Studien-Ergebnis : Wenn Eltern ihre Kinder krank machen

Nicht jedes Kind hat ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern und könnte deshalb später häufiger krank werden. Foto: sh:z
Nicht jedes Kind hat ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern und könnte deshalb später häufiger krank werden. Foto: sh:z

Laut einer US-Studie beeinflusst die frühe Eltern-Kind-Beziehung das spätere soziale Miteinander sowie die Gesundheit der Heranwachsenden.

shz.de von
10. Februar 2013, 06:09 Uhr

Die Qualität der Beziehungen zu den Eltern in den ersten Lebensjahren prägt nach einer Studie von US-Psychologen die spätere Gesundheit. Wer als Kleinkind eine "sichere Bindung" zu den Eltern aufbaue, habe als Erwachsener deutlich weniger gesundheitliche Probleme als Kinder, deren Beziehung zu den Eltern gestört war, berichtet die in Weinheim erscheinende Zeitschrift "Psychologie heute". Grundlage der These sind Befragungen von 163 heute 32 Jahre alten Probanden in den USA, deren Beziehungen zu ihren Eltern bereits vor 30 Jahren von Psychologen analysiert wurde.
Die Forscher um Jennifer Puig von der University of Minnesota vermuten, dass Kinder mit früh belasteten Beziehungen zu den Eltern "fortwährend Stress im Miteinander" empfinden. Diese Erfahrung beeinflusse auch spätere Beziehungen, die dadurch oft von Misstrauen und Distanz geprägt seien. Dies könne sich dann in der körperlichen Gesundheit niederschlagen. In den Befragungen hatten die Psychologen bei Probanden mit ehemals gestörten Eltern-Beziehungen sechsmal häufiger eine Erkrankung festgestellt als bei Befragten mit einem engen Verhältnis zu den Eltern. So litten sie häufiger an Diabetes, Herzerkrankungen sowie unter Symptomen wie Rückenschmerzen oder Hautproblemen.

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