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Gefahren der Sonne : Sommer ohne Schattenseiten

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Sonne, Strand und Urlaub lieben die Menschen am Sommer. Wer ein paar Regeln beachtet, hat mehr davon: Gesunde Tipps für die warme Jahreszeit.

Der Sommer ist nun endlich auch kalendarisch da und viele Menschen freuen sich auf die Ferien und eine Urlaubsreise. Doch um diese schöne Jahreszeit genießen zu können, gibt es einiges zu beachten:
Erstens: Hautschutz
Für den ungetrübten Sonnengenuss sollte man ausreichend Sonnenschutzmittel benutzen. Tatsächlich wird aber meist zu wenig Sonnencreme verwendet, so dass man sich vermeintlich besser geschützt fühlt, als man wirklich ist. Als Faustregel gilt: So viel, wie auf Mittel und Zeigefinger passt, reicht für eine Körperpartie wie Kopf und Nacken, vorderer Rumpf, Rücken, Arme, Oberschenkel oder Unterschenkel. Sonnenschutzmittel 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auftragen, damit das Produkt gut einziehen kann und nicht sofort wieder abgerubbelt wird. Scheitel, Nase, Ohren, Lippen und Schultern - unsere Sonnenterrassen - röten sich zuerst. Hier sollte mit einem höheren Lichtschutzfaktor vorgesorgt werden.

Achtung: Beim Barfuß laufen werden auch die Fußrücken sehr der Sonne ausgesetzt!


Jeder Sonnenbrand erhöht die Gefahr für hellen Hautkrebs. Denn ultraviolette (UV-) Strahlen schädigen grundsätzlich das Erbgut in den Hautzellen. Diese Schäden können vom Körper bis zu einem bestimmten Maße selbst wieder repariert werden. Bei Überbelastungen wie einem Sonnenbrand funktioniert das jedoch nicht mehr. Es verbleiben Erbgutschäden in den Hautzellen, die zu Entartungen, wie aktinischen Keratosen und hellem Hautkrebs, führen können. Die Haut reagiert mit einer entzündlichen Reaktion und ist mit einer Verbrennung ersten Grades geschädigt. Ist es noch schlimmer, können sich auch Blasen bilden. Die betroffenen Stellen sollen auf jeden Fall gekühlt werden. Am besten mit kaltem Wasser oder kühlenden Umschlägen. Bei stärkeren Verbrennungen und Blasenbildung sollte zur Sicherheit ein Arzt aufgesucht werden.
Sonne setzt die Haut unter enormen Stress
Durch zuviel Sonne altert unsere Haut schneller. Vor allem die UV-Strahlung führt zu einem Abbau von Kollagen und Elastin in der Haut. Diese Stoffe sind für Festigkeit und Widerstandsfähigkeit der Haut zuständig. Zusätzlich kommt es zu einem Verlust an Hyaluronsäure, die der Haut wiederum Feuchtigkeit und Volumen gibt sowie für den Schutz vor Hautalterung zuständig ist. Die Bildung von Falten wird somit auf zweifache Weise begünstigt. Besonders das Gesicht sollte deshalb vor UV-Strahlung geschützt werden.
Im Hochsommer ist die Strahlungsintensität der Sonne am höchsten. Von Ort zu Ort unterscheidet sich die Intensität jedoch enorm. Auf Höhe des Äquators ist die Einstrahlung doppelt so hoch wie in unseren mitteleuropäischen Breiten. Auch im Gebirge ist Vorsicht geboten: Die Ozonschicht filtert vorallem kurzwellige UVB-Strahlen. Daraus ergibt sich, dass die Sonnenstrahlung im Hochgebirge mehr UVB-Anteil enthält und damit die Intensität der UV-Strahlung insgesamt höher ist. Deshalb gilt die Faustregel: Pro 1000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung um etwa 15 Prozent zu.
Ein weiterer Faktor ist die Umgebung. Sie kann die Strahlungsintensität erhöhen. Schnee reflektiert UV-Licht nahezu vollständig, Sand je nach Farbe bis zu 50 Prozent und Wasser zwischen 10 und 20 Prozent. Outdoor-Sportler sollten dies im Hinterkopf behalten und Lotionen mit sehr hohem Lichtschutzfaktor wählen. Für alle Altersgruppen gilt: Sie sollten sich überwiegend im Schatten aufhalten, die pralle Sonne in der Mittagszeit von 11-15 Uhr auf jeden Fall meiden, durch eine Kopfbedeckung, leichte Kleidung und eine Sonnenbrille zusätzlich geschützt werden und Sonnenschutzmittel verwenden.
Zweitens: Augenschutz
Die Sonnenbrille ist im Sommer ein Muss, weil sie Augen vor UV-Strahlung schützt. Durch Wasser und auch Sand ist die Sonneneinstrahlung am Strand besonders hoch. Daher ist hier eine Sonnenbrille unbedingt Pflicht. In den Bergen ist die Atmosphäre dünner, daher werden die UV-Strahlen weniger gefiltert und die Strahlenbelastung erhöht sich entsprechend. Die Strahlungsintensität nimmt deutlich zu, je höher man sich aufhält. Auch hier ist eine gute Sonnenbrille nötig.
Der UV-Filter in Sonnenbrillen schützt das Auge vor ultravioletter Strahlung (UV). Generell ist ein erhöhter UV-Schutz bis 400 nm empfehlenswert. Überhöhte UV-Strahlung kann zu einer Bindehaut- oder Hornhautentzündung führen. Schmerzen, Tränenfluss und extreme Lichtempfindlichkeit sind die Folge. Die CAT-Skala mit den Kategorien 0-4 gibt die Lichtfilterwirkung und damit den Grad der Gläser-Tönung an. Die Kategorien 1 bis 3 sind die gängigsten Filter. "0" steht für eine geringe Filterwirkung, die kaum Blendschutz bietet. Der Filter 4 ist nur für stark blendende Umgebungen wie auf einem Gletscher konzipiert, für den Alltag ist dieser Filter auf Grund der starken Verdunklung untauglich und beim Autofahren in Deutschland sogar verboten.
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte darauf achten, dass die Sonnenbrille keinen Verlauf in der Tönung hat, denn dadurch kann das vom Untergrund abgestrahlte Licht durch die helle Tönung leicht ins Auge gelangen. Generell gilt: Egal welchen Filter man wählt - nie direkt in die Sonne schauen. Braun gefärbte Gläser geben die Farben am natürlichsten wieder, Grau verändert die Farben am stärksten. Grün ist besonders angenehm zu tragen, da es die Farben positiv hervorhebt.
Drittens: Lebensmittel-Sicherheit
Besonders bei sommerlichen Temperaturen verderben Nahrungsmittel schnell. So vermeidet man Krankheitserreger in Lebensmitteln:

- Die Einkäufe nie lange im warmen Auto stehen lassen. Bei längeren Fahrzeiten am besten leicht verderbliche Lebensmittel und Tiefkühlprodukte in einer Kühltasche mit Kühlakkus transportieren.


- Verderbnisanfällige Lebensmittel immer nur so kurz wie möglich und auf jeden Fall im Kühlschrank aufbewahren.


- Mit rohen Eiern zubereitete oder nicht erhitzte Speisen sofort nach der Zubereitung in den Kühlschrank stellen und dort maximal 24 Stunden lagern.


- Speisen nicht lange warm halten, sondern schnell kühl stellen und bei Bedarf wieder erhitzen.


- Eingefrorene Fleischwaren, insbesondere Geflügel, sollten nicht in der Verpackung, sondern in einem geeigneten Gefäß im Kühlschrank aufgetaut werden.


- Küchengeräte und Hände immer mit heißem Wasser und Spülmittel bzw. Seife reinigen.


Unser Magen-Darm-Trakt ist an mitteleuropäisches Essen gewöhnt. Um unliebsame Magen-Darm-Verstimmung oder Durchfall im Ausland zu verhindern, sollte man einiges beachten.
1. Wasser und nicht pasteurisierte Milch stets abkochen, mindestens eine Minute lang.
2. rohes Obst und Gemüse immer selbst schälen (nicht schon geschält oder aufgeschnitten kaufen oder vom Buffet nehmen).
3. Fleisch und Fisch müssen gut gekocht oder gebraten sein, Muscheln meiden.
4. Speisen dürfen nicht bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.
5. Eiswürfel in Drinks, Speiseeis und offene Getränke meiden. Nur Getränke aus original verschlossenen Flaschen zu sich nehmen, auch das Wasser zum Zähneputzen.
6. Nicht in öffentlichen Schwimmbädern oder Lagunen baden.
7. Fliegen bekämpfen, besonders in der Küche.
8. Eine gute persönliche Hygiene wie häufiges Händewaschen ist wichtig, um Schmierinfektionen zu vermeiden.
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erstellt am 21.Jun.2012 | 04:31 Uhr

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