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Impfen : Vorsicht bei Rucksack-, Tropen- und Langzeitreisen

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Bei jeder Auslandsreise sollte man sich über Impfempfehlungen informieren, besonders bei längeren Reisen oder in Ländern mit mangelnder Hygiene.

shz.de von
erstellt am 03.Jul.2013 | 08:46 Uhr

Reisepass, Flugticket, Bargeld und Kreditkarte gehören für die meisten Urlauber ganz selbstverständlich ins Handgepäck. Doch auch der Impfpass sollte eingepackt werden. Denn Schutzimpfungen - spätestens sechs Wochen vor Reiseantritt - sind eine der wichtigsten Vorbereitungen für den Urlaub in ferne Länder, Mittelmeerländer oder nach Osteuropa. Bei Notfällen im Ausland - wenn man sich verletzt oder von einem Tier gebissen wird - ist es sehr wichtig, dass der behandelnde Arzt aus dem Impfpass direkt ersehen kann, ob noch ein Impfschutz gegen Tetanus oder gegebenenfalls gegen Tollwut vorliegt oder eine Impfauffrischung erforderlich ist. Schließlich können diese Infektionskrankheiten ohne Impfung tödlich verlaufen.
Welche Impfungen für die geplante Reise in Frage kommen, lässt sich bei einer reisemedizinischen Beratung im Tropeninstitut oder bei Ärzten mit einer Spezialisierung auf Reisemedizin individuell abklären. Vor jeder Reise ist es zudem sinnvoll, Informationen über aktuelle Ausbrüche zu informieren und seinen Impfschutz anpassen zu können. Experten weisen darauf hin, dass Rucksack-, Tropen- und Langzeitreisende ein besonders hohes Erkrankungsrisiko haben. Zudem werden bei Reisen durch mehrere Länder teilweise andere Impfnachweise verlangt als bei Einreise direkt aus Deutschland. Insofern sollte bei einer reisemedizinischen Beratung auch der Impfpass kontrolliert werden.
Ein geltender Impfschutz muss stets gegen Tetanus und Diphterie nachweisbar sein - diese Impfungen werden auch von den Krankenkassen erstattet. Zu den häufigsten Reiseimpfungen gehören die gegen infektiöse Gelbsucht (Hepatitis A und B) sowie Polio bei Reisen nach Asien und Afrika und Typhus. Auch eine Impfung gegen Masern ist bei Reisenden sinnvoll, wenn kein Schutz durch eine frühere Impfung oder Erkrankung vorliegt. Spezielle Reiseimpfungen für bestimmte Gebiete und Aufenthalte mit erhöhten Risiken sind die gegen Gelbfieber, das in Afrika und Südamerika verbreitet und zum Teil für die Einreise vorgeschrieben ist. In weiten Gebieten der Tropen und Subtropen ist außerdem eine Malaria-Prophylaxe ratsam.
Welche Impfungen für welche Länder empfohlen werden, lesen Sie hier.
Asien: Hepatitis A, Japanische Enzephalitis, Polio (Süd- Ost Asien)
Afrika: Hepatitis A, Geldfieber (tropisches Afrika), Meningokokken, Meningitis (in einigen Gegenden), Polio
Australien: Tetanus, Diphterie
Nordamerika: Tetanus, Diphterie
Mittelamerika: Hepatitis A, Gelbfieber, Diphterie
Südamerika: Hepatitis A, Gelbfieber, Diphterie

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