitteln: „Es ist im Prinzip egal, was gekocht wird. Es geht darum, wie man kocht und dass man bewusst den Fokus auf das gegenwärtige Tun richtet“, sagt die 48-Jährige. „Achtsamkeit kann trainiert werden wie ein Muskel im Körper. Das ist nichts Spirituelles, das kann jeder.“

In ihrer privaten Küche gibt Susanne Seethaler etwa einmal im Monat einen Kochkurs.
privat
In ihrer privaten Küche gibt Susanne Seethaler etwa einmal im Monat einen Kochkurs.
 

Diese Achtsamkeit bedeutet, im jetzigen Augenblick gegenwärtig zu sein. Das mag vielleicht ganz einfach klingen, ist im stressigen Alltag aber eine echte Herausforderung, weil man sich aller Dinge, die man gerade tut, bewusst sein muss. „Oft ist man, wenn man kocht, nicht richtig bei der Sache und mischt so seine Gedanken und Gefühle mit ins Essen“, erklärt die 48-Jährige. Wer achtsam kocht und sich auf die Zubereitung konzentriert hingegen, lerne seine Lebensmittel und auch die Küchengeräte, mit denen man diese bearbeitet, wertzuschätzen. Zentral sei, sich auf sein gegenwärtiges Tun zu fokussieren.

Schreibt ihre Bücher nicht nur zu Hause, sondern auch immer wieder beim Reisen: Susanne Seethaler.
privat
Schreibt ihre Bücher nicht nur zu Hause, sondern auch immer wieder beim Reisen: Susanne Seethaler.
 

„Wenn man eine stressige Alltagssituation hinter sich hat und dann achtsam eine Zwiebel schneidet, dann meditiert man auch schon, ohne auf einem Kissen zu sitzen“, räumt Susanne Seethaler mit dem Vorurteil auf, meditieren könne man nur mit geschlossenen Augen im Schneidersitz. „Die Mediationen kann man auf alles, auf jede Tätigkeit, übertragen, selbst auf das Zähneputzen.“

Dabei bedeutet achtsames Kochen und Essen keineswegs, beim Zubereiten der Speisen zurück ins Steinzeitalter zu fallen. „Ich möchte nicht, dass Menschen denken, sie müssen besonders langsam sein, oder etwas besonders Aufwendiges kochen. Achtsamkeit heißt nicht, alles wieder mit der Hand zu machen. Es geht nicht darum, ob man einen Thermomix benutzt oder nicht. Es ist wichtig, dass ich mir bewusst bin, was ich gerade mache“, so die Zen-Köchin.“

„Die Kursteilnehmer brauchen immer eine halbe Stunde, um den Schock zu überwinden, weil meine Küche so bunt ist und sie oft etwas klinisch-Reinliches erwarten“, lacht Susanne Seethaler selbstironisch.
privat
„Die Kursteilnehmer brauchen immer eine halbe Stunde, um den Schock zu überwinden, weil meine Küche so bunt ist und sie oft etwas klinisch-Reinliches erwarten“, lacht Susanne Seethaler selbstironisch.
 

Darum findet man auf Seite 106 des Buches auch ein Rezept für einen Burger, der eigentlich der Inbegriff von Fast Food ist. „Ich kann auch achtsam eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben, solange ich mir im gegenwärtigen Moment bewusst mache, was ich gerade tue“, erklärt die Münchenerin. Achtsamkeit fordert hinzuspüren, was gut tut. Das kann für den Körper auch mal eine Portion Sahne oder etwas Salami sein. Wer achtsam isst, spürt, wie das Essen sich im Mund anfühlt, welche Konsistenzen es hat.

Eines war Susanne Seethaler bei der Herausgabe ihres Buches wichtig: Achtsam kochen ist kein Food- oder Ernährungstrend. „Es geht um die Art, wie man kocht, nicht was man kocht. Das Zubereiten der Gerichte in dem Buch erdet die Menschen, holt sie zurück, das ist ihre Aufgabe.“

978-3-426-65810-9_Druck.jpg
Knaur Balance
Gewinnspiel

Der sh:z verlost drei Kochbücher von Susanne Seethaler. Für die Teilnahme genügt eine E-Mail mit dem Grund, weshalb genau Sie gewinnen sollten, an die E-Mail-Adresse content-redaktion@shz.de. Teilnahmeschluss ist Donnerstag, 21. Dezember, 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Weitere Rezeptideen finden Sie auch in unserem Kochportal „Küchenlust“ (www.kuechenlust.com)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen