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Ernährung : Tipps von der Gemüse-Expertin

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Als ausgebildete Landwirtin und Gärtnerin weiß Wiebke Busch ganz genau, wie Tomaten, Gurken und Co. am besten gedeihen.

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2013 | 03:07 Uhr

Steinberg | Wiebke Busch bewirtschaftet in Norgaardholz einen großen Garten mitsamt Gewächshaus - für die Eigenversorgung ihrer Familie. Dass sich die Gärtnerin im ökologischen Gemüsebau aus dem gewerblichen Gartenbau zurückgezogen hat, liegt in erster Linie an der Geburt von Töchterchen Lina, inzwischen fast drei Jahre alt. Ihr angesammeltes Wissen nutzt Wiebke Busch inzwischen aber für Bildungsarbeit und Beratung. Sie ist auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Dabei versteht sich die 37-jährige gebürtige Kielern als Bindeglied zwischen dem professionellen ökologischen Anbau und dem Kleingärtner - denn sie kennt beides.
In die Lehre ging Wiebke Busch auf dem Uni-Versuchsgut Lindhof bei Eckernförde und auf einem Bioland-Betrieb in Wulfshagener Hütten. Das dritte Ausbildungsjahr nutzte sie zum Wandern durch Irland - von Hof zu Hof, insgesamt 20 an der Zahl besuchte sie. Im Jahr 2000 kehrte sie zurück nach Deutschland, besuchte zwei Jahre lang die Höhere Landbauschule in Kleve am Niederrhein, schloss ihre Ausbildung als "staatlich geprüfte Landwirtin" mit dem Schwerpunkt ökologischer Landbau ab. Danach landete Wiebke Busch zunächst auf einem Bioland-Hof in Schwansen. Dort war eine Stelle als Gärtnerin frei - verbunden mit der Leitung der Direktvermarktung.

Gelbe Radieschen, lila Möhren

Dabei war und ist es ihr wichtig, dem Verbraucher die große Gemüsevielfalt nahe zu bringen: gelbe Radieschen ebenso wie lila Möhren oder schwarze Tomaten. Nachdem sie ihrem Freund und jetzigem Mann, Kunstschmied Stefan Voigt, nach Norgaardholz gefolgt war, änderte sich mit der Geburt von Tochter Lina erneut ihr Leben. Ihr ist es wichtig, ihren Garten für Interessierte zu öffnen und sie an ihrem Wissen teilhaben zu lassen, denn: Der Bedarf ist groß. Wenn auch viele Menschen das Gärtnern für sich entdeckten haben und großen Enthusiasmus entwickelten, fehle es oft - und da spricht Wiebke Busch aus Erfahrung - an elementarem Wissen; wie etwa die Bedeutung der Bodenfruchtbarkeit als Voraussetzung für eine reiche Ernte.
Pflanzen brauchen Luft, um gedeihen zu können, weiß Wiebke Busch. Und deshalb ist ihr Treibhaus vier Meter hoch. 18 verschiedene Tomatensorten danken es ihr. Wichtig ist, sagt sie, Tomaten und Gurken räumlich - vor allem im Treibhaus - zu trennen, "da die Klimaansprüche unterschiedlich sind". Die einen mögen es trocken und warm, die anderen feucht und warm. Werde das nicht berücksichtigt, stellen sich Krankheiten ein. Gerade pflückreif sind in ihrem Garten die Salate - Asia, Rote Melde, Hirschhornwegerich oder Bunte Forelle, um nur einige zu nennen.

Tipps für die eigene Scholle

Und dann gibt es natürlich eine große Auswahl an Kräutern und essbare Blüten wie Ringelblume, Dahlien und Kapuzinerkresse. Wiebke Busch weiß um die Probleme, wie sie Hobbygärtner mit eigener Scholle haben. In ihren Seminaren, Kursen, Vorträgen und Beratungen geht es ihr darum, all das aufzuzeigen, was beim Anbau von Gemüse erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund mulcht sie unter den Pflanzen mit Grasschnitt. Das, sagt sie, belebt den Boden, bewirkt Wunder und bringt zudem auch noch Nährstoffe zu den Pflanzen.

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