Studie zum Fitnessverhalten : Sport treiben und am Ball bleiben: So lässt sich der innere Schweinehund besiegen

Technische Geräte und Apps können dabei helfen, regelmäßiger Sport zu treiben und den inneren Schweinehund zu überwinden.

Technische Geräte und Apps können dabei helfen, regelmäßiger Sport zu treiben und den inneren Schweinehund zu überwinden.

Für viele ist der Weg ins Fitnessstudio eine Qual. Einige gehen ihn erst gar nicht. Dabei gibt es einfache Tricks, wie sich Sport in den Alltag einbinden lässt und nicht länger als Bürde wahrgenommen wird.

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03. Februar 2019, 06:54 Uhr

Fast jeder zweite Deutsche nimmt sich vor, mehr Sport zu treiben. Bei den unter 35-Jährigen sind es sogar mehr als 60 Prozent. Gute Absichten und Vorsätze, die allerdings in vielen Fällen nicht besonders lange anhalten. „Statt ins Fitnessstudio zieht es die Menschen dann abends doch wieder ins Restaurant, ins Kino oder vor den Fernseher“, erklärt Sascha Brandenburger, Experte für Gesundheitsförderung bei der mhplus Krankenkasse.
Zu groß ist die Verlockung, es sich lieber auf dem Sofa mit Chips und TV gemütlich zu machen anstelle am nächsten Tag mit dem ungeliebten Muskelkater aufzuwachen. Dieses Phänomen kennen viele unter dem Synonym „innerer Schweinehund“. Doch wie kann man seinen inneren Schweinehund besiegen?

Ergebnisse liefert jetzt eine neue Studie: Um eingefahrene Lebensgewohnheiten langfristig zu ändern, braucht man kluge Strategien, wie zum Beispiel Sport-Verabredungen mit Freunden. Dies würde 44 Prozent der Befragten zu mehr Bewegung verhelfen. Man legt einen festen Tag in der Woche fest, an dem man mit ein paar Freunden Sport treibt. Beispielsweise kann hierzu auch ein Fitnesskurs im Studio ausgewählt werden, sodass man auch eine Uhrzeit festlegt und eine gewisse Verpflichtung verspührt.

Um regelmäßiger das Fitnessstudio zu besuchen, kann es helfen, sich mit Freunden zu verabreden und einen festen Tag ausszumachen.
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Um regelmäßiger das Fitnessstudio zu besuchen, kann es helfen, sich mit Freunden zu verabreden und einen festen Tag ausszumachen.

Technische Gadgets als Ansporn

Zudem lassen sich immer mehr angehende Sportler durch technische Helfer motivieren. Ein Fitnessarmband, das sportliche Aktivitäten aufzeichnet, oder digitale Trainingspläne in Form einer App helfen dabei, sich mehr zu bewegen und regelmäßig Sport zu treiben. Mittels dieser technischen Unterstützung kann man sich beispielsweise mit Freunden messen und so gegenseitig motivieren, da mit in eine Art Wettkampf miteinander tritt.

Wer sich technische Gadgets nicht als Motivator für mehr Sport vorstellen kann, für den ist vielleicht Geld ein Ansporn. Viele Krankenkassen zahlen beispielsweise einen Bonus von durchschnittlich 100 Euro pro Jahr für gesundes Verhalten. Dafür müssen sich Mitglieder regelmäßig sportlich betätigen und an Früherkennungsuntersuchungen oder Vorsorgeaktivitäten teilnehmen. „Diese Möglichkeit wird eher zurückhaltend genutzt, offenbar wissen viele Bürger gar nicht, dass es solche Bonusprogramme gibt“, erklärt Sascha Brandenburger.

Im Endeffekt stehen somit verschiedenste Unterstützungen zur Verfügung, die es einem erleichtern, den Weg zum Sport anzutreten und in eine Routine zu überführen - man muss nur die passende finden.
 

(Mit Material der mhplus Krankenkasse.)

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