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Lungenkrankheiten : Tipps für die nass-kalte Jahreszeit

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Die weiter andauernde Kälte ist nicht nur ungemütlich, sondern bereitet besonders Asthmatikern und COPD-Patienten Schwierigkeiten.

Wenn man in diesen Tagen aus dem Fenster sieht, kann man nicht leugnen, dass das winterliche Wetter dieses Jahr auch den Frühling fest im Griff hat. Besonders für Patienten mit Lungenerkrankungen ist die feuchte und nass-kalte Jahreszeit unangenehm, denn sie müssen Infekte fürchten. Prof. Dr. Adrian Gillissen, Direktor der Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin, Klinikum Kassel und Mitglied der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V., gibt Tipps, mit denen COPD-Patienten und Asthmatiker trotzdem gut durch das Frühjahr kommen.

Gut lüften statt in der Hitze schwitzen

Gefahren lauern draußen wie drinnen. Deshalb sollten auch in den eigenen vier Wänden einige Regeln befolgt werden. Viele wissen nicht, dass Hausstaubmilben, die besonders für Asthmatiker lästig sein können, im Winter ebenso aktiv sind. Der Experte empfiehlt deshalb, die ganze Wohnung und das Schlafzimmer einmal am Tag richtig zu lüften. Denn schon ab unter 15 Grad sterben Hausstaubmilben ab.

Wenn es draußen ungemütlich ist, hat man es gerne warm Zuhause. Doch im Gegensatz zu dem verbreiteten Irrglaube, dass kalte Luft krank macht, fördern Extreme wie häufiges Schwitzen Erkältungen. Wenig lüften fördert zudem in der feuchten Jahreszeit, die zwangsläufig die Nässe ins Haus bringt, die Bildung von Schimmel, was wiederum Lungenerkrankungen fördert.

Gesunde Lebensweise und Unterstützung aus der Medizin

Weit verbreitet und von Mensch zu Mensch übertragbar, sind Pneumokokken - Bakterien, die eine Lungenentzündung und eine Bronchitis verursachen können. Eine Impfung kann es verhindern zu erkranken und wird insbesondere Patienten mit chronischen Erkrankungen und Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Gegebenenfalls sollten während der Grippezeit Menschenansammlungen gemieden werden. Treten trotz aller Vorkehrungen Halsschmerzen auf, sollte der Hals warm gehalten werden. Ein Schal und desinfizierende Gurgellösungen oder Mundsprays helfen.

Auch Lutschtabletten wirken lindernd und enthalten zum Teil sogar lokal wirksame Schmerzmittel, sollten aber genau unter die Lupe genommen werden, da in manchen Antibiotika enthalten sind, die bei einer Infektion mit Viren unsinnig sind. Generell gilt: Eine gesunde Lebensweise ist immer hilfreich. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen sowie der Verzicht des Rauchens. Auch ein täglicher Spaziergang oder sportliche Betätigungen trainieren die Lunge.

Mehr Informationen finden Sie im Internet unter:
www.patientenliga-atemwegserkrankung.de

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erstellt am 13.Mär.2013 | 09:47 Uhr

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