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Balance Board : Surfen im eigenen Wohnzimmer

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Der Gleichgewichtssinn ist für viele Sportarten wichtig. Das Balance Board verspricht ein effektives Training mit Coolness-Faktor.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2013 | 07:29 Uhr

Vom Sofa aus direkt auf das Surfboard steigen - das geht nur wenn man direkt am Strand wohnt oder ein Balance Board im Wohnzimmer hat. Die Bretter in Surf-, Skate- oder Snowboardoptik, die auf einer Rolle liegen und wie eine Waage funktionieren, erobern momentan die Fitnessstudios und die eigenen vier Wände. Der Gleichgewichtssinn wird durch das Stehen auf dem wackeligen Untergrund trainiert. Das Balancegefühl ist wichtig und notwendig für zahlreiche Sportarten, vom Mountainbiken über das Skifahren und Snowboarden bis hin zum Surfen, aber auch im Alltag.

Schon seit einigen Jahren sind deshalb sogenannte Balance Pads, viereckige sehr dicke Schaumstoffmatten, auf dem Markt, die durch das Einsinken des Fußes die gewünschte Instabilität erzeugen. Flache Scheiben mit einem Ball in der Mitte erfüllen denselben Zweck. Wie diese verschiedenen Ausführungen trainiert das Balance Board neben der Gleichgewichts- auch die Koordinationsfähigkeit, mit einem ähnlichen Konzept aber coolerem Design. "Das Board ist nicht nur ein Balancetrainer, sondern spricht die Muskelkernbereiche an und bringt jede Menge Spaß. Auch die Geschicklichkeit kann verbessert werden", verspricht Torsten Jäger, Mitarbeiter bei Mike Jucker GmbH Deutschland, einer der Hersteller in Deutschland. "Ich selbst hab es diesen Winter genutzt um meine Reaktionsfähigkeit für das Skaten im Sommer zu schulen."

Für Jung und Alt

Mein Testgerät ist ein Holzbrett, das wie ein kleines Surfboard aussieht und auf einer breiten Rolle liegt. Die Erstbesteigung ist eine wackelige Angelegenheit und scheitert, aber durch Erfahrungen im Surfen habe ich den Dreh schnell raus und schaffe es, das Brett in der Waage zu halten. "Der Schwierigkeitsgrad kann durch zusätzliche Übungen erhöht werden. Zum Beispiel mit einem Ball, der auf den Boden geprellt und wieder aufgefangen wird oder einfach mal einbeinig statt mit beiden Beinen auf dem Brett stehen", erklärt Maren Ernst, Kursmanagerin im Fitness Zentrum Kiel.

Schon kleine Veränderungen meiner Position auf dem Board erfordern höchste Konzentration, damit das Board nicht kippt und die Beine zittern beim langsamen in die Hocke gehen und wieder aufrichten. Für geübte Sportler sind diese Grundpositionen kein Problem. Skater können an ihnen sogar Tricks wie Ollies oder Flips üben und Snowboarder zum Beispiel an Grabs feilen. "Aber das Balance Board ist definitiv auch ein Sportgerät für Menschen, die nichts mit Surfen, Skateboarden oder Snowboarden zu tun haben", so Maren Ernst. "Auch für ältere Leute ist es sinnvoll, denn man trainiert instabile Situationen, die im Alltag, zum Beispiel bei Glatteis, auftreten. So können Stürze vermieden werden."

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