Pharmabranche : Transparenz gegen Ärztekorruption

Die Pharma-Industrie reagiert mit einer Selbstverpflichtung zur Offenlegung von Zuwendungen auf die nicht abreißenden Korruptionsvorwürfe. Foto: dpa
Die Pharma-Industrie reagiert mit einer Selbstverpflichtung zur Offenlegung von Zuwendungen auf die nicht abreißenden Korruptionsvorwürfe. Foto: dpa

Wegen Kritik an Einflussnahme der Pharmaindustrie auf Ärzte soll es neue gesetzliche Regeln und eine Veröffentlichung entsprechender Geldflüsse geben.

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25. Juni 2013, 12:03 Uhr

Der Dachverband der europäischen Pharmabranche EFPIA verabschiedete gestern in Brüssel eine Selbstverpflichtung zur Offenlegung direkter und indirekter Zuwendungen an Ärzte. Veröffentlicht werden sollen Dienstleistungs- und Beratungshonorare, Spenden und Zuwendungen im Zusammenhang mit Fortbildungen.
Die Hauptgeschäftsführerin des deutschen Pharmaverbands vfa, Birgit Fischer, sagte, Ärzte und Pharma-Industrie würden schnell unter den Generalverdacht der Manipulation gestellt. Dem sollten die Pläne entgegenwirken. Der Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie, Holger Diener, sagte: "Es geht auch darum, ob die Pharmaindustrie etwa Kongresse sponsert oder Spenden zum Beispiel an Kliniken richtet."
CDU/CSU und FDP wollen am Donnerstag im Bundestag gesetzliche Regeln beschließen. Das Anti-Korruptionsgesetz soll der Justiz ermöglichen, besser wegen Bestechlichkeit und Bestechung in Praxis und Klinik ermitteln zu können.

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