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Ernährung & Gesundheit

26. September 2017 | 04:11 Uhr

Aurafotografie : Wenn die Seele leuchtet

vom

Aurafotografie gehört zu der Kategorie "alternativen Heilmethoden": Hilfe für die Gesundheit oder reiner Aberglaube?

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2010 | 05:21 Uhr

Einig sind sich alle: Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, was die Beurteilung unseres Gesundheitszustandes und der Einflüsse für unsere Seele angeht. Viele Lehren sprechen von der ganzheitlichen Betrachtung und es gab immer schon Heiler und Seher, die von der Existenz der menschlichen Aura zu wissen glaubten.
Doch was der "normale" Mensch nicht sehen kann, das glaubt er nicht. Und so versuchten Wissenschaftler und Physiker, das leuchtende Umfeld für den Betrachter sichtbar zu machen. Aber wie kann etwas, das - wenn überhaupt - nur zu erahnen ist, auf einem Film oder ein Foto gebannt werden?
Wissenschaft oder Esoterik
Das erste Aurafoto geht auf Nikola Tesla und das Jahr 1891 zurück. Für das moderne Zeitalter ist der kalifornische Ingenieur Guy Coggins derjenige, der es mit Hilfe der Biofeedbacktechnologie schaffte, eine Kamera und die entsprechenden Sensoren in Einklang zu bringen. Er machte das Energiefeld, das jeden Körper umgibt, abbildbar. Aber wozu soll es gut sein, wenn Farben unseren Körper umspielen? Marcus Lagojannis aus Husum ist einer der wenigen in Schleswig-Holstein, der die Kamera in der Behandlung seiner Patienten einsetzt. Er ist ausgebildeter Masseur und Bademeister, Osteopath sowie Schmerztherapeut und wie seine Frau Kerstin, staatliche geprüfte Physiotherapeutin, alles andere als abgehoben. Beide glauben: Die Aurafotografie kann als Indikator dienen und Hinweise geben, wo etwas nicht stimmt. Sie sind von der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen überzeugt.
"Was äußerlich stattfindet, findet auch innerlich statt", sagt Lagojannis. Die Farben der Aura und die Anordnung in Verbindung mit den Chakren (Sanskrit: Energierad) geben Hinweise auf die Qualität des Bewusstseins, der Emotionen, Gedanken, Fähigkeiten und Vitalenergien einer Person.
Aura in den Farben des Regenbogens
Die abgebildete Aura besteht aus den Farben des Regenbogens, aber nicht alle Farben sind bei jedem sichtbar. Rot steht da zum Beispiel für Aktivität sowie Erotik, aber auch - je nach Intensität - für Müdigkeit, Wut und Energiemangel. Gelbtöne stehen für Verstand, Organisationstalent und ein sonniges Gemüt, aber ebenso auch für Anstrengung und mentale Kontrolle. Grün ist die Farbe der Mitte, zeigt Wohlwollen, Ausgeglichenheit und Lebensfreude, bedeutet aber auch Unbeweglichkeit und Materialismus. Ein Blau weist auf Tiefe und Nächstenliebe hin, steht in seinen dunklen Tönen außerdem für chronische Erschöpfung. Das Weiß vereint alle Farben und zeigt eine Erhöhung der vorhandenen Energien. Das Bild vom "Heiligenschein" drängt sich hier auf und hat auch dort seine Wurzeln.
Praktisch sieht die Aurafotografie wie folgt aus: Der Patient wird vor eine Kamera gesetzt, muss seine Hände auf zwei Kästen mit stilisierten "Metallhänden" legen, die die Körperimpulse in den Computer der Kamera zur Umrechnung weiterleiten. Schon nach kurzer Zeit gibt es das Polaroidfoto, auf dem der Kopf und der Körper mit dem individuellen Farbkreis umgeben sind. Der Fachmann erkennt anhand der Farben nun die Defizite und Energiestärken und kann entsprechende Behandlungsmethoden wie z.B. Reiki, Yoga, Massagen, Fußreflexzonenbehandlung empfehlen, um das Energiefeld positiv zu beeinflussen.
Vorher und nachher: Fotos zeigen den Erfolg
So können "Vorher"- und "Nachher"-Fotos aufzeigen, ob die Behandlung ihr Ziel erreicht hat. Da sich die äußeren und inneren Umstände auch häufig ändern, empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen nach dem "rechten" Zustand des Energiefeldes zu schauen.
Für Menschen, die nicht gerne etwas von sich Preis geben, ist es sicher schwierig, sich auf das Experiment "Aurafotografie" einzulassen. Denn das Unterbewusstsein - und somit das Energiefeld - lasse sich nicht beeinflussen.Faszinierend ist es für den Laien aber allemal, sich selbst oder vielmehr seine Seele "leuchten" zu sehen.

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