Anzeige: Vamed Ostseeklinik Damp : Zu jung für ein künstliches Kniegelenk? Der Experten-Talk zum Nachschauen

Talk im Medienhaus: (v.li.) Ex-Handballspieler und Arthrose-Patient Martin Schmidt und Dr. Wolfgang Klauser, Chefarzt der Orthopädie der Ostseeklinik Damp. Die Moderation übernahm sh:z-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener.

Talk im Medienhaus: (v.li.) Ex-Handballspieler und Arthrose-Patient Martin Schmidt und Dr. Wolfgang Klauser, Chefarzt der Orthopädie der Ostseeklinik Damp. Die Moderation übernahm sh:z-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener.

Arthrose-Patient Martin Schmidt und Dr. Wolfgang Klauser, Chefarzt der Vamed Ostseeklinik Damp, stellten sich Fragen unserer Leser.

julia voigt.JPG von
05. März 2021, 00:00 Uhr

Flensburg, Damp | Als der 42-fache Handball-Nationalspieler Martin Schmidt das erste Mal den stechenden Schmerz im linken Knie spürt, ist er 44 Jahre alt. Bald schon beherrscht der Schmerz sein Leben. Oft kann der studierte Betriebswirt nur noch auf Krücken gehen, muss täglich Schmerztabletten nehmen. Die Diagnose bringt letztlich ein MRT: Arthrose vierten Grades im linken Knie. Der Knorpel, der die Knochen schützt, ist aufgebraucht. Drei Jahre konservative Therapien beginnen. Einer Empfehlung folgend stellt sich Schmidt bei Dr. Wolfgang Klauser in der Vamed Ostseeklinik Damp vor. „Ich hatte sofort Vertrauen“, sagt der Sportler. Mit 47 Jahren bekommt er eine sogenannte Endoprothese eingesetzt, ein künstliches Kniegelenk. Heute ist der mittlerweile 51-Jährige nahezu schmerzfrei und steht wieder voll im Leben.

Doch auch wenn bei Martin Schmidt am Ende alles gut wurde, stellt sich für viele Betroffene die Frage: „Bin ich nicht zu jung für den Kniegelenkersatz?“ Martin Schmidt, Dr. Wolfgang Klauser und sh:z-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener sind diesem Thema via Livestream aus dem sh:z-Medienhaus in Flensburg auf den Grund gegangen. Zwei Wochen lang konnten unsere Leserinnen und Leser ihre ganz persönlichen Fragen einschicken.

Wer den Livestream am 24. Februar verpasst hat, findet ihn hier:

Wir waren überrascht über die große Resonanz. Das zeigt uns, wie wichtig das Thema ist. sh:z-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener. Er führte als Moderator durch den eineinhalbstündigen Talk.
 

Einleitend zeigte Dr. Wolfgang Klauser, was Arthrose überhaupt ist, wie sie aussieht und welche Folgen der Gelenkverschleiß haben kann. „Die Ursachen sind vielfältig“, erklärt er. Verletzungen im Kindesalter, Achsfehlstellungen des Beines und ein großer Teil der Ursachen sind ebenso im Beruf und in der Ernährungsweise zu finden. So sei beispielsweise eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht ein erster wichtiger Schritt. Auch Einlagen, Schienen, Spritzen oder alternative Operationen, wie Reparaturen, können langfristige Erfolge erzielen.

In den letzten Jahren ist eine signifikante Zunahme von jüngeren Patienten mit einer Kniearthrose deutlich erkennbar. Doch was ist überhaupt ein „junger“ Patient? „Es gibt hierfür keine genaue Definition“, so der Experte. Denn selbst ältere Patienten sind immer noch aktiv. „Es hat vielmehr mit den veränderten Ansprüchen an die Lebensqualität zu tun.“

Menschen um die 50 haben heute höhere Ansprüche als die Generationen davor. Dr. Wolfgang Klauser, Chefarzt der Orthopädie in der Vamed Ostseeklinik Damp.

Eine Endoprothese sieht Dr. Wolfgang Klauser als eine „valide Option, die durchaus zu empfehlen ist“. Dennoch ist für ihn eine Operation eine Therapie, die „am Ende“ kommt. Die Haltbarkeit des Kunststoffes und die chirurgischen Verfahren sind in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. Es gibt mehr als 700 Möglichkeiten, eine Knieprothese richtig einzusetzen. Durch „Navigation“ wird deutlich präziser als noch vor zehn Jahren operiert. Anatomisch geformte Prothesen rekonstruieren den Knochen in feinen Abstufungen. Die Ostseeklinik Damp gehört zu den wenigen Kliniken Norddeutschlands mit einer eigenen Knochenbank.

Ob hierzulande dennoch zu früh operiert wird? „Man muss die Indikation ins richtige Verhältnis setzen. Wir haben in Deutschland einen guten Zugang zum Gesundheitssystem. In anderen Ländern sind die Wartezeiten viel länger und die Versorgung schwieriger“, so der Experte. Dennoch gilt für ihn: erst wenn sich keine Alternativen mehr anbieten und auch der Zeitpunkt stimmt, wird eine Operation geplant. „Wichtig ist eine umfangreiche Aufklärung und die Einstellung des Patienten selbst“, so Dr. Wolfgang Klauser.

Wenn ein erneuter Eingriff notwendig wird

Häufige Beschwerden einer Knieprothese sind unter Umständen ein Fremdkörpergefühl. Auch ein erneuter Eingriff für einen Prothesenwechsel zählt der Chefarzt auf. Dieser wird nötig, wenn sich beispielsweise aufgrund eines Knochenbruchs die Prothese lockert, das Kunststoffgleitlager verschleißt oder Infektionen auftreten. „Umso wichtiger ist es, dass eine solche Operation nur durch ein erfahrenes Team ausgeführt wird und eine gute Nachsorge garantiert ist.“

Wie präsent das Thema „Arthrose“ ist, spiegelt sich auch in den Leserfragen wider. Wie lange dauert eine Reha? Wann kann ich wieder arbeiten? Kann es bei meinem Übergewicht zu Problemen nach der OP führen? Wann kann ich nach einem Gelenkersatz wieder arbeiten? Kompetent und leicht verständlich wurde ein Auszug der Fragen im Dialog mit Dr. Wolfgang Klauser und Martin Schmidt vor laufender Kamera beantwortet. In den nächsten Tagen möchte das Team der Vamed Ostseeklinik Damp auch alle anderen Einsendungen beantworten.


Weiterlesen: Mehr über die Vamed Ostseeklinik Damp finden Sie hier: shz.de/gesundheitaktuell

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