Anzeige: Share to Care : Mehr Mitbestimmung bei der Therapie: UKSH bindet Patienten stärker ein

Am UKSH wird eine partnerschaftliche Arzt-Patienten-Kooperation mit dem „Shared Decision Making“ Realität.

Am UKSH wird eine partnerschaftliche Arzt-Patienten-Kooperation mit dem „Shared Decision Making“ Realität.

Innovationsfonds fördert Projekt am Campus Kiel zur gemeinsamen Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient mit 14 Mio. Euro

jvo.JPG von
09. Oktober 2019, 00:00 Uhr

Was kann ich selbst tun, um wieder gesund zu werden? Welche Vorteile hat eine angedachte Therapie und welche Nachteile? Und wie „funktioniert“ eigentlich mein Krankheitsbild? Aufklärung ist in der Medizin die halbe Miete und Erfolgsfaktor. Präventionsmöglichkeiten, Therapieansätze- und Wege gemeinsam zu besprechen und Lösungen zu finden – das will man am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) Campus Kiel mit „Shared Decision-Making“, kurz SDM, nach vorne bringen.

Aus dem Topf eines Innovationsfonds werden dafür 14 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und das Projekt gefördert. Ziel ist es, Patienten stärker in Entscheidungen über ihre Behandlungen einzubinden und so die Versorgungsqualität zu verbessern. Dafür werden leicht verständliche medizinische Informationen für Patienten bereitgestellt sowie Ärzte und Pflege in ihrer Kommunikation geschult. Ziel ist es die partnerschaftliche Form der Arzt-Patienten-Kooperation innerhalb der nächsten zwei Jahre in sämtlichen Einheiten in Kiel zu etablieren. Mit dem für diese Herausforderung neu entwickelten Interventionsprogramm namens SHARE TO CARE wird auch das Patientenrechtegesetz umgesetzt, das eine Entscheidungsfindung im Sinne von SDM fordert.

Im UKSH ist der Wille des Patienten oberste Maxime. Wir haben uns daher für dieses innovative Programm entschieden, mit dem wir neue Maßstäbe in der Versorgung setzen wollen Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH
 

Mit diesem ambitionierten Vorhaben soll Shared Decision Making zum Standardverfahren der Therapieentscheidung werden. „Wir wollen zeigen, dass wir die am besten passende Behandlung dann identifizieren, wenn Patienten aktiv mitentscheiden. Dafür schaffen wir die Voraussetzungen“, so Projektleiter Prof. Dr. Friedemann Geiger.

Prof. Dr. Friedemann Geiger, Projektleiter von „Share to Care“ am UKSH, ermöglicht den Patienten einfacheres Mitentscheiden.
Camillo Wiz Photography

Prof. Dr. Friedemann Geiger, Projektleiter von „Share to Care“ am UKSH, ermöglicht den Patienten einfacheres Mitentscheiden.

Das Interventionsprogramm SHARE TO CARE beinhaltet vier Module:

  • Ärztetrainings,
  • Qualifizierung des Pflegepersonals,
  • Anregungen für Patienten
  • sowie die Bereitstellung evidenzbasierter und laienverständlicher Patienteninformation auf der SHARE TO CARE Online-Plattform.

Es wird also parallel auf Krankenhausseite und auf Patientenseite angesetzt. Insgesamt soll so die Gesundheitskompetenz von Patienten in Bezug auf ihre eigenen Erkrankungen gefördert werden. Gleichzeitig werden die Versorgungs- und die Indikationsqualität in der Krankenhausmedizin nachhaltig verbessert.

Dr. med. Eckart von Hirschhausen ist Mitinitiator von Share to Care.
Camillo Wiz Photography

Dr. med. Eckart von Hirschhausen ist Mitinitiator von Share to Care.

 

Auch von prominenter Seite erhält dieses Projekt Unterstützung. „Ärzte sind Experten für Diagnostik und Behandlung. Aber Experten für ihr eigenes Leben sind und bleiben die Patienten. Ich engagiere mich für mehr Aufklärung und gemeinsame Entscheidungsfindung, weil Humanmedizin für mich bedeutet: Kranke Menschen in ihren persönlichen Präferenzen ernst zu nehmen, auf Augenhöhe zu informieren und zu begleiten“, so Dr. med. Eckart von Hirschhausen, der sich als Mitinitiator von Share to Care für das Kieler Innovationsfondsprojekt deutschlandweit einsetzt.

Das UKSH kooperiert bei diesem Projekt eng mit Partnern am Universitätsklinikum Tromsø (Norwegen), wo SDM analog etabliert wird. Teile des Programms wurden bereits zum verbindlichen Vorbild für die nationale Versorgung in Norwegen erklärt. Weitere zentrale Projektpartner sind TAKEPART Media + Science, die Ludwig-Maximilian-Universität München sowie die Techniker Krankenkasse. Das Projekt wird zudem von der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unterstützt.

Neubau in Lübeck: Am 8. November 2019 feiert das UKSH die Eröffnung des Klinikums der Zukunft am Campus Lübeck. Der Innenausbau ist gerade im Endspurt. Der Neubau wird auch hier der neue Mittelpunkt der universitären Maximalversorgung.

Weiterlesen: UKSH -Das „Klinikum der Zukunft“ setzt auf Digitalisierung und Innovation (Anzeige)

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