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Allergien : Was tun bei Sonnenunverträglichkeit?

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Sonne auf der Haut - das ist nicht für alle Menschen eine gute Kombination. Bei einigen bilden sich nach zu viel UV-Licht Bläschen an verschiedenen Körperstellen.

Eutin | Viele sehnen sich nach der Sonne, doch nicht für jeden sind die Strahlen eine Wohltat. Nicht selten reagiert die Haut mit juckenden roten Pickeln oder Bläschen - einer polymorphen Lichtdermatose, auch als Sonnenunverträglichkeit bekannt.
Oft sind es allein die UV-Strahlen, welche die Haut erröten lassen. In diesem Fall zeigen sich schon nach dem ersten Sonnenbad des Jahres, also im Frühsommer oder zu Beginn des Urlaubs, Irritationen an unbekleideten Stellen. Nicht nur in Deutschland leiden die Menschen unter der Lichtallergie: Europaweit sind knapp 20 Prozent davon betroffen. Was genau diese Überempfindlichkeit auslöst, darüber sind sich die Ärzte noch nicht ganz sicher. Die Inhaltsstoffe von Sonnencremes könnten ein Grund sein. Der Eutiner Dermatologe Dr. Peter Grieffenhagen vermutet, dass die Bläschen und Rötungen durch langwelliges UV-Licht entstehen - einem lichttoxischen Effekt. Doch das sei noch nicht sicher bewiesen.

Haut vor dem Sommerurlaub abhärten

Eine weitere Form der Sonnenunverträglichkeit ist die photoallergische Reaktion. Dabei entsteht an sensiblen Hautpartien nach ein bis zwei Tagen ein juckendes Ekzem. Die phototoxische Reaktion sieht dagegen wie ein Sonnenbrand aus. Innerhalb von wenigen Stunden rötet sich die ungeschützte Haut und brennt. Manchmal schwillt sie an und es bilden sich Bläschen.
Fest steht jedoch, dass die Haut jedes Jahr erneut auf die Sonnenstrahlen reagieren kann. Und dass man im Voraus etwas tun kann, damit sich die Irritationen in Grenzen halten. Grieffenhagen empfiehlt bei einer "schweren" Sonnenunverträglichkeit die sogenannte Light-Hardening-Therapie, bei der die Haut langsam abgehärtet wird. Wer jedoch ohne Vorbereitung in den Urlaub fährt, sollte die Lichtexposition der Haut langsam steigern. Das heißt, die empfindlichen Stellen zunächst mit Kleidungsstücken schützen und sie erst allmählich der Sonne freigeben. "Das ist auch sinnvoll, wenn die Haut schon juckt", erklärt der Dermatologe. Auch ein geeigneter Schutz durch Sonnencremes ist das "A und O". Im Gegensatz zu einem Sonnenbrand würden die Betroffenen erst nach einigen Tagen merken, dass ihre Arme, Beine oder das Dekolleté auf die UVA-Strahlen reagiert haben.

Cortison und Pflegelotionen lindern Juckreiz

Doch was können Betroffene tun, wenn die empfindlichen Körperstellen doch von der Sonne heimgesucht wurden und nun brennen und jucken? Grieffenhagen schlägt zwei unterschiedliche Therapieformen vor. "Äußerliche Cortison-Anwendungen oder eine beruhigende Pflegecreme helfen sehr gut", erklärt er. Wichtig sei auch, die Haut abzudecken und sie vor weiterer Lichteinstrahlung zu schützen.
Lebensgefährlich ist die Sonnenallergie laut Grieffenhagen aber nicht: "Die akuten Rötungen gehen meist mit einer Cortison-Creme nach zwei bis drei Tagen wieder weg", sagt er. "Nach einigen Tagen ist dann meist auch die Rötung verschwunden." Danach müsse trotzdem auf ausreichend Sonnenschutz geachtet werden, denn das Hautkrebsrisiko bleibt bestehen.

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erstellt am 21.Jun.2013 | 06:33 Uhr

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