Anzeige: Helios Klinikum Schleswig : Wenn der Oberschenkelhals bricht: Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Eine Röntgenaufnahme verschafft Klarheit, ob eine Fraktur am Oberschenkenhals vorliegt oder nicht.

Eine Röntgenaufnahme verschafft Klarheit, ob eine Fraktur am Oberschenkenhals vorliegt oder nicht.

Wer typischerweise betroffen ist, wie es zum Bruch kommt, was die Symptome sind und wie die Patienten wieder fit werden.

shz.de von
11. Juli 2019, 23:58 Uhr

Schleswig | In Deutschland erleiden jährlich rund 100.000 Menschen eine Schenkelhalsfraktur. Während bei Kindern Schenkelhalsfrakturen eher selten auftreten, sind gerade ein Großteil der Betroffenen über 65 Jahre alt.

Schenkelhalsfraktur – was bedeutet das überhaupt?

Bei dem umgangssprachlich genannten Oberschenkelhalsbruch spricht man von einer Verletzung zwischen dem Kopf und dem Schaft des Oberschenkelknochens, der mit dem Hüftkopf und der Hüftpfanne das Hüftgelenk bildet.

Betroffen sind häufig ältere Menschen, bei denen der Knochen mit dem Alter „weicher“ wird. Dann kann es schon durch geringe Fremdeinwirkungen auf die Hüfte zum Bruch des Oberschenkelhalsknochens kommen. Dr. Volker Stein, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Schleswig.
 

Knochenschwunderkrankungen wie, z.B. Osteoporose begünstigen Schenkelhalsfrakturen – „dann reicht oft ein Sturz auf die Körperseite“, meint der Schleswiger Experte Dr. Volker Stein, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Schleswig. Jüngere Menschen erleiden nur selten oder durch größere Gewalteinwirkungen, wie z.B. Autounfälle oder Stürze aus großen Höhen, eine Schenkelhalsfraktur.

Symptome der Schenkelhalsfraktur

Für den Laien ist eine Schenkelhalsfraktur nicht immer gleich zu erkennen. Die Symptome sind ganz unterschiedlich:

  • Im Allgemeinen leiden Betroffene unter Bewegungseinschränkungen und Schmerzen im Hüftbereich, die unter Bewegung stärker werden.
  • Auch Blutergüsse, Prellmarken, Abschürfungen und Schwellungen nach einem Trauma weisen auf eine Schenkelhalsfraktur hin.
  • Oftmals zeigt sich auch eine Verschiebung der Bruchenden in Form einer Verkürzung des Beines.
Häufig erkennt man mit bloßem Auge und schon während der Untersuchung eine Schenkelhalsfraktur. Dr. Volker Stein, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Schleswig.
Dr. Volker Stein, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Schleswig
Helios Klinikum Schleswig

Dr. Volker Stein, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Schleswig

 

Eine Röntgenuntersuchung gibt schnell Gewissheit. In den meisten Fällen ist eine Operation unumgänglich. „Dabei wird die Therapie auf den Gesundheitszustand, das Alter und die Mobilität des Patienten individuell abgestimmt“, so Dr. Stein. Während der Oberschenkelhalskopfbruch bei jüngeren Patienten häufig mit Schrauben versorgt wird, erhalten ältere Menschen oft ein künstliches Hüftgelenk. Hierbei werden Oberschenkelhals, -kopf und Hüftpfanne durch eine Prothese ersetzt. Sind die Bruchenden nur gering verlagert, ist auch eine konservative Therapie, mittels Bettruhe und Physikalischer Therapie möglich.

Der Genesungszeitraum hängt vom Alter des Patienten ab. „Hier ist entscheidend, wann der Patient das Krankenhausbett verlassen und mobilisiert werden kann“, sagt Stein. Während ein Patient mit einem Hüftgelenkersatz sein Bein unmittelbar nach der Operation bis zu einem gewissen Grad belasten darf, kann die Genesungszeit beim Erhalt des Hüftknochens langwieriger sein.

Schenkelhalsfraktur – wie lässt sich das vermeiden?

Grundsätzlich lässt sich eine Fraktur nicht vermeiden. Doch schon kleinere Veränderungen in der Wohnung, wie Nachtlichter, Beseitigung von Stolperfallen oder Gehhilfen können das Sturzrisiko vermindern und das Risiko bei älteren Menschen verringern.

Kontakt: Helios Klinikum Schleswig

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Chefarzt: Dr. Volker Stein
Tel: (04621) 812-1211
Web: www.helios-gesundheit.de/schleswig

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