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Studie: Weichmacher steckt oft im Essen

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Dessau (dpa/tmn) - Den gesundheitsschädlichen Weichmacher DEHP nehmen Menschen vor allem mit dem Essen zu sich. Das geht aus einer neuer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung hervor.

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erstellt am 29.Mai.2013 | 11:33 Uhr

Dessau (dpa/tmn) - Den gesundheitsschädlichen Weichmacher DEHP nehmen Menschen vor allem mit dem Essen zu sich. Das geht aus einer neuer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung hervor.

Der Weichmacher DEHP gelangt vor allem über Lebensmittel in den menschlichen Körper. Stärker mit dem Weichmacher DEHP belastet als lose, unverarbeitete Nahrungsmittel wie Fleisch, Gemüse oder Milch sind ölhaltige Fertigprodukte und Konserven sowie fetthaltige Würzsoßen. Das zeigt eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) in Dessau.

Um möglichst wenig der Chemikalie aufzunehmen, sollten Verbraucher ihr Essen häufiger frisch zubereiten. Die Behörden raten, wenig Fertigprodukte zu verzehren und Produktmarken öfter zu wechseln, weil in gleichen Lebensmitteln je nach Herkunft unterschiedlich viel DEHP enthalten sei. Stärker belastet sind laut der Studie zum Beispiel Mayonnaise oder Gemüse und Fisch aus Gläsern.

Da Kleinkinder den ungesunden Stoff auch über den Hausstaub am Boden aufnehmen können, sollten Böden und Teppiche häufig gesäubert werden. Am besten achten Eltern darauf, dass ihr Nachwuchs nur Gegenstände in den Mund nimmt, die dafür vorgesehen sind. Zwar ist der Weichmacher seit längerem in Kinderprodukten verboten, aber er wird den Angaben nach gelegentlich noch immer darin nachgewiesen. Auch könnten ältere Spielsachen die Chemikalie noch enthalten.

DEHP macht Kunststoffe flexibel. Der Stoff kann die menschlichen Fortpflanzungsorgane schädigen und die Entwicklung des Kindes im Mutterleib stören. Hersteller dürfen ihn seit 2007 nicht mehr als Weichmacher für die Verpackung fetthaltiger Lebensmittel verwenden, ab 2015 ist in der EU für die Verwendung von DEHP bei der Herstellung von Verbraucherprodukten eine Zulassung erforderlich. Durch den Import von Ware können Spuren davon aber weiterhin in Lebensmitteln vorkommen.

FAQ zu Weichmachern

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