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Übergewicht : Übergewicht bei Kindern vorbeugen

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Viele Kinder sind zu dick - und gefährden dadurch ihre Gesundheit. Eine frühzeitige Erziehung zu richtigem Essverhalten kann helfen, Adipositas (Fettleibigkeit) vorzubeugen.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Ein pausbäckiges, etwas pummeliges Kind ist niedlich. Und der Babyspeck verwächst sich schließlich noch - so denken Eltern oft. Doch immer mehr Kinder und Jugendliche werden die überschüssigen Pfunde nicht mehr los. Vor allem zu wenig Bewegung und ungesunde, fettreiche Ernährung sind die Auslöser. Die Folgen können riskant für die Gesundheit sein: Übergewicht in jungen Jahren kann zu gesundheitlichen Schäden wie Diabetes Typ 2 führen. Damit das Körpergewicht erst gar nicht zum Problem wird, sollten Eltern das Risiko minimieren, indem sie ihren Kindern ein gesundes Essverhalten vermitteln.

Gesunde Ernährung muss nicht langweilig sein


Um Heißhungerattacken zu vermeiden, werden fünf Mahlzeiten empfohlen. Das bedeutet: drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. "Sie strukturieren den Tag und helfen, mehr die gesunden Lebensmittel zu essen", erläutert die Ernährungsberaterin Beate Daas aus Kiel. Bei den Zwischenmahlzeiten wird allerdings oft zu kalorienreichen Snacks gegriffen. "Geeignet wäre Obst, belegte Brote mit Käse, fettarmer Wurst und dazu Rohkost oder Naturjoghurt mit frischen Früchten." Grundsätzlich gelte, dass nicht nebenbei - etwa beim Fernsehen - sondern bewusst und langsam, möglichst gemeinsam mit der ganzen Familie gegessen werden sollte, rät die Expertin.
Eine große Rolle spielen der Lebensstil und das Essverhalten der Eltern. Sie fungieren als Vorbild - und auch falsche Ernährungsgewohnheiten und mangelnde Bewegung werden von den Kindern nachgeahmt. "Gesunde Ernährung kann man schmackhaft machen, indem man es vorlebt: Essen sollte liebe- und phantasievoll angerichtet werden. Aufgeschnittenes Obst oder Spieße sind immer leckerer als ein ganzer Apfel", empfiehlt die Oecotrophologin. Kinder könnten Schritt für Schritt an gesunde Ernährung herangeführt werden, wenn sie Spaß beim Essen hätten. Eltern sollten ihre Sprösslinge beim Zubereiten helfen lassen, sie zum Beispiel Gemüse schälen lassen.

Ein gesundes Zwischenmaß finden


Auf den Speiseplan gehören auch ausreichend Getränke. "Empfehlenswerte Durstlöscher sind nur Wasser, verdünnte Saftschorlen oder ungesüßter Tee. Eistee sollte im Sommer selbst frisch hergestellt werden. Milch zählt als Nahrungsmittel - nicht als Getränk." Das Gleiche gelte für Säfte, Smoothies und auch Joghurtdrinks, die Zwischenmahlzeiten darstellten - keine Getränke.
Auf Süßigkeiten müsse nicht komplett verzichtet werden, denn ein Verbot erhöhe den Reiz, heimlich zu Süßigkeiten zu greifen. "Naschen ist erlaubt", betont Beate Daas. Das heißt: Eine Hand voll Süßigkeiten pro Tag sei in Ordnung; am besten sollten sie nach den Mahlzeiten genossen werden. Tabu sei das Naschen, wenn man hungrig sei, sowie vor den Mahlzeiten. Daas: "Kinder sollen daran geführt werden, dass sie lernen, sich die Süßigkeiten selbst einzuteilen. Dafür helfen kann etwa eine eigene Naschdose, aus der sich das Kind täglich eine Portion nehmen darf."
Um Übergewicht vorzubeugen, sollte auch auf die Freizeitgestaltung der Kinder geachtet werden. Schon Grundschüler sitzen vermehrt vor dem Fernseher oder dem Computer, anstatt draußen zu spielen. Damit Sport nicht nur virtuell betrieben wird, sollte die Dauer des Fernseh- und Computerkonsums genau festgelegt werden.
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