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Mode : «Very British» und ausgeflippt: Modewelt in London

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Vivienne Westwood, Stella McCartney, Paul Smith, Tom Ford - obwohl sie zu den kleineren Modewochen gehört, hat die London Fashion Week (LFW) einige große Namen aufzubieten.Vor allem aber ist sie für ihren kreativen Nachwuchs bekannt.

Zur Eröffnung am Freitag reisten Hunderte Einkäufer und unzählige Mode-Interessierte in die Metropole, einige kamen gleich von den Schauen aus New York. Bis zum Dienstag stehen 58 Laufsteg-Shows an, parallel zeigen junge Designer in Dutzenden Ausstellungen ihre Ideen.

Die britische Modebranche hofft auf Bestellungen im Wert von mehr als 100 Millionen Pfund (119 Millionen Euro), die Trendszene auf klassisch Britisches und ausgeflippte Kreationen. Während London am Freitag mit Niesel-Regen und Herbststimmung aufwartete, waren auf dem Laufsteg die Kollektionen für Frühling und Sommer 2014 etwa vom türkischen Designer Bora Aksu zu sehen. Am Abend stand mit Jasper Conran ein erster Höhepunkt an.

Zwar hat London seinen ganz eigenen Ruf für Extravaganz, Exzentrik und sprudelnde Kreativität. Die britische Modebranche hätte aber auch nichts dagegen, im Vergleich zu den großen Modewochen in Paris, New York oder Mailand ein bisschen aufzuholen. In einem Artikel für die Zeitung «Evening Standard», die kostenlos verteilt und von Pendlern allabendlich verschlungen wird, rief die Chefin des British Fashion Council (BFC), Natalie Massenet, alle zur Mithilfe auf.

Die Branche steuert dem BFC zufolge jährlich 21 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft bei und beschäftigt 819 000 Menschen. «Mit Ihrer Hilfe möchten wir die Zahlen noch weiter wachsen sehen, zum Wohle unserer Industrie, unserer talentierten Designer und unseres weltweiten Rufes», schrieb Massenet. Dafür sollten alle Londoner sich in den kommenden Tagen schick machen: «Seht in den kommenden Tagen so stylish aus wie ihr nur könnt.» Prominente Botschafterinnen für britische Mode sind unter anderem die Frau von Premierminister David Cameron, Samantha, und Herzogin Kate, Frau von Prinz William.

Positiv nach vorne blickt derzeit vor allem der britische Luxussektor. Das Analyseinstitut Ledbury Research sagt voraus, dass 83 Prozent der britischen Luxusmarken im laufenden Jahr mit großen Gewinnanstiegen rechnen könnten. Die Edelmarke Burberry, bekannt für ihre Trenchcoats und das klassische Burberry-Karo-Muster, verzeichnete im ersten Quartal ein Plus von 18 Prozent bei den Verkäufen. Die Laufstegpräsentation gehört regelmäßig zu den spektakulärsten der LFW und wird weltweit von Tausenden Modebegeisterten im Internet verfolgt.

Prominente Besucher werden unter anderem bei der Schau von L'Wren Scott am Sonntag erwartet, der Freundin von Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger. Auch Cara Delevingne, derzeit eins der gefragtesten Supermodels, dürfte in ihrer Heimat einen Auftritt haben.

Infos London Fashion Week

Audruf «Evening Standard»

British Fashion Council (BFC)

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erstellt am 13.Sep.2013 | 15:21 Uhr

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